Neuroonkologie

Termin und Ort:
wöchentlich, mittwochs 15.30 Uhr, Medizinische Klinik, Oberer Eselsberg, Albert-Einstein-Allee 23,  CCCU, Besprechungsraum 4106

Ansprechpartner:

 

OA Dr. Jens Engelke

Ärztlicher Referent des CCCU und Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Ulm am BKH Günzburg

 

Weitere Informationen:

Die Neuroonkologie stellt ein eher neues Feld im Rahmen der onkologischen Fachrichtungen dar. Erst 1979 wurde die Diagnose Glioblastoma multiforme von der WHO als Tumor astrozytären Ursprungs akzeptiert und klassifiziert.

Es gibt, von wenigen Ausnahmen abgesehen, keine exogenen Risikofaktoren wie bei anderen Tumorerkrankungen. Der Sinn einer möglichst weit gehenden Tumorresektion, ebenso wie die Indikation zur Systemtherapie waren bis vor wenigen Jahren umstritten. Erst seit kurzem stehen neben den histologischen Kriterien Nachweise molekulargenetischer Veränderungen zur Verfügung, die als prädiktive Marker ein Therapieansprechen vorhersagen könnten.

Somit sind zunehmend mehr Kriterien die für die individuell beste Therapieentscheidung zu berücksichtigen. Diese Entscheidungen übersteigen die Möglichkeiten einer einzelnen Klinik.

 

Tumorentitäten und Auswahl der Patienten:

Alle Patienten mit Tumoren des ZNS werden zur Erarbeitung eines gemeinsamen Therapiekonzeptes besprochen. Dies betrifft zahlenmäßig zunächst die Patienten mit der Erstdiagnose eines Glioms und anderer intrakranieller Raumforderungen wie Metastasen. Ebenso werden die Patienten bei Änderungen im Behandlungsverlauf besprochen.

Das Tumorbaord steht auch den niedergelassenen Kollegen, Hausärzten wie Onkologen zur Verfügung.

 

Teilnehmer:

Um eine Therapieentscheidung treffen zu können, müssen alle behandelnden Klinken am Board teilnehmen. Dies sind in der Regel Neurochirurgie, Strahlentherapie und Innere Medizin/Onkologie. Ebenso diejenigen, die die Voraussetzungen einer Diagnose schaffen: Radiologie und Neuropathologie. Die Neurologie nimmt als behandelnde Klinik insbesondere im Hinblick auf Patienten teil, die aufgrund der Tumorerkrankung an einer Epilepsie leiden.

 

Akademische Lehrkrankenhäuser sind eingeladen, ihre Patienten im Board vorzustellen. Dies geschieht zum Teil direkt, zum Teil indirekt, indem der Referent des Boards den Patienten im Auftrag vorstellt. Ähnliches gilt für die niedergelassenen Kollegen, denen es aufgrund ihrer Praxis nicht möglich ist, persönlich zu erscheinen.

So ist es das Ziel, allen Patienten die bestmögliche aktuelle Therapie anbieten zu können. Dies schließt natürlich aktuelle und zukünftige Studien ein.

 

 

Patientenanmeldung/Kontakt:

Die Anmeldung zur Vorstellung eines Patienten kann elektronisch über die Intranetseiten des CCCU (ULTIMA, SAP-Zugang erforderlich) oder auch telefonisch oder per Fax über das CCCU Sekretariat erfolgen. (Ansprechpartner: Frau Kempfle, Frau Pöhler Tel.:0731 500 56056, Fax: 0731 500 56055, e-mail: sekr.cccu[at]uniklink-ulm.de)

 

CME-Zertifizierung der LÄK:

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg vergibt für die Teilnahme an den Boards jeweils zwei Fortbildungspunkte.

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