Diagnostik
Anamnese und körperliche Untersuchung
Bei einem ausführlichen Gespräch werden dem Arzt alle Beschwerden und Vorerkrankungen (auch familiäre Erbkrankheiten) geschildert. Anschließend wird eine gründliche körperliche Untersuchung vorgenommen.
Angiographie (Röntgendarstellung der Nierenarterie)
Die Angiographie veranschaulicht dem Chirurgen vor einer organerhaltenden Operation die Lage des Tumors im Verhältnis zu den Blutgefässen. Die Operation lässt sich dadurch besser planen.
Biopsien (Gewebeproben)
Möglicherweise wird eine Gewebeprobe des Tumors durch eine kleine Operation oder eine Nadelbiopsie entnommen. Die Gewebeprobe ist nötig, um den Tumor klassifizieren (Tumorklassifikation) zu können, das heißt, den Grad der Bösartigkeit und Eigenschaften des Tumors zu erkennen, um dadurch eine gezielte Tumortherapie entwickeln zu können.
Bronchoskopie (einschl. Kryotherapie)
Die Bronchoskopie (Atemwegsspiegelung) ist die Inspektion der Atemwege mittels einer digitalen Kamera, die sich an der Spitze eines 5mm durchmessenen flexiblen Instruments befindet. Dabei wird dieses Instrument ( Bronchoskop ) am tief sedierten Patienten über den Mund in die Atemwege eingeführt. Die Untersuchung kann ambulant oder stationär durchgeführt werden.
Die Bronchoskopie ist besonders dann angezeigt, wenn sich aus Röntgenuntersuchungen der Verdacht auf eine Tumorerkrankung der Atemwege ergibt. Während der Atemwegsspiegelung können aus krankhaften Veränderungen Gewebeproben (Biopsien) entnommen werden.
In Ulm wurde in den den Jahren 2001 -2004 eine neue Methode zur schonenden Entnahme von relativ grossen Gewebeproben entwickelt. Dabei wird besonders aus tumorösen Veränderungen der Atemwege mit einer Kältesonde Gewebe aus den Atemwegen extrahiert. ( Kryosondenbiopsie ). Die Weiterentwicklung dieses Verfahrens hat gezeigt, dass mit dieser Methode auch Tumorverschlüsse der Atemwege wiedereröffnet werden können ( Kryorekanalsiation ).
Spiegelung der Bronchien (Bronchoskopie)
Bei der Bronchoskopie wird eine örtliche und systemische Betäubung eingesetzt. Der Arzt schiebt einen biegsamen Schlauch vorsichtig durch den Mund bis in die Bronchien vor. Der Arzt kann jetzt die Schleimhaut der Bronchien begutachten und gleichzeitig Gewebeproben (Biopsien) entnehmen. Unter dem Mikroskop wird die Gewebeprobe dann auf Krebszellen untersucht.
Curretage
Besteht - in weit fortgeschrittenen Krankheitsstadien - der Verdacht, dass sich der Tumor bereits auf den Innenraum der Gebärmutter ausgedehnt hat, so ist die feingewebliche, mikroskopische Untersuchung der Gebärmutterschleimhaut die sicherste Methode, um diesen Verdacht zu prüfen. Zur Gewinnung von Gewebeproben wird die Gebärmutterschleimhaut von der Scheide her vorsichtig ausgeschabt. Dabei werden Schleimhautanteile von Gebärmutterhals und Gebärmutterkörper getrennt gewonnen (fraktionierte Kürettage) und untersucht. Die Schleimhaut baut sich anschließend unter der zuvor beschriebenen Hormonwirkung wieder auf. Da der Eingriff eine Narkose erfordert, ist meistens ein kurzer stationärer Krankenhausaufenthalt notwendig.
Die Gewebeentnahme kann mit einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) kombiniert werden. Dadurch ist es möglich, vor der Ausschabung gezielt Proben aus verdächtigen Bezirken zu entnehmen.
Bei der Spiegelung der Gebärmutter wird eine Sonde, die unter anderem mit einer kleinen Kamera und einer Lichtquelle ausgestattet ist, durch die Scheide in die Gebärmutterhöhle vorgeschoben. Um eine bessere Sicht auf die Schleimhaut zu erhalten, kann über das Hysteroskop Kohlendioxid in die Gebärmutter geblasen werden.
Endosonographie
Definition
Ultraschalluntersuchung des Magendarmkanals und angrenzender Strukturen und Organe von innen.
Wie wird die Untersuchung durchgeführt?
Die Vorgehensweise bei einer endosonographischen Untersuchung entspricht weitestgehend der einer Magenspiegelung. Standardmäßig wird der Rachen örtlich betäubt und auch eine Beruhigungsspritze verabreicht. Um das Gastroskop zu schützen, erhält der Betreffende einen Beißring, den er mit den Zähnen festzuhalten hat. Anschließend muss er sich auf die linke Seite legen. In dieser Position führt dann der Arzt das Gastroskop ein. Dabei wird Luft über das Instrument in den Magen geleitet, damit sich dieser entfaltet. Der Patient sollte sich währenddessen darauf konzentrieren, langsam und regelmäßig durchzuatmen - der Atemvorgang wird bei der Untersuchung nicht behindert. Gewöhnlich fließt etwas Speichel aus dem Mund, der jedoch aufgefangen wird. Durch das Lufteinleiten muss der Patient eventuell die Luft wieder aufstoßen, was sich aber durch konzentriertes tiefes Durchatmen vermeiden lässt. Falls erforderlich, werden während der Untersuchung Gewebeproben entnommen. Außerdem wird Puls , Blutdruck und Sauerstoffsättigung des Blutes konstant überwacht. Die Spiegelung dauert normalerweise 15 bis 45 Minuten.
Die Spiegelung von Speiseröhre, Magen , Zwölffingerdarm und Enddarm ist eine Routineuntersuchung. Die Abteilung Innere Medizin I am Universitätsklinikum Ulm ist auf diesen Eingriff spezialisiert und verfügt über die modernste Ausstattung für die Untersuchung und die Überwachung der Patienten. Durch die hohe Zahl an Eingriffen die jedes Jahr durchgeführt werden, verfügen die behandelnden Ärzte der Abt.Innere Medizin I über umfangreiche Erfahrungen. Unsere Endoskopie ist nach DIN-ISO 9001 zertifiziert, so dass alle Eingriffe nach höchsten Qualitätsstandards durchgeführt werden.
Die Untersuchung wird mit einem dünnen, biegsamen Instrument (Endoskop, Gastroskop) vorgenommen, in dem eine Ultraschalleinheit eingebaut ist. Dadurch besteht gleichzeitig die Möglichkeit, mit diesem speziell konstruierten Endoskop hinter die Schleimhaut zu sehen und damit jede einzelne Schicht der Wand zu erkennen. Während die reine Endoskopie auf die Oberfläche schaut, kann mittels Endosonographie durch einen speziellen Ultraschallkopf unter die Schleimhaut gesehen werden und damit die gesamte Wand und die Umgebung der jeweiligen Region betrachtet werden.

Mit der Endosonographie lassen sich kleine Tumoren oder Lymphknoten gut erkennen. Das ist vor allem für die Operations- und Therapieplanung wichtig.
Das Endoskop ist etwas dicker und steifer als ein Gastroskop ist und die Untersuchung dauert etwas länger als bei der normalen Gastroskopie.
Sofern Sie zur Untersuchung ein Beruhigungs- und Schmerzmittel erhalten haben, werden Sie nach dem Eingriff in unserer Abteilung noch ca. 2 Stunden überwacht und haben Möglichkeit, sich etwas auszuruhen. Sie können sich gerne etwas zu lesen mitbringen.
Wichtig: Nach Verabreichung der Beruhigungsspritze ist der Patient nicht mehr fahrtauglich. Er sollte deshalb bei einer ambulanten Untersuchung möglichst eine Begleitperson dabei haben, die ihn dann nach Hause bringt.
Nach der Untersuchung ist solange Vorsicht bei Essen und Trinken geboten, bis die örtliche Betäubung im Rachen abgeklungen ist. Normalerweise dauert dies etwa ein bis zwei Stunden.
Indikationen:
- Abklärung lokaler Raumforderungen
- Stadienbestimmung von Tumoren des Ösophagus, Magens, Pankreas
- Tiefeninfiltrationsbestimmung (T-Stadien)
- Lymphknotenstatus (N- Stadien)
- Beurteilung regionaler Lympfknoten
- vor EMR (endoskopische Mucosaresektion) um die Eindringtiefe zu beurteilen
- MALT-Lymphom
- Abklärung submucöser Raumforderungen wie Lipom, Leiomyom, Varizen
- oder Impressionen von außen wie Zysten, Arterien
- Konkremente im Gallengang oder in der Gallenblase
- chronische Pankreatitis, zur Diagnosesicherung
- ggf. Pseudozystenpunktion / Drainage

- Schmerzen wahrscheinlich biliopankreatischen Ursprungs
Kontraindikationen:
- mit dem Endoskop unpassierbare Stenosen im Ösophagus
- schwere Gerinnungsstörungen
- unkooperativer Patient
Vorbereitung:
- Aufklärung und Einwilligung muss 24h vor der Untersuchung erfolgt und dokumentiert sein
- ggf. Verabreichung eines Antibiotikums bei vorgeschädigtem Herzen zur Endokarditisprophylaxe
- Nüchternheit
- aktuelle Laborwerte: Quick, PTT, BB,
- am Tag der Untersuchung kein Heparin s.c.
Risiken/Komplikationen
Komplikationen sind dank der fortlaufenden technischen Entwicklung und der großen Erfahrung eines gut ausgebildeten Untersuchers äußerst selten geworden. Die Endosonographie gilt heute als ungefährliche Untersuchungsmethode, auch für Patienten mit Herz- und Lungenkrankheiten. Vor einer Untersuchung wird über mögliche Gefahren und Risiken aufgeklärt:
- Denkbar sind Herz-Kreislaufreaktionen,
- Unverträglichkeitsreaktionen auf die verabreichten Medikamente,
- Zahnschädigung,
- Blutungen und Infektionen.
- Eine Verletzung oder gar Durchstoßung der Speiseröhren-/Magen-/Darmwand ist sehr selten, in Abhängigkeit von der vorliegenden Grunderkrankung.
- In noch selteneren Fällen muss dann notfallmäßig operiert werden oder andere, eingreifende Behandlungsmaßnahmen (z.B. Bluttransfusionen, Behandlung auf Intensivstation) ergriffen werden.
Wir zählen diese möglichen, wirklich sehr seltenen Komplikationen nicht auf, um Sie zu beunruhigen, sondern um Sie umfassend zu informieren.
Im Aufklärungsgespräch wird der Arzt Sie ausführlich über den geplanten Eingriff, diagnostische und therapeutische Maßnahmen sowie spezielle Risiken, Komplikationen und Folgemaßnahmen informieren. Sie werden Gelegenheit haben, Fragen zu stellen. Ferner erhalten Sie eine Broschüre und Einverständnisverklärung, die den Eingriff erklärt, Risiken und Komplikationen erläutert sowie einen Fragebogen enthält, der Ihre individuelle Risiken und Gefahrenquellen zusätzlich aufdecken soll (hinsichtlich Medikamenteneinnahme, Herz-Kreislauferkrankenungen, Allergien, Vorerkrankungen, etc.)
Computertomographie (CT)
Die Computertomographie ist eine schmerzlose, spezielle Röntgenuntersuchung (mit Kontrastmittelgabe), die den Körper Schicht für Schicht durchleuchtet und dadurch den genauen Sitz und die Größe des Tumors darstellen kann. Die genaue Tumorausbreitung und eventuell bestehende Metastasen, z.B. in der Leber, Lunge oder den Lymphknoten, können dadurch festgestellt werden.
CT-Kolonographie ("virtuelle Koloskopie")
Die Möglichkeit mit Hilfe eines CT Datensatzes eine CT Kolonographie - bzw. "virtuelle Koloskopie" wie die Untersuchung auch genannt wird - durchzuführen wurde vor ca. 10 Jahren erstmals beschrieben. In der Folgezeit wurde die CT Kolonographie im Zuge der Entwicklung der CT Geräte vom Ein-Reihen-Spiral-CT zu den Multi-Detektor-Reihen-Spiral CT mit 16 Zeilen oder mehr ständig weiterentwickelt. Es ist heute möglich, in kürzester Zeit (ca. 20s) einen Datensatz mit ca. 1000 Bildern zu erzeugen.
Zur Auswertung der CT-Daten kommen sowohl 2D- wie 3D-Verfahren zum Einsatz. Die wichtigsten 2D-Verfahren sind die Betrachtung der axialen Ausgangsbilder sowie die Anfertigung von multiplanaren Rekonstruktionen, mit denen beliebige Schnittführungen (z.B. koronar oder sagittal) berechnet werden können.
Zu den 3D Verfahren zählen bspw. die Darstellung des Darmes von Innen, also ein Einblick in den Dickdarm wie es die "normale" Endoskopie auch ermöglicht siehe Abbildung 1, Pfeil zeigt kleinsten Polyp).
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Abbildung1
Darüber hinaus ist es mit neuster Technologie möglich den Darm gewissermaßen "aufgeschnitten"darzustellen (siehe Abbildung 2, Pfeil zeigt kleinsten Polyp), so dass es möglich wird hinter die Darmfalten zu sehen, was mit der konventionellen Methode nicht möglich ist. Zudem ist es möglich störende Stuhlreste herauszurechnen.

Abbildung2
Momentan gibt es Forschungsprojekte, die evaluieren, ob möglicherweise ganz auf eine Darmreinigung vor der Untersuchung verzichtet werden kann.
Wenn man die Ergebnisse der bisher vorgelegten Studien in Hinblick auf Sensitivität und Spezifität der CT-Kolonographie mit dem derzeitigen Goldstandard, der konventionellen Endoskopie, vergleicht, muss einem klar sein, dass auch die konventionelle Endoskopie nicht mit Sensitivitäten und Spezifitäten von 100% aufwarten kann.
Die größte bisher durchgeführte Studie, die konventionelle Kolonoskopie mit der CT-Kolonographie vergleicht wurde von Pickhardt et al. in der Dezemberausgabe des "New England Journal of Medicine" 2003 publiziert. Es wurden über 1200 Patienten einer Niedrigrisikopopulation eingeschlossen. In diesem Vergleich war einer der beiden malignen Polypen, die mit der CT detektiert worden waren, der optischen Kolonoskopie entgangen. Die CT-Kolonographie war sowohl bei den adenomatösen Polypen über 10 mm wie über 8 mm sensitiver als die optische Kolonographie (10 mm: 93,8% CT gegenüber 87,5%; 8 mm: 93,3% CT gegenüber 91,5%; jeweils pro Patient). Insgesamt ist die CT-Kolonographie jedoch nicht als Alternative zur konventionellen Koloskopie sondern vielmehr als komplementäres Untersuchungsverfahren in der Tumorvorsorge zu verstehen. Beispielsweise ist es bei einigen Patienten nicht möglich den gesamten Dickdarm mit der Koloskopie einzusehen ("inkomplette Koloskopie"). Dies ist eine ideale Indikation zur Durchführung einer CT-Kolonographie um auch die zuvor nicht untersuchten Darmabschnitte trotzdem untersuchen zu können.
Gegenstand einer momentanen Studie, die Abteilung für Diagnostische Radiologie gemeinsam mit der Abteilung Innere I durchführt, ist die Verringerung der Strahlenexposition die den Patienten zugeführt wird. Erste Auswertungen deuten trotz geringerer Strahlenexposition auf sehr gute Resultate bezüglich der Bildqualität hin. Mit Hilfe dieser sog. "low-dose" Technik ist es möglich die Strahlenexposition pro Untersuchung um den Faktor 4 auf ca. 2,8 mSv zu senken. Dies entspricht ca. der Strahlendosis, die einem Menschen pro Jahr auf natürliche Weise (kosmische Strahlung etc.) zugeführt wird.
Durchflusszytometrie
Messung von zellulären Eigenschaften (Größe, Volumen, Absorption) von Einzellzellen einer Suspension in einem Messgerät (Vorbeiführen eines dünnen, zellhaltigen Flüssigkeitsstrahls an einem Laserstrahl).
Die Zellen können z. B. mit Antikörpern markiert und getrennt werden.
ERCP - (ERCP = Endoskopische retrograde Cholangio- und Pancreaticographie)
Was ist das Prinzip des Verfahrens
Bei der ERCP handelt es sich um ein endoskopisches Verfahren zur Untersuchung des Gallengangs und der Bauchspeicheldrüse. Gleichzeitig können während der ERCP therapeutische Eingriffe durchgeführt werden z.B. zur Entfernung von Gallensteinen oder zur Ableitung der Galleflüssigkeit bei Verengungen der Gallenwege.
Wann ist eine ERCP notwendig?
Diese Untersuchung wird bei Verdacht auf Verengungen oder Steine im Gallengang oder bei speziellen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse zur Diagnostik und Therapie durchgeführt. Wellenartig auftretende Schmerzen in der Magengegend oder im rechten Oberbauch, manchmal verbunden mit Übelkeit und Erbrechen, deuten auf eine Gallenkolik hin, das heißt es liegen Gallensteine entweder in der Gallenblase oder im Gallengang vor. Zuerst untersucht der Arzt die Gallenblase per Ultraschall und macht eine Blutuntersuchung. Eine ERCP wird durchgeführt, um die Lage der Gallensteine im Gallengang zu bestimmen und sie gegebenenfalls gleich zu entfernen. Tumorerkrankungen der Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege führen häufig zu einer Störung des Galleabfluss in den Dünndarm. Dies äussert sich durch eine Gelbfärbung der Haut verbunden mit einem Juckreiz, sowie durch eine dunkle Verfärbung des Urins und eine Entfärbung des Stuhlgangs. Bei Steinen oder Verengungen kann es zur bakteriellen Entzündung der Galleflüssigkeit kommen, so dass eine Ableitung der Galle und eine antibiotische Therapie erforderlich wird.
Die Abteilung Innere Medizin I am Universitätsklinikum Ulm ist auf diesen Eingriff spezialisiert und verfügt über die modernste Ausstattung für die Untersuchung und die Überwachung der Patienten. Durch die hohe Zahl an Eingriffen die jedes Jahr durchgeführt werden, verfügen die behandelnden Ärzte der Abt.Innere Medizin I über umfangreiche Erfahrungen. Unsere Endoskopie ist nach DIN-ISO 9001 zertifiziert, so dass alle Eingriffe nach höchsten Qualitätsstandards durchgeführt werden.
Durchführung
Der Bauchspeicheldrüsen-(=Pankreas-) und der Gallengang münden gemeinsam in den Zwölffingerdarm in der sogenannten Vaterschen Papille. Zur Untersuchung wird wie bei einer Magenspiegelung ein flexibles Endoskop über Mund, Speiseröhre und Magen bis zu dieser Papille im Zwölffingerdarm vorgeschoben. Anschließend wird über eine Sonde Röntgenkontrastmittel in den Gallen- und den Pankreasgang hineingespritzt, um hier Veränderungen mittels Röntgenaufnahmen erkennbar zu machen. Bei Engstellungen im Bereich der Papille oder bei Steinen bzw. Verengungen im Bereich dieser Gangsysteme kann mit einem kleinen elektrischen Schneidegerät die Papille so weit aufgeschnitten werden ('Papillotomie'), daß weiterführende Eingriffe möglich werden. Das Ziel dabei ist, Steine zu entfernen oder Engstellen zu überbrücken um einen Gallestau ('Gelbsucht') oder Schmerzen zu beseitigen. Sollten Gallengangssteine trotz Spaltung der Mündungsstelle zu groß für eine endoskopische Entfernung sein, muß eventuell zusätzlich eine Steinzerkleinerung mittels Ultraschall von außen (ESWL) erfolgen. Bis zur Durchführung der Ultraschallbehandlung wird das Gallesekret aus den aufgestauten Gallengängen mit einer langen Sonde über die Nase nach außen abgeleitet. Die zerkleinerten Steine können anschließend im Rahmen einer erneuten Endoskopie entfernt werden. Engstellen im Pankreas-/Gallengangsystem entstehen durch Entzündung oder Neubildungen. Diese können über einen Ballon aufgedehnt werden. Um Engstellen offen zu halten oder nach speziellen Eingriffen kann man ein xRöhrchenx (Stent) an bestimmte Stellen des Gallengangsystems einlegen. Dieses soll den problemlosen Abfluß der Gallen- bzw.Pankreasflüssigkeit gewährleisten.
Um die Untersuchung oder den Eingriff für Sie etwas angenehmer zu machen, wird üblicherweise eine Beruhigungsspritze gegeben.

Welche Risiken/Komplikationen hat das Verfahren?
Jeder Eingriff am Patienten und jede Untersuchungsmethode birgt die Gefahr von Komplikationen in sich. Dies ist auch bei endoskopischen Untersuchungen nicht auszuschließen, jedoch glücklicherweise sehr selten zu erwarten.
In einzelnen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen auf das Beruhigungsmittel bzw. Kontrastmittel sowie Herz-Kreislauf-Reaktionen auftreten. Durch die Untersuchung selbst kann es zu Entzündungen der Gallenwege oder der Bauchspeicheldrüse kommen, was u. U. eine stationäre Nachbehandlung erforderlich macht. Im Zusammenhang mit einer Spaltung der Papille können darüber hinaus Blutungen oder Verletzungen des Darmes auftreten. In sehr seltenen Fällen können auch Steine bei der Extraktion einklemmen und die Gallenwege verlegen. Solche Komplikationen können in besonders schweren und seltenen Fällen eine Operation erforderlich machen oder, durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, auch bis zur Lebensgefahr führen. Dennoch ist das Komplikationsrisiko der Untersuchung insgesamt als niedrig einzustufen, so daß sich das Verfahren sowohl in der Diagnostik als auch speziell in der Therapie von Erkrankungen der Gallenwege gegenüber primär operativen Verfahren weltweit durchgesetzt hat.
Wie verhalte ich mich nach der Untersuchung?
Nach der Untersuchung werden Sie für 2 Stunden auf unserer Aufwachstation/Tagesklinik überwacht. Anschliessend dürfen Sie nach Hause gehen. Da wir Ihnen für den Eingriff eine Beruhigungspritze verabreichen, dürfen Sie in den nächsten 24 Stunden kein Kraftfahrzeug steuern und keine Maschine bedienen. Lassen Sie sich also bitte nach Hause fahren.
Nach der Untersuchung dürfen Sie 2 Stunden nichts essen oder trinken. Am Abend der Untersuchung können Sie ein leichtes Mahl zu sich nehmen und trinken. Belastende, fette Speisen oder Alkohol sollten Sie unbedingt vermeiden. Sollten bei Ihnen nach der Behandlung Fieber oder Bauchschmerzen auftreten, kommen Sie bitte umgehend in unsere Klinik. Sollte die Endoskopie nicht besetzt sein, wenden Sie sich an die Notaufnahmestation (0731 500 24775).
Ist während der ERCP ein therapeutischer Eingriff wie z.B. eine Papillotomie erforderlich, werden wir Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit für 1-3 Tage stationär aufnehmen und überwachen.
FDG-PET/CT, F-18-PET, Skelettszintigraphie - Bösartige Knochen- und Weichteiltumore
Skelettszintigraphie
Die Skelettszintigraphie kann zum Ausschluss oder Nachweis von skip lesions und Knochenmetastasen eingesetzt werden.
FDG-PET/CT bei malignen Knochentumoren und Weichteilsarkomen
Die Aussagekraft der F-18 FDG-PET/CT ist etwa um 20-30% genauer als die sonstigen diagnostischen Staging-Untersuchungen. Zudem kann über die Stoffwechselaktivität der Tumormanifestationen auch nach der OP bzw. Chemo-/ Radiotherapie die eventuell noch vorhandene Restaktivität oder ein Wiederauftreten des Tumors früher und erheblich sicherer als mit der CT-Untersuchung beurteilt werden.
Indikationen der PET/CT mit F-18-FDG bei Knochen- und Weichteiltumoren
1. Primärstaging
Die FDG-PET bzw. PET/CT kann bei Erstdiagnose mit hoher Empfindlicheit die lokale Tumorausdehnung, Satellitenherde und entfernte Manifestationen (sog. Metastasen) entdecken. Die Intensität der FDG-Speicherung gibt wichtige Informationen hinsichtlich der Aggressivität des Primärtumors (Grading). PET/CT stellt weiterhin die empfindlichste Methode dar, um bei sekundären Knochentumoren (Metastasen) den Primärtumor zu lokalisieren.
2. Therapiekontrolle / Restaging
Die FDG-PET und die PET/CT werden zur Bestätigung des Therapieerfolgs (Restaging) eingesetzt. Insbesondere bei noch nachweisbaren Gewebe-vermehrungen (Resttumor) kann die FDG-PET/CT sicher zwischen vitalem und somit therapiebedürftigem Tumorgewebe und Narbe unterscheiden. Findet sich noch Resttumorgewebe bzw. zeigt sich ein Neuauftreten des Tumors (Rezidiv), so kann frühzeitig mit einer weiteren Therapie (z.B. Strahlentherapie, Hochdosis-chemotherapie) begonnen werden.
Literatur
- Schulte M, Brecht-Krauss D, Werner M, Hartwig E, Sarkar MR, Keppler P, Kotzerke J, Guhlmann A, Delling G, Reske SN. Evaluation of neoadjuvant therapy response of osteogenic sarcoma using FDG PET. J Nucl Med. 1999 Oct;40(10):1637-43.
- Schulte M, Brecht-Krauss D, Heymer B, Guhlmann A, Hartwig E, Sarkar MR, Diederichs CG, Von Baer A, Kotzerke J, Reske SN. Grading of tumors and tumorlike lesions of bone: evaluation by FDG PET. J Nucl Med. 2000 Oct;41(10):1695-701.
- Brenner W, Conrad EU, Eary JF. FDG PET imaging for grading and prediction of outcome in chondrosarcoma patients. Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2004 Feb;31(2):189-95.
FDG-PET/CT, F-18-PET, Skelettszintigraphie - Bronchialkarzinom
Skelettszintigraphie und F-18-PET
Die Skelettszintigraphie bzw. F-18-PET wird im Rahmen des Primärstagings und im Verlauf zum Nachweis bzw. Ausschluss von Knochenmetastasen eingesetzt.
FDG-PET/CT beim Bronchialkarzinom
Die Aussagekraft der F-18 FDG-PET/CT ist signifikant genauer als die sonstigen diagnostischen Staging-Untersuchungen. Zudem kann über die Stoffwechselaktivität der Tumormanifestationen auch nach der OP bzw. Chemo-/ Radiotherapie die eventuell noch vorhandenes vitales Tumorgewebe oder ein Wiederauftreten des Tumors früher und erheblich sicherer als mit der CT-Untersuchung nachgewiesen werden.
Indikationen der PET/CT mit F-18-FDG beim Bronchialkarzinom
1. Primärstaging
Die PET/CT-Untersuchung zeigt bei der Erstdiagnose (Primärstaging) mit einer hohen Genauigkeit die Ausbreitung der zuvor durch feingewebliche oder klinische Untersuchung gesicherten Erkrankung (Stadium, TNM-Klassifikation). Bereits mit der FDG-PET lassen sich Lymphknoten- und Fernmetastasen mit deutlich höherer Treffsicherheit als mit anatomisch basierter Bildgebung (CT, Kernspintomographie) nachweisen (1, 2, 3).
2. Zwischenstaging
Schon nach dem ersten oder zweiten Zyklus einer Chemotherapie, die üblicherweise in mehreren Zyklen durchgeführt wird, kann die PET/CT das Ansprechen der Erkrankung auf die Therapie darstellen (Zwischenstaging, 4). Ergebnisse von Studien mit großen Fallzahlen stehen jedoch noch aus, weshalb die Untersuchung keine Routine-Anwendung für das Zwischenstaging darstellt.
3. Restaging
Die PET und auch die PET/CT wird zur Bestätigung des Therapieerfolgs (Restaging) eingesetzt. Insbesondere bei noch nachweisbaren Gewebsvermehrungen (d.h. Resttumor) kann die FDG-PET/CT sicher zwischen vitalem, therapiebedürftigem Tumorgewebe und Narbe unterscheiden (5, 6). Eine Reihe von Studien hat gezeigt, dass eine unauffällige PET mit einer guten Langzeitprognose verbunden ist. Finden sich hingegen noch Reste bzw. zeigt sich ein Neuauftreten des Bronchialkarzinoms (Rezidiv), so kann frühzeitig mit einer weiteren Therapie (z.B. Strahlentherapie, Hochdosischemotherapie) begonnen werden.
Literatur
- Lardinois D, Weder W, Hany TF, Kamel EM, Korom S, Seifert B, von Schulthess GK, Steinert HC. Staging of non-small-cell lung cancer with integrated positron-emission tomography and computed tomography. N Engl J Med. 2003 Jun 19;348(25):2500-7.
- Pieterman RM, van Putten JW, Meuzelaar JJ, Mooyaart EL, Vaalburg W, Koeter GH, Fidler V, Pruim J, Groen HJ. Preoperative staging of non-small-cell lung cancer with positron-emission tomography. N Engl J Med. 2000 Jul 27;343(4):254-61.
- Reske SN, Kotzerke J. FDG-PET for clinical use. Results of the 3rd German Interdisciplinary Consensus Conference, "Onko-PET III", 21 July and 19 September 2000. Eur J Nucl Med. 2001 Nov;28(11):1707-23. Review.
- Weber WA, Petersen V, Schmidt B, Tyndale-Hines L, Link T, Peschel C, Schwaiger M. Positron emission tomography in non-small-cell lung cancer: prediction of response to chemotherapy by quantitative assessment of glucose use. J Clin Oncol. 2003 Jul 15;21(14):2651-7.
- Sasaki R, Komaki R, Macapinlac H, Erasmus J, Allen P, Forster K, Putnam JB, Herbst RS, Moran CA, Podoloff DA, Roth JA, Cox JD. [18F]fluorodeoxyglucose uptake by positron emission tomography predicts outcome of non-small-cell lung cancer. J Clin Oncol. 2005 Feb 20;23(6):1136-43.
- Vansteenkiste J, Fischer BM, Dooms C, Mortensen J. Positron-emission tomography in prognostic and therapeutic assessment of lung cancer: systematic review. Lancet Oncol. 2004 Sep;5(9):531-40. Review.
FDG-PET/CT, F-18-PET, Skelettszintigraphie - HNO-Karzinome
Skelettszintigraphie und F-18-Fluor-PET
Im Rahmen des Primärstagings und im Verlauf zum Restaging kann die Skelettszintigraphie bzw. die F-18-PET zum Nachweis bzw. Ausschluss von Knochenmetastasen eingesetzt werden.
PET/CT bei HNO-Tumore
1. Staging
Tumorbeurteilung in der Primärdiagnostik
Da mit PET/CT eine exakte Vermessung befallener Lymphknoten und so eine genaue Größenbestimmung möglich ist, kann das N1 (unilateral) vs. N2 (bilateral) und N3-Stadium (N3 > 6 cm) beim Nasopharynxkarzinom, beim Lippen-, Mundhöhlen- und Oropharynxkarzinom, beim Hypopharynxkarzinom und beim Larnxkarzinom differenziert werden.. Allerdings liegen zu diesen Fragestellungen Ergebnisse prospektiver Studien bisher nicht vor.
FDG PET wurde zum Primärtumornachweis, zur Primärtumorsuche bei CUP-Syndrom, zum N- und M-Staging, zur Therapiekontrolle, zum Nachweis des lokoregionären bzw. Fernmetastasen-Rezidivs eingesetzt. Obwohl FDG in Kopf-Hals-Tumoren intensiv angereichert wird, kommt dem Primärtumornachweis mit Ausnahme des CUP-Syndroms keine diagnostische Bedeutung zu, da wegen physikalischer Limitationen der PET ein T-Staging nicht möglich ist.
Bei Durchsicht der Literatur lassen sich vereinzelt Arbeiten finden, die sich mit der Präzision der PET/CT-Bildgebung in der Primär und Rezidivdiagnostik im Vergleich zum PET auseinandersetzen. Prospektive Studien mit größeren Fallzahlen, welche den Einfluss der PET/CT-Diagnostik im prätherapeutischen Setting oder im onkologischen Verlauf nach definitiver Primärtherapie beschreiben finden sich derzeit noch nicht.
2. Restaging
Zur Rezidivdiagnostik bzw. zum Nachweis residualer Tumormanifestationen nach Radio-/Chemotherapie fanden sich Sensitivitäten von 83-100% und Spezifitäten von 74-100%. Diese Ergebnisse unterscheiden sich nur unwesentlich von denjenigen kürzlich publizierter Metaanalysen mit Sensitivitäten von 80-100% und Spezifitäten von 64-90%. In der Rezidivdiagnostik erwies sich FDG PET im Methodenvergleich der üblichen konventionellen bildgebenden Technik in den meisten Studien als überlegen.
Die PET/CT Untersuchung zeigt bei ansteigendem Tumormarker oder unklarem Verdacht im Ultraschall oder der Computertomographie mit hoher Genauigkeit Ort und Ausdehnung z. B. eines Lokalrezidivs (das mit dieser Methode auch sicher von einer Narbe unterschieden werden kann) sowie Lymphknoten- oder Fernmetastasen (hier vor allem in der Leber und der Lunge). Dies kann dazu genutzt werden, im Falle eines Lokalrezidivs oder bei einer vorliegenden Metastasierung frühzeitig eine entsprechende Therapie einzuleiten.
Beurteilung in der cervikalen Lymphknoten im Primär-und Restaging
Die Halslymphknotendissektion erlaubt ein exaktes Lymphknotenstaging. Eine kürzlich publizierte Metaanalyse fand zum N-Staging mit FDG PET eine Sensitivität und Spezifität von 87-90% bzw. 80-83% Weitere prospektiver Studien zum primären Lymphknotenstaging bei Kopf-Hals Tumoren wiesen eine Sensitivität 67-90% und die Spezifität 82-100% bei insgesamt 437 untersuchten Patienten auf. Zum Vergleich sind Angaben zur Sensitivität und Spezifität der konventionellen bildgebenden Diagnostik Sonographie und CT - dargestellt. In den meisten Methodenvergleichsstudien, auch neuesten Datums, erwies sich FDG PET sensitiver als alternativ eingesetzte bildgebende Techniken zum Lymphknotenstaging bei Kopf-Hals Tumoren.
3. Therapieansprechen
PET/CT kann zur Ermittlung des Therapieerfolges eingesetzt werden, wenn z.B. eine Chemo- oder Strahlentherapie durchgeführt wurde. So kann frühzeitig ein Nichtansprechen des Tumors (Lokalrezidiv oder Metastasen) gesehen werden und ggf. eine Chemotherapie umgestellt werden.
4. Literatur
- Fukui MB, Blodgett TM, Snyderman CH, Johnson JJ, Myers EN, Townsend DW, Meltzer CC. Combined PET-CT in the head and neck: part 2. Diagnostic uses and pitfalls of oncologic imaging. Radiographics. 2005 Jul-Aug;25(4):913-30
- Freudenberg LS, Fischer M, Antoch G, Jentzen W, Gutzeit A, Rosenbaum SJ, Bockisch A, Egelhof T. Dual modality of 18F-fluorodeoxyglucose-positron emission tomography/computed tomography in patients with cervical carcinoma of unknown primary. Med Princ Pract. 2005 May-Jun;14(3):155-60
- Muylle K, Castaigne C, Flamen P. 18F-fluoro-2-deoxy-D-glucose positron emission tomographic imaging: recent developments in head and neck cancer. Curr Opin Oncol. 2005 May;17(3):249-53
- Zimmer LA, Snyderman C, Fukui MB, Blodgett T, McCook B, Townsend DW, Meltzer CC. The use of combined Pet/CT for localizing recurrent head and neck cancer: the Pittsburgh experience. Ear Nose Throat J. 2005 Feb;84(2):104, 106, 108-10
- Dammann F, Horger M, Mueller-Berg M, Schlemmer H, Claussen CD, Hoffman J, Eschmann S, Bares R. Rational diagnosis of squamous cell carcinoma of the head and neck region: coparative evaluation of CT, MRI; and 18FDG PET. AJR Am J Roentgenol. 2005 Apr;184(4):1326-31
- Koshy M, Paulino AC, Howell R, Schuster D, Halkar R, Davis LW. F-18 FDG PET-CT fusion in radiotherapy traetmen planning for head and neck cancer. Head Neck. 2005 Jun;27(6):494-502
- Syed R, Bomanji JB, Nagabhushan N, Hughes S, Kayani I, Groves A, Gacinovic S, Hydes N, Visvikis D, Copland C, Ell PJ. Impact of combined (18)F-FDG PET/Ctin head and neck tumors. Br J Cancer. 2005 Mar 28;92(6):1046-50
FDG-PET/CT, F-18-PET, Skelettszintigraphie - Kolorektale Karzinome
Skelettszintigraphie und F-18-Fluor-PET
Im Rahmen des Primärstagings und im Verlauf zum Restaging kann die Skelettszintigraphie bzw. die F-18-PET zum Nachweis bzw. Ausschluss von Knochenmetastasen eingesetzt werden.
PET/CT beim kolorektalen Karzinom
Die Genauigkeit der Staging und Restaging Aussage mit der PET/CT liegt bei etwa 90%. Damit liegt die Aussagekraft der F-18 FDG PET/CT bei kolorektalen Karzinomen um ca. 20% höher als die der normalerweise durchgeführten diagnostischen Untersuchungen. Daneben kann über die Stoffwechselaktivität der Tumorabsiedlungen z.B. auch nach Durchführung einer Chemo- oder Strahlentherapie das Therapieansprechen untersucht und ggf. die Therapie angepasst werden.
Indikationen der PET/CT mit F-18 FDG beim kolorektalen Karzinom
1. Staging
Selbst bei hochauflösender Bildgebung durch CT oder MRT können in einigen Fällen lokale Lymphknoten oder Fernmetastasen nicht detektiert werden. Die Ganzkörper-PET/CT ermöglicht in einer Untersuchung ein zuverlässiges Staging, hierdurch kann das operative Vorgehen und nachfolgende Radio-/Chemotherapie angepasst werden.
2. Restaging
Die PET/CT Untersuchung zeigt bei ansteigendem Tumormarker oder unklarem Verdacht im Ultraschall oder der Computertomographie mit hoher Genauigkeit Ort und Ausdehnung z. B. eines Lokalrezidivs (das mit dieser Methode auch sicher von einer Narbe unterschieden werden kann) sowie Lymphknoten- oder Fernmetastasen (hier vor allem in der Leber und der Lunge). Dies kann dazu genutzt werden, im Falle eines Lokalrezidivs oder bei einer vorliegenden Metastasierung frühzeitig eine entsprechende Therapie einzuleiten.
3. Therapieansprechen
PET/CT kann zur Ermittlung des Therapieerfolges eingesetzt werden, wenn z.B. eine Chemo- oder Strahlentherapie durchgeführt wurde. So kann frühzeitig ein Nichtansprechen des Tumors (Lokalrezidiv oder Metastasen) gesehen werden und ggf. eine Chemotherapie umgestellt werden.
Literatur
- Cohade C, Osman M, Leal J, Wahl RL. Direct comparison of (18)F-FDG PET and PET/CT in patients with colorectal carcinoma. J Nucl Med. 2003 Nov;44(11):1797-803.
- Schoder H, Larson SM, Yeung HW. PET/CT in oncology: integration into clinical management of lymphoma, melanoma, and gastrointestinal malignancies. J Nucl Med. 2004 Jan;45 Suppl 1:72S-81S.
- Staib L, Schirrmeister H, Reske SN, Beger HG. Is (18)F-fluorodeoxyglucose positron emission tomography in recurrent colorectal cancer a contribution to surgical decision making? Am J Surg. 2000 Jul;180(1):1-5.
FDG-PET/CT, F-18-PET, Skelettszintigraphie - Maligne hirneigene (neuroepitheliale) Tumoren
PET beim malignen Hirntumor
Zur Diagnostik von hirneigenen bösartigen Tumoren mit der PET werden radioaktiv markierte Aminosäuren (z.B. C-11-Methionin) und F-18-FDG eingesetzt.
C-11-Methionin
Hirntumore zeigen einen im Vergleich zum umliegenden normalen Hirngewebe deutlich gesteigerten Aminosäurestoffwechsel. Diese Eigenschaft wird mit der C-11-Methionin PET/CT bei der Primärdiagnostik niedrig und hochmaligner Gliome genutzt und zur Bestimmung des Biopsieortes bei V.a. Gliom eingesetzt. Daneben kann nach Durchführung einer Chemo- oder Strahlentherapie das Therapieansprechen abgeschätzt und ggf. die Therapie angepasst werden.
F-18-FDG
F-18-FDG wird im Falle eines Rezidivs bei hochgradig malignen Gliomen, der Erkennung der malignen Entdifferenzierung eines Gliomrezidivs und zur Bestimmung des Biopsieortes bei V.a. Gliom eingesetzt. Niedrig maligne Hirntumore zeigen im Vergleich zum umliegenden Hirngewebe nur eine geringe FDG-Mehrspeicherung.
Indikation der PET bei Hirntumoren
1. Beurteilung der Malignität (WHO Grad I-IV) eines Hirntumors
Mit der PET/CT kann die Malignität eines Hirntumors abgeschätzt werden. Hochgradig maligne Tumoren (WHO Grad III-IV) zeigen im Vergleich zu niedrig malignen (WHO Grad I-II) eine gesteigerte Aufnahme von F-18-FDG oder Aminosäuren. Niedrig gradige Astro- und Oligodendrogliomen zeigen häufig eine intensive Amiosäureaufnahme, so dass eine histologische Untersuchung des Tumors nicht ersetzt werden kann.
2. Bestimmung des Probeentnahmeortes (Biopsieortes) bzw. Therapieplanung
Die Übereinanderlagerung der PET- und Magnetresonanztomographie-Daten erlaubt eine genaue Bestimmung des günstigsten Biopsieortes mit Hilfe eines intraoperativ durch den Neurochirurgen eingesetzten Stereotaxiesystems, da mit der C-11-Methionin PET bzw. F-18-FDG-PET eine präzise Bestimmung der Lokalisation und Ausdehnung des Tumors erfolgen kann. Dies ermöglicht desweiteren eine genaue Planung einer Operation mit genauer Festlegung der Resektionsgrenzen wenn der Tumor operiert werden kann, zum anderen kann im Fall einer Strahlentherapie die Planung des Bestrahlungsvolumens optimiert werden.
3. Rezidivdiagnostik bei niedrig-malignen-Gliomen
Die C-11-Methionin PET wird bei allen Gliomen zur Unterscheidung zwischen einem Wiederauftreten des Hirntumors oder narbigen Veränderungen eingesetzt. Es wird mit einer hohen Genauigkeit das Ausmaß des erneuten Befalls abgebildet. Bei niedrig-malignen Gliomen, die im Laufe der Zeit entarten d.h. höher maligne Anteile entwickeln, kann die F-18-FDG-PET diese lokalisieren und so können zu einem möglichst frühen Zeitpunkt weitere Therapien (z.B. erneute OP, Strahlentherapie, Chemotherapie) eingeleitet bzw. optimiert werden.
4. Rezidivdiagnostik bei hochmalignen Gliomen
Die F-18-FDG PET/CT kann bei hochmalignen Gliomen zwischen einem Wiederauftreten des Hirntumors oder narbigen Veränderungen aufgrund einer Strahlentherapie/Chemotherapie unterscheiden. Auch hier können zu einem möglichst frühen Zeitpunkt weitere Therapien (z.B. erneute OP, Strahlentherapie, Chemotherapie) eingeleitet bzw. optimiert werden.
Literatur
- Braun V, Dempf S, Weller R, Reske SN, Schachenmayr W, Richter HP. Cranial neuronavigation with direct integration of (11)C methionine positron emission tomography (PET) data -- results of a pilot study in 32 surgical cases. Acta Neurochir (Wien). 2002 Aug;144(8):777-82
- Hustinx R, Pourdehnad M, Kaschten B, Alavi A. PET imaging for differentiating recurrent brain tumor from radiation necrosis. Radiol Clin North Am. 2005 Jan;43(1):35-47.
- Pirotte B, Goldman S, Massager N, David P, Wikler D, Lipszyc M, Salmon I, Brotchi J, Levivier M. Combined use of 18F-fluorodeoxyglucose and 11C-methionine in 45 positron emission tomography-guided stereotactic brain biopsies. J Neurosurg. 2004 Sep;101(3):476-83.
FDG-PET/CT, F-18-PET, Skelettszintigraphie - Malignes Lymphom (Hodgkin und Non-Hodgkin-Lypmphom)
PET/CT beim malignen Lymphom
Die Aussagekraft der F-18-FDG-PET/CT ist etwa um 10-20% genauer als die sonstigen diagnostischen Staging-Untersuchungen. Zudem kann über die Stoffwechselaktivität der Lymphomherde auch nach Chemo- und/oder Radiotherapie die eventuell noch vorhandene Restvitalität des Lymphomgewebes früher und sicherer als mit der CT-Untersuchung beurteilt werden.
Indikationen für die PET/CT mit F-18-FDG beim malignen Lymphom
1. Primärstaging
Die PET/CT-Untersuchung zeigt bei der Erstdiagnose (Primärstaging) mit einer hohen Genauigkeit die Ausbreitung (Stadium der Erkrankung) der zuvor durch feingewebliche oder klinische Untersuchung gesicherten Erkrankung. Abhängig vom Stadium (I-IV) werden spezielle Chemotherapien eingesetzt (aktuelle Protokolle unter www.lymphome.de).
2. Zwischenstaging
Schon nach dem ersten oder zweiten Zyklus einer Chemotherapie, die üblicherweise in mehreren Zyklen (Gabe alle 4 Wochen über eine Woche) durchgeführt wird, kann die PET/CT das Ansprechen der Erkrankung auf die Therapie darstellen (Zwischenstaging) und bei Nicht-Ansprechen sollte die Chemotherapie modifiziert werden.
3. Restaging
Die PET und auch die PET/CT wird zur Bestätigung des Therapieerfolgs (Restaging) eingesetzt. Insbesondere bei noch nachweisbaren Gewebsvermehrungen (d.h. Resttumor) durch bildgebende Verfahren an den bekannten Lymphommanifestationen kann F-18-FDG-PET/CCT sicher zwischen vitalem, therapiebedürftigem Lymphomgewebe und Narbe unterscheiden. Eine Reihe von Studien hat gezeigt, dass eine unauffällige PET mit einer sehr guten Heilungschance verbunden ist. Finden sich hingegen noch Reste bzw. zeigt sich ein Neuauftreten des Lymphoms (Rezidiv) so kann frühzeitig mit einer weiteren Therapie (z.B. Strahlentherapie, Hochdosischemotherapie) begonnen werden.
Literatur
- Juweid ME, Wiseman GA, Vose JM, Ritchie JM, Menda Y, Wooldridge JE, Mottaghy FM, Rohren EM, Blumstein NM, Stolpen A, Link BK, Reske SN, Graham MM, Cheson BD. Response Assessment of Aggressive Non-Hodgkin's Lymphoma by Integrated International Workshop Criteria and Fluorine-18-Fluorodeoxyglucose Positron Emission Tomography. J Clin Oncol. 2005 Apr 18; [Epub ahead of print]
- Reske SN. PET and restaging of malignant lymphoma including residual masses and relapse. Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2003 Jun;30 Suppl 1:S89-96.
- Schoder H, Larson SM, Yeung HW. PET/CT in oncology: integration into clinical management of lymphoma, melanoma, and gastrointestinal malignancies. J Nucl Med. 2004 Jan;45 Suppl 1:72S-81S.
- Schiepers C, Filmont JE, Czernin J. PET for staging of Hodgkin's disease and non-Hodgkin's lymphoma. Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2003 Jun;30 Suppl 1:S82-8.
FDG-PET/CT, F-18-PET, Skelettszintigraphie - Malignes Melanom
Wächterlymphknotenszintigraphie beim malignen Melanom
Die Wächterlymphknotenszintigraphie stellt die ableitenden Lymphbahnen in der Umgebung von malignen Melanomen und die zuerst vom Tumorgebiet versorgten Lymphknoten dar. Radioaktiv markierte Eiweißpartikel (Nanokolloid: 50-100µm) werden ins Unterhautgewebe injiziert und markieren den/die Wächterlymphknoten. Die Notwendigkeit der Untersuchung hängt von der Größe und den Eigenschaften des Tumors ab. Im Fall, dass es bereits zu einem Freisetzen von Tumorzellen in die Lymphbahnen gekommen ist, sind diese in diesem Wächterlymphknoten nachweisbar. Der Operateur kann diesen radioaktiv markierten Wächterlymphknoten mit einer speziellen Sonde aufsuchen und entfernen. Wenn sich in diesem Lymphknoten Tumorzellen zeigen, müssen sämtliche Lymphknoten in diesem Lymphknotenbecken (z.B. Achselhöhle oder Leiste) entfernt werden.
Skelettszintigraphie und F-18-PET beim malignen Melanom
Die Skelettszintigraphie bzw. F-18-PET wird im Rahmen des Primärstagings und im Verlauf zum Nachweis bzw. Ausschluss von Knochenmetastasen eingesetzt.
PET/CT beim malignen Melanom
Die Aussagekraft der F-18-FDG-PET/CT ist genauer als die sonstigen diagnostischen Staging-Untersuchungen und ermöglicht eine exakte Planung des weiteren Therapiemanagement (Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung). Zudem kann über die Stoffwechselaktivität der Metastasen auch nach Chemo- und/oder Radiotherapie die eventuell noch vorhandene Restvitalität der Metastasen früher und erheblich sicherer als mit der alleinigen CT-Untersuchung beurteilt werden.
Indikationen für die PET/CT mit F-18-FDG beim malignen Melanom
1. Primärstaging
Nachdem durch feingewebliche Untersuchung (Histologie) die Diagnose malignes Melanom gestellt wurde, ist eine intensive Diagnostik (Primärstaging) zur Beurteilung der Ausbreitung der Tumorerkrankung erforderlich, da vor allem eine frühzeitige operative Entfernung aller Metastasen (Lymphknoten oder Fernmetastasen) zu einer verbesserten Heilungschance führt. Dies erfolgt stadienabhängig, wobei insbesondere die Tumordicke (Eindringtiefe) eine Rolle spielt. Die PET/CT kann in einem Untersuchungsgang mit hoher Genauigkeit die Ausbreitung der Erkrankung darstellen. Mikrometastasen in Lymphknoten die ab einer Tumordicke von >0.75mm gehäuft beobachtet werden, entgehen auch der PET/CT, hier ist die Wächterlymphknotenbiopsie nach vorangehender Lymphabflussszintigraphie die Methode der Wahl.
2. Zwischenstaging
Bei primär nicht operablen Metastasen werden sogenannte adjuvante Chemotherapien oder Immuntherapien durchgeführt. Hier eignet sich die PET/CT zur Beurteilung des Ansprechens der Erkrankung auf die Therapie (Zwischenstaging) und bei Nicht-Ansprechen kann die Chemotherapie modifiziert werden (Protokolle unter www.krebsinfo.de/ki/empfehlung/melanom/).
3. Restaging
Die PET und auch die PET/CT wird zur Bestätigung des Therapieerfolgs (Restaging) eingesetzt. Insbesondere bei noch nachweisbaren Gewebsvermehrungen (d.h. Resttumor) durch bildgebende Verfahren an den bekannten Metastasenmanifestationen kann F-18-FDG-PET/CT sicher zwischen vitalem, therapiebedürftigem Resttumor und Narbe unterscheiden.
Literatur:
- 1Berman CG, Choi J, Hersh MR, Clark RA. Melanoma lymphoscintigraphy and lymphatic mapping. Semin Nucl Med. 2000 Jan;30(1):49-55.
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- Kaleya RN, Heckman JT, Most M, Zager JS. Lymphatic mapping and sentinel node biopsy: a surgical perspective. Semin Nucl Med. 2005 Apr;35(2):129-34.
- Kumar R, Alavi A. Clinical applications of fluorodeoxyglucose--positron emission tomography in the management of malignant melanoma. Curr Opin Oncol. 2005 Mar;17(2):154-9.
- Schoder H, Larson SM, Yeung HW. PET/CT in oncology: integration into clinical management of lymphoma, melanoma, and gastrointestinal malignancies. J Nucl Med. 2004 Jan;45 Suppl 1:72S-81S.
FDG-PET/CT, F-18-PET, Skelettszintigraphie - Mammakarzinom
Skelettszintigraphie
Die Skelettszintigraphie kann zum Ausschluss oder Nachweis von Knochenmetastasen erfolgen.
Wächterlymphknotenszintigraphie beim Mammakarzinom
Die Wächterlymphknotenszintigraphie stellt die ableitenden Lymphbahnen in der Umgebung des Primärtumors und die zuerst vom Tumorgebiet versorgten Lymphknoten dar. Radioaktiv markierte Eiweißpartikel (Nanokolloid: 50-100µm) werden ins Unterhautgewebe injiziert und markieren den/die Wächterlymphknoten. Die Notwendigkeit der Untersuchung hängt von der Größe und den Eigenschaften des Tumors ab. Im Fall, das es bereits zu einem Freisetzen von Tumorzellen in die Lymphbahnen gekommen ist, sind diese in dem oder den Wächterlymphknoten nachweisbar. Der Operateur kann diesen radioaktiv markierten Wächterlymphknoten mit einer speziellen Sonde aufsuchen und entfernen. Wenn sich in diesem Lymphknoten Tumorzellen zeigen, müssen leitlinienkonform alle axillären Lymphknoten entfernt werden.
FDG-PET/CT beim Mammakarzinom
Mit der F-18 FDG-PET/CT kann über die Stoffwechselaktivität der Tumor-Manifestationen auch nach der OP bzw. Chemo-/ Radiotherapie die eventuell noch vorhandene Restvitalität oder ein Wiederauftreten des Tumors früher und erheblich sicherer als mit der CT-Untersuchung beurteilt werden.
Indikationen der PET/CT mit F-18-FDG beim Mammakarzinom
Lokalrezidiv / Therapiekontrolle
Die FDG-PET und die PET/CT können präzise ein Lokalrezidiv erkennen, weshalb die Untersuchung zur Therapiekontrolle (Restaging) eingesetzt wird (1-4). Insbesondere bei noch nachweisbaren Gewebsvermehrungen kann die FDG-PET/CT sicher zwischen vitalem, therapiebedürftigem Tumorgewebe und Narbe unterscheiden. Findet sich noch Resttumorgewebe bzw. zeigt sich ein Neuauftreten des Mammakarzinoms (Rezidiv), so kann frühzeitig mit einer weiteren Therapie (z.B. Strahlentherapie, Hochdosischemotherapie) begonnen werden.
Literatur:
- Eubank WB, Mankoff DA, Takasugi J, Vesselle H, Eary JF, Shanley TJ, Gralow JR, Charlop A, Ellis GK, Lindsley KL, Austin-Seymour MM, Funkhouser CP, Livingston RB. 18fluorodeoxy-glucose positron emission tomography to detect mediastinal or internal mammary metastases in breast cancer. J Clin Oncol. 2001 Aug 1;19(15):3516-23.
- Wahl RL, Siegel BA, Coleman RE, Gatsonis CG; PET Study Group. Prospective multicenter study of axillary nodal staging by positron emission tomography in breast cancer: a report of the staging breast cancer with PET Study Group. J Clin Oncol. 2004 Jan 15;22(2):277-85.
- Reske SN, Kotzerke J. FDG-PET for clinical use. Results of the 3rd German Interdisciplinary Consensus Conference, "Onko-PET III", 21 July and 19 September 2000. Eur J Nucl Med. 2001 Nov;28(11):1707-23.
- Weir L, Worsley D, Bernstein V. The value of FDG positron emission tomography in the management of patients with breast cancer. Breast J. 2005 May-Jun;11(3):204-9.
FDG-PET/CT, F-18-PET, Skelettszintigraphie - Ösophaguskarzinom
Skelettszintigraphie und F-18-Fluor-PET beim Ösophaguskarzinom
Die Skelettszintigraphie bzw. F-18-PET wird im Rahmen des Primärstagings und im Verlauf zum Nachweis bzw. Ausschluss von Knochenmetastasen eingesetzt.
PET/CT beim Ösophaguskarzinom
Die Aussagekraft der Staging und Restaging Aussage mit der PET/CT liegt über den normalerweise durchgeführten diagnostischen Untersuchungen (CT und endoluminaler Ultraschall). Daneben kann über die Stoffwechselaktivität der Tumorabsiedlungen z.B. auch während oder nach Durchführung einer Chemo- oder Strahlentherapie das Therapieansprechen dokumentiert und ggf. die Therapie angepasst werden.
Indikationen der PET/CT mit F-18 FDG beim Ösophaguskarzinom
1. Staging
Selbst bei hochauflösender Bildgebung durch CT oder MRT können in einigen Fällen lokale Lymphknoten oder Fernmetastasen nicht detektiert werden. Die Ganzkörper-PET/CT ermöglicht in einer Untersuchung ein zuverlässiges Staging, hierdurch kann das operative Vorgehen und nachfolgende Radio-/Chemotherapie angepasst werden.
2. Therapieansprechen
PET/CT kann zur Ermittlung des Therapieerfolges auch schon in der Frühphase einer Chemotherapie eingesetzt werden. So kann frühzeitig ein Nichtansprechen des Tumors (Lokalrezidiv oder Metastasen) gesehen werden und ggf. eine Chemotherapie umgestellt werden.
3. Restaging
Die PET/CT Untersuchung zeigt bei ansteigendem Tumormarker oder unklarem Verdacht im Ultraschall oder der Computertomographie mit hoher Genauigkeit Ort und Ausdehnung z. B. eines Lokalrezidivs (das mit dieser Methode auch sicher von einer Narbe unterschieden werden kann) sowie Lymphknoten- oder Fernmetastasen (vor allem in der Leber und der Lunge). Dies kann dazu genutzt werden, im Falle eines Lokalrezidivs oder bei einer vorliegenden Metastasierung frühzeitig eine entsprechende Therapie einzuleiten.
Literatur
- Vrieze O, Haustermans K, De Wever W, Lerut T, Van Cutsem E, Ectors N, Hiele M, Flamen P. Is there a role for FGD-PET in radiotherapy planning in esophageal carcinoma? Radiother Oncol. 2004 Dec;73(3):269-75.
- Weber WA. Use of PET for monitoring cancer therapy and for predicting outcome. J Nucl Med. 2005 Jun;46(6):983-95.
- Weber WA, Ott K. Imaging of esophageal and gastric cancer. Semin Oncol. 2004 Aug;31(4):530-41.
- Wieder HA, Brucher BL, Zimmermann F, Becker K, Lordick F, Beer A, Schwaiger M, Fink U, Siewert JR, Stein HJ, Weber WA. Time course of tumor metabolic activity during chemoradiotherapy of esophageal squamous cell carcinoma and response to treatment. J Clin Oncol. 2004 Mar 1;22(5):900-8.
FDG-PET/CT, F-18-PET, Skelettszintigraphie - Pankreaskarzinom
FDG-PET/CT beim Pankreaskarzinom
Die Aussagekraft der F-18 FDG-PET/CT ist etwa um 30% genauer als die sonstigen diagnostischen Staging-Untersuchungen. Zudem kann über die Stoffwechselaktivität der Tumor-Manifestationen auch nach der OP bzw. Chemo-/ Radiotherapie die eventuell noch vorhandene Restaktivität oder ein Wiederauftreten des Tumors früher und erheblich sicherer als mit der CT-Untersuchung beurteilt werden.
Indikationen der PET/CT mit F-18-FDG beim Pankreaskarzinom
Lokalrezidiv / Therapiekontrolle
Die FDG-PET und die PET/CT können ein Lokalrezidiv erkennen, weshalb die Untersuchung zur Therapiekontrolle (Restaging) eingesetzt wird. Insbesondere bei noch nachweisbaren Gewebsvermehrungen kann die FDG-PET/CT zwischen vitalem, therapiebedürftigem Tumorgewebe und Narbe unterscheiden. Findet sich noch Resttumorgewebe bzw. ein Neuauftreten des Pankreaskarzinoms (Rezidiv), so kann frühzeitig mit einer weiteren Therapie (z.B. Hochdosischemotherapie) begonnen werden.
Literatur
- Ishimori T, Patel PV, Wahl RL. Detection of unexpected additional primary malignancies with PET/CT. J Nucl Med. 2005 May;46(5):752-7.
- Lyshchik A, Higashi T, Nakamoto Y, Fujimoto K, Doi R, Imamura M, Saga T. Dual-phase 18F-fluoro-2-deoxy-D-glucose positron emission tomography as a prognostic parameter in patients with pancreatic cancer. Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2005 Apr;32(4):389-97.
- Saisho H, Yamaguchi T. Diagnostic imaging for pancreatic cancer: computed tomography, magnetic resonance imaging, and positron emission tomography. Pancreas. 2004 Apr;28(3):273-8.
- Frohlich A, Diederichs CG, Staib L, Vogel J, Beger HG, Reske SN. Detection of liver metastases from pancreatic cancer using FDG PET. J Nucl Med. 1999 Feb;40(2):250-5.
- Stollfuss JC, Glatting G, Friess H, Kocher F, Berger HG, Reske SN. 2-(fluorine-18)-fluoro-2-deoxy-D-glucose PET in detection of pancreatic cancer: value of quantitative image interpretation. Radiology. 1995 May;195(2):339-44.
FDG-PET/CT, F-18-PET, Skelettszintigraphie - Prostatakarzinome
C-11-Cholin-PET/CT beim Prostatakarzinom
Indikationen der PET/CT mit 11C-Cholin beim Prostatakarzinom
1. Staging
Notwendigkeit der frühzeitigen Detektion regionaler Lymphknotenmetastasierung
Eine frühzeitige Detektion von erneuten Lokalrezidiven oder pelvinen Lymphknoten ist auch bei denjenigen Patienten notwendig, die bei radikaler Prostatektomie adjuvant strahlentherapiert wurden.
Da die 11C-Cholin PET/CT eine Ganzkörperuntersuchung darstellt, können pathologische Veränderungen sowohl in der Prostata, als auch in den Lymphknoten und anderen Organen (z.B. Knochen) festgestellt werden.
2. Restaging
Außer beim PSA-negativen PCA- Rezidiv, über welches in der Literatur nur selten berichtet wird ist bei allen Patienten mit einem Rezidiv bzw. Progress des PCA ein PSA-Anstieg nachweisbar. Ein unvollständiger PSA-Abfall nach radikaler Prostatektomie kann daher Hinweis auf eine nicht komplette Entfernung der Prostata oder Metastasierung des PCA´s sein. In diesen Fällen kann erst der postoperative PSA-Verlauf Aufschluss über ein mögliches Tumorrezidiv geben, zumal die bisher konventionellen diagnostischen Methoden eine geringe Spezifität aufweisen.
Im eigenen Patientengut konnte bei 124 Patienten, welche mit permanenter Brachytherapie Jod-125 therapiert wurden, innerhalb von 12 Monaten 7 histologisch gesicherte Lokalrezidive mittels einer Cholin PET/CT Untersuchung nachgewiesen werden.
Beim Restaging bietet die 11C-Cholin PET/CT bei ansteigendem PSA die Möglichkeit mit einer höheren Sensitivität als konventionelle bildgebende Verfahren ein Lokalrezidiv, Lymphknoten- oder Fernmetastasen (z.B. Knochen) festzustellen.
Skelettszintigraphie und F-18-Fluor-PET
Im Rahmen des Primärstagings und im Verlauf zum Restaging kann die Skelettszintigraphie bzw. die F-18-PET zum Nachweis bzw. Ausschluss von Knochenmetastasen eingesetzt werden.
Literatur
- Guidelines of the European Association of urology. www.uroweb.org, 2001.
- Kurhanewicz, J., et al., The prostate: MR imaging and spectroscopy. Present and future. Radiol Clin North Am, 2000. 38(1): p. 115-38, viii-ix.
- Pickett, B., et al., Use of magnetic resonance imaging and spectroscopy in the evaluation of external beam radiation therapy for prostate cancer. Int J Radiat Oncol Biol Phys, 2003. 57(2 Suppl): p. S163-4.
- Gauthier, S., et al., Positron emission tomography with [11C] choline in human subjects. Can J Neurol Sci, 1985. 12: p. 214.
- Blumstein, N., et al., Is 11 C-Choline PET/CT better than TRUS - guided biopsy for detection prostate cancer. Eur J Nucl Med, 2003. 30(214): p. S193.
- Blumstein, N., et al., Postoperative dilemma of rising PSA levels in patients with prostatectomy: valuation of 11C-Choline-PET/CT examination. Eur J Nucl Med, 2003. 30(213): p. S193.
- Blumstein, N., et al., Detection of local recurrence by means of 11C-Choline-PET/CT after radical prostatectomy. Eur J Nucl Med, 2003. 30(215): p. S194.
- de-Jong, I., et al., Viszualization of Prostate Cancer with 11C-Choline Positron Emission Tomography. European Urology, 2002. 42: p. 18-23.
- Messer, P.M., et al., Detection of local recurrence by means of 11-C-Choline-PET/CT after radical prostatectomy for conformal radiation therapy. Int J Radiat Oncol Biol Phys, 2003. 57(2 Suppl): p. S395.
- Kotzerke, J., et al., Intraindividual comparison of [11C]acetate and [11C]choline PET for detection of metastases of prostate cancer. Nuklearmedizin, 2003. 42(1): p. 25-30.
- de-Jong, I.J., et al., Preoperative staging of pelvic lymph nodes in prostate cancer by 11C-choline PET. J Nucl Med, 2003. 44(3): p. 331-5.
- Hara, T., N. Kosuka, and H. Kishi, PET imaging of prostate cancer using carbon-11-choline. J Nucl Med, 1998. 39: p. 990-995.
- Picchio, M., et al., Value of [11C]choline-positron emission tomography for re-staging prostate cancer: a comparison with [18F]fluorodeoxyglucose-positron emission tomography. J Urol, 2003. 169(4): p. 1337-40.
- Reske, S.N. and J. Kotzerke, FDG-PET for clinical use. Results of the 3rd German Interdisciplinary Consensus Conference, "Onko-PET III", 21 July and 19 September 2000. Eur J Nucl Med, 2001. 28(11): p. 1707-23.
FDG-PET/CT, F-18-PET, Skelettszintigraphie - Schilddrüsenkarzinom
Jodganzkörperszintigraphie
Zum Staging nach Operation eines differenzierten Schilddrüsenkarzinoms (papillär und follikulär) und als Verlaufskontrolle im Rahmen der onkologischen Nachsorge wird die J-131 oder J-123 Ganzkörperszintigraphie eingesetzt. Dies ist möglich, da die Schilddrüsenkarzinomzellen noch die Eigenschaft besitzen, genauso wie die normale Schilddrüsenzelle, Jod aufzunehmen und zu speichern. Es können so mit einer hohen Sensitivität und Spezifität Lokalrezidive, Lymphknoten und Fernmetastasen detektiert werden und dann wenn möglich operativ entfernt werden. Bei Inoperabilität ist die Radiojodtherapie mit J-131 die Therapie der Wahl. Medulläre und anaplastische Schilddrüsenkarzinome haben nicht die Fähigkeit Jod aufzunehmen (fehlender Natriumjodidsymporter).
Skelettszintigraphie und F-18-Fluor-PET beim Schilddrüsenkarzinom
Bei Metastasen die die Eigenschaft verloren haben Jod aufzunehmen ist die FDG-PET/CT dieser Untersuchung überlegen, da hier eine Ganzkörperdiagnostik mit der Möglichkeit der Darstellung von Knochen, Lymphknoten und Weichteilmetastasen durchgeführt wird. Eine Einschränkung sind knochenaufbauende (osteoblastische) Metastasen, bei denen die Skelettszintigraphie oder die F-18-Fluor-PET Untersuchung eine höhere Sensitivität als die F-18-FDG-PET/CT aufweisen.
PET/CT beim Schilddrüsenkarzinom mit verschiedenen Radiopharmaka
I-124
Ergänzend zur Jodganzkörperszintigraphie wird in Einzelfällen zur genauen Lokalisation von Metastasen im Rahmen des Restagings beim differenzierten Schilddrüsenkarzinom die I-124-PET/CT eingesetzt. I-124 (Halbwertszeit 4,15 Tage) wird genauso wie die anderen Jodisotope (I-123, I131) in die Schilddrüsenzellen aufgenommen.
F-18-FDG
Beim differenzierten Schilddrüsenkarzinom ist die F-18-FDG-PET/CT von nur eingeschränkter Aussagekraft, da die Karzinomzellen keinen erhöhten Glukosestoffwechsel im Vergleich zum umliegenden Gewebe aufweisen. Bei Schilddrüsenkarzinomen ohne Jodspeicherungsfähigkeit ist die Sensitivität der F-18-FDG-PET/CT in etwa zwischen 70 und 100%. Zur Darstellung dieser xentdifferenzierterx Schilddrüsenkarzinome sowie beim anaplastischen Schliddrüsenkarzinom mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) wird F-18 FDG eingesetzt. Die F-18-FDG-PET/CT kann therapieentscheidende wichtige Zusatzinformation geben und so bei Operabilität eine gezielte Operation ermöglichen. Daneben kann über die Stoffwechselaktivität der Tumorabsiedlungen z.B. auch nach Durchführung einer Chemo- (beim anaplastischen) oder Strahlentherapie das Therapieansprechen untersucht und ggf. die Therapie angepasst werden.
Ga-68-DOTATOC
Desweiteren wird ein Somatostatinrezeptorligand (Ga-68-DOTATOC; Halbwertszeit G-68: 67,8min) zur Lokalisationsdiagnostik eingesetzt. Etwa 60-70% der differenzierten Schilddrüsenkarzonome zeigen diese spezifischen Oberflächenrezeptoren (Somatostatinrezeptoren). Mit Y90-DOTATOC bietet sich eine spezifische Therapie bei Somatostatinrezeptorpositivität. Es werden wie bei der Somatostatinrezeptorszintigraphie mit In-111-Octreotid, die Rezeptorsubtypen 2 und 5 dargestellt. Die Somatostatinrezeptorszintigraphie ist ein anerkanntes Verfahren und erste Ergebnisse zeigen, dass die Ga-68-DOTATOC-PET vor allem auf Grund der deutlich höheren Auflösung und der zusätzlichen anatomischen Information der CT der Somatostatinrezeptorszintigraphie überlegen ist.
F-18-DOPA
Medulläre Schilddrüsenkarzinome unterscheiden sich von den anderen differenzierten Schilddrüsenkarzinomen durch die Eigenschaft biogene Amine (DOPA) aufzunehmen und in spezifischen Vesikeln zu speichern. Sie verhalten sich wie neuroendokrine Tumore. Mit der F-18-DOPA-PET/CT können so der Primärtumor, Lymphknoten- oder Fernmetastasen und in der Rezidivsituation, meist durch ansteigendes Calcitonin festgestellt, Lokalrezidive und Metastasen lokalisiert werden.
Literatur
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FISH
(engl.: fluorescence in-situ hybridisation) Markierung von bestimmten Zielstrukturen (z. B. DNA) mit spezifischen, fluoreszenz-markierten Sonden durch Anlagerung der Sonde an die passende DNA-Sequenz (Reissverschluß-Prinzip).
Histologie
Lehre vom Aussehen, Aufbau, Art und Funktion von biologischem Gewebe.
Methode: Das zu untersuchende Gewebe wird in Spezialharz eingebettet, in sehr dünne (1-3µm) Schnitte geschnitten, auf einen Glasobjektträger aufgezogen und mit speziellen Färbemethoden gefärbt. Diese Schnitte werden mit einem Mikroskop betrachtet und die Zellen beurteilt.
Die wichtigste Aufgabe besteht in der Beurteilung von Tumoren. Es können Fragen nach Gut- oder Bösartigkeit, Größe, Art und Ausbreitung geklärt werden.
Immunhistologie
Spezielle Färbemethode in der Histologie. Verschiedene Zellbestandteile, meist Eiweißstrukturen, werden mit spezifischen Antikörpern markiert und diese Antikörper durch verschiedene Markierungsmethoden sichtbar gemacht. Die Verteilung der Antikörper in unterschiedlichen Gewebetypen und Zelltypen, also die unterschiedliche, spezifische Anfärbbarkeit bestimmter Zellbestandteile hilft bei der Beurteilbarkeit und genaueren Klassifikation z. B. von Tumoren.
In-situ-Hybridisierung
Methode zum Nachweis von Nukleinsäuresequenzen (DNA) in Gewebeschnitten. Z. B. radioaktiv markierte DNA-Sonden lagern sich an passende DNA-Sequenzen (Hybridisierung) an und machen diese im Gewebe sichtbar (z. B. Nachweis von Viren). Die DNA kann direkt am Gewebsschnitt (in situ) nachgewiesen werden, ohne dass eine DNA-Extraktion aus dem Gewebe notwendig ist.
Kernspintomographie (MRT = Magnetresonanztomographie)
Die MRT ist keine Röntgenuntersuchung, sondern beruht auf Magnetfeldwirkungen. Sie ist ein sehr genaues Diagnostikverfahren um die Ausbreitung eines Tumors zu erkennen. Durch die hohe Bildauflösung ist auch die Darstellung von kleinen Strukturen möglich.
FDG-PET/CT, F-18-PET, Skelettszintigraphie - Zervixkarzinom
Skelettszintigraphie und F-18-Fluor-PET
Im Rahmen des Primärstagings und im Verlauf zum Restaging kann die Skelettszintigraphie bzw. die F-18-PET zum Nachweis bzw. Ausschluss von Knochenmetastasen eingesetzt werden.
PET/CT beim Zervixkarzinom
Unter dem Aspekt der Kurabilität im Stadium I mit einer 5-JÜR von 80 100% und FIGO II 60% - 75 % ist nicht nur die Größe des Primärtumores, sondern auch unter dem operativen Aspekt die Ausdehnung der lymphogenen Metastasierung der wichtigste Prognosefaktor.
Indikationen der PET/CT mit F-18 FDG beim Zervixkarzinom
1. Staging
Die Bestimmung des präoperativen Lymphknotenstatus hat einen wesentlichen Einfluß auf das therapeutische Management hat. Die PET/CT-Untersuchung leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag, da die präoperative Erfassung der paraaortalen Lymphknotenmetastasen beim CT bei nur bei 75 % (Sensivität) und 81% (Spezifität) liegt. Die alleinige PET-Untersuchung weist eine hohe Sensivität (91%) und Spezifität (100%) im Gegensatz zu der MRT (71% vs. 83%) auf und bietet als Kombinationuntersuchung (18F-FDG-PET/CT) bezüglich des Lymphknotenstagings aufgrund der exakten anatomischen Zuordnung der pathologischen Lymphknoten wesentliche Vorteile für den Operateur oder Strahlentherapeuten.
2. Restaging
Das Rezidiv des Zervixkarzinomes tritt in etwa 35 % der Fälle auf. Bei 20 % der Patientinnen lassen sich zum Zeitpunkt des Rezidives bereits Fernmetastasen nachweisen.
Um in Abhängigkeit von der Lokalisation des Lokalrezidives und von der Anzahl und Lokalisation der regionären Lymknoten ein rationales Therapieregime zu wählen ist die 18FDG-PET/CT-Untersuchung als Ganzkörperuntersuchung indiziert:
Zu unterscheiden ist zwischen einem zentralem Rezidiv, einem Beckenwandrezidiv und einem paraaortalen Lymphknotenrezidiv. 50% der Rezidive treten im parametranen Gewebe und an der Beckenwand und 30% - 40% im Zentrum des Beckens auf. In 37.5 % der Fälle finden sich Rezidive an verschiedenen Körperstellen gleichzeitig.
3. Therapieansprechen
PET/CT kann zur Ermittlung des Therapieerfolges eingesetzt werden, wenn z.B. eine Chemo- oder Strahlentherapie durchgeführt wurde. So kann frühzeitig ein Nichtansprechen des Tumors (Lokalrezidiv oder Metastasen) gesehen werden und ggf. eine Chemotherapie umgestellt werden.
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- Park W, Park YJ, Huh SJ, Kim BG, Bae DS, Lee J, Kim BH, Choi JY, Ahn YC, Lim do H.
Knochenmarkuntersuchung
Die Knochenmarkuntersuchung ist für die Diagnose einer akuten Leukämie von entscheidender Bedeutung. Hierzu wird in örtlicher Betäubung des Beckenkamms Knochenmarkblut zur mikroskopischen Untersuchung sowie zur Analyse mittels weiterer Spezialverfahren (durchflußzytometrische, molekular- und zytogenetische Untersuchung) entnommen.
Laboruntersuchungen
Blut und Urin werden analysiert. Die Blutuntersuchungen geben Aufschluss über den Allgemeinzustand und bestimmte Organfunktionen des Patienten. Veränderungen im Blut wie Blutarmut, Veränderung der Bluteiweiße, Erhöhung des Kalziumspiegels und bestimmter Enzyme oder eine erhöhte Blutkörperchensenkung können Hinweise auf eine Tumorerkrankung sein.
Mammographie
Was ist eine Mammographie?
Die Mammographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust. "Mamma" ist der lateinische Name für die weibliche Brust. "Graphie" kommt aus dem Griechischen und kann mit Aufzeichnung oder auch Darstellungsverfahren übersetzt werden.
Wie funktioniert eine Mammographie?
Bei einer Mammographie produziert eine Röntgenröhre Röntgenstrahlen. Die Röntgenröhre besteht aus einer Glühkathode und einer Anode. Durch Anlegen einer Spannung zwischen Kathode und Anode werden die aus der Glühkathode austretenden Elektronen in Richtung Anode beschleunigt. Die Elektronen prallen nun auf die Anode auf. Dabei entsteht Röntgenstrahlung. Das zu untersuchende Gewebe, in diesem Fall die Brust, wird zwischen Röntgenröhre und Röntgenfilm positioniert. Die Röntgenstrahlung, die durch das Gewebe durchtritt, schwärzt nun den Röntgenfilm. Damit erhält der Arzt das Röntgenbild.
Bei der Mammographie wird eine Molybdän-Anode benutzt, mit welcher Weichteilstrahlung erzeugt wird. Mit dieser wird das Brustdrüsengewebe besonders gut sichtbar gemacht. Der Arzt kann auf diese Weise feine Unterschiede in der Dichte und Zusammensetzung des Gewebes erkennen. Selbst winzige Verkalkungen (Mikrokalk), die häufig ein erster Hinweis für Brustkrebs sind, können nachgewiesen werden.
Wozu dient die Mammographie?
Die Mammographie dient der Brustkrebs-Früherkennung. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
In folgenden Fällen wird eine Mammographie erstellt:
- Bei einem Knoten in der Brust
- Bei einer Verhärtung der Brust oder von Teilen der Brust
- Bei tastbar vergrößerten Lymphknoten in der Achselhöhle
- Bei erhöhtem Risiko für Brustkrebs: Das besteht bei eigener Krebserkrankung, Krebsvorstufen oder Brustkrebs in der Familie.
In vielen europäischen Ländern wird Frauen zwischen 50 und 69 Jahren die kostenlose Teilnahme am Mammographie-Screening angeboten. Diese Vorsorgeuntersuchung wird seit 2003 als Modell auch in einigen Regionen in Deutschalnd angeboten. Die Mammographie zur Abklärung von Symptomen und bei besonderen Risiken wird von der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt.
Wie läuft die Mammographie ab?
Die weibliche Brust, gegebenenfalls auch die männliche Brust, wird zwischen Röntgenröhre und Filmtisch gelegt und vorsichtig zusammengedrückt. Dabei ist die Bildqualität umso besser und die Strahlenbelastung um so geringer, je mehr die Brust komprimiert wird. Dieses Zusammendrücken empfinden die meisten Patientinnen als unangenehm und schmerzhaft.
Von jeder Brust werden in der Regel zwei Bilder angefertigt. Bei unklaren Veränderungen können mehr Bilder nötig sein.
Anschließend beurteilt der Arzt die Bilder.
Welche Komplikationen können durch die Mammographie auftreten?
Die Strahlenbelastung für den Brustdrüsenkörper ist durch technische Entwicklungen deutlich gesunken. Ein möglicher Zusammenhang zwischen der Entstehung von Brustkrebs und der Mammographie ist bisher nicht nachgewiesen. Dabei darf außerdem nicht vergessen werden, dass die Heilungschancen von Brustkrebs mit Hilfe der Früherkennung durch die Mammographie deutlich gestiegen sind
Welche anderen Untersuchungsmöglichkeiten bestehen?
Wichtig ist die regelmäßige Selbstuntersuchung - das Abtasten - der Brust. Auch bei der gynäkologischen Untersuchung tastet der Arzt die Brust auf verdächtige Veränderungen ab.
Eine weitere Methode zur Brustuntersuchung bietet die Ultraschall-Untersuchung (Sonographie). Sie ist praktisch gefahrlos, ist aber nicht geeignet zur alleinigen Früherkennung von Brustkrebs, sondern ergänzend zur Mammographie.
Die Kernspin-Tomographie (MRT, Magnet-Resonanz-Tomographie) ist zum Erkennen von gut- oder bösartigen Tumoren geeignet. Sie ist allerdings eher eine Zusatzuntersuchung zur Mammographie, da sich die Mammographie bei der Früherkennung besser bewährt hat.
Außerdem kann eine Feinnadelbiopsie durchgeführt werden. Dabei punktiert der Arzt eine tastbare Veränderung mit einer dünnen Hohlnadel. Durch vorsichtige Bewegung der Nadel werden Zellen im Bereich des verdächtigen Brustgewebes entnommen und untersucht. Wird eine dickere Nadel dazu benutzt, so gewinnt der Arzt einen Gewebezylinder. Man spricht dann von einer Stanzbiopsie.
Die sonographisch (ultraschall) gesteuerte Stanzbiopsie ist eine hervorragende Methode zur feingeweblichen Abklärung von tastbaren und nicht tastbaren Veränderungen in der Brust. Sie hat die früher häufig durchgeführte Feinnadelbiopsie aufgrund besserer Ergebnisse abgelöst. Bei der Stanzbiopsie handelt es sich um ein Verfahren, dass ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird.
Mit Hilfe der Vakuumbiopsie können Veränderungen wie Mikroverkalkungen, die nur mamographisch sichtbar sind, ebenfalls ambulant und unter örtlicher Betäubung durch Entnahme mehrerer Gewebszylinder abgeklärt werden
Molekularbiologie
Lehre von Aufbau, Funktion und Wechselwirkung von Atomen und Molekülen "des Lebens". Die Molekularbiologie erforscht mit unterschiedlichen Methoden (z. B. PCR, Hybridisierung) z. B. die Sequenz des menschlichen Erbguts (DNA) oder die Wirkungsweise von Proteinen.
Oberbauchsonographie
Was ist das Prinzip des Verfahrens?
Ultraschallwellen werden mittels eines Ultraschallkopfes in den Körper des Patienten eingebracht. Durch die Reflexion der Schallwellen aus dem Körper des Patienten können Rückschlüsse auf Krankheitszustände und Organveränderungen gezogen werden.
Indikation / was erreicht das Verfahren, wozu wird es durchgeführt?
Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Oberbauchorgane ist eine bei vielfältigen Fragestellungen mögliche Untersuchungsmethode. Im Gegensatz zu den meisten radiolologischen bildgebenden Verfahren kommt die Sonographie ohne Strahlenbelastung für den Patienten aus. Sie kann beliebig oft wiederholt werden. Allerdings ist die Untersuchungsmethode stärker als andere Verfahren von der Erfahrung des Untersuchers abhängig.
Vorbereitung / was muß bedacht werden?
Um eine gute Aussagekraft zu gewährleisten, sollte der zu untersuchende Patient nüchtern sein (Ausnahme Notfallindikationen).
Bei der Untersuchung insulinpflichtiger (an einer Zuckerkrankheit leidender) Patienten bitten wir dies ausdrücklich zu erwähnen, um so einen frühen Untersuchungszeitpunkt zu gewährleisten.
Wenn im Rahmen früherer Ultraschalluntersuchungen eine starke Überlagerung der Oberbauchorgane durch Darmgas aufgefallen war, ist es empfehlenswert vor erneuten Untersuchungen vorbeugend entblähende Medikamente (z.B. Lefax® oder Sab simplex®) einzusetzen.
Durchführung
Die Durchführung einer Oberbauch-Ultraschalluntersuchung erfordert im Durchschnitt ca. 15-20 Minuten. Um ein ausreichendes Eindringen der Schallwellen zu ermöglichen, muß Ultraschallgel eingesetzt werden, das weitgehend aus Wasser besteht und nur in seltensten Fällen leichte allergische Hautreaktionen auslösen kann. Ultraschallgel ist erforderlich, um ein Eindringen der Ultraschallwellen in den Körper zu ermöglichen.
Welche Risiken / Komplikationen hat das Verfahren?
Die Ultraschall-Untersuchung der Oberbauchorgane ist für den Patienten völlig unschädlich und frei von Nebenwirkungen. Dadurch ist die Ultraschalltechnik auch zur Untersuchung von Frauen in der Schwangerschaft geeignet. Eine Aufklärung vor einer Untersuchung ist nicht erforderlich.
Wie verhalte ich mich nach der Untersuchung?
Besondere Maßnahmen sind nach einer Oberbauch Ultraschall Untersuchung nicht zu beachten oder erforderlich.
Neuroendokrine Tumore
PET/CT bei neuroendokrinen Tumoren mit verschiedenen Radiopharmaka
Ga-68-DOTATOC
Ein Somatostatinrezeptorligand (Ga-68-DOTATOC; Halbwertszeit G-68: 67,8min) wird zur Lokalisationsdiagnostik eingesetzt. Hiermit können spezifische Oberflächenrezeptoren (Somatostatinrezeptoren), die bei GEP-NET vorkommen, dargestellt werden. Es werden wie bei der Strandardmethode, der Somatostatinrezeptorszintigraphie mit In-111-Octreotid, die Rezeptorsubtypen 2 und 5 dargestellt. Die Somatostatinrezeptorszintigraphie ist ein anerkanntes Verfahren und erste Ergebnisse zeigen, dass die Ga-68-DOTATOC-PET vor allem auf Grund der deutlich höheren Auflösung und der zusätzlichen anatomischen Information der CT dieser Standardmethode überlegen ist.
F-18-FDG und F-18-DOPA
Zur Darstellung der Verteilung von neuroendokrinen Tumoren mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) wird des weiteren F-18-FDG eingesetzt. F-18-FDG ist dann ein sinnvolles Diagnostikum, wenn im Vorfeld durch feingewebliche Untersuchungen oder durch die Ausbreitung des Tumors der Verdacht eines entdifferenzierten Tumors mit einer hohen Zellteilungsrate besteht.
Auf Grund einer spezifischeren Darstellung wird ein Aminprekursor (F-18-DOPA) eingesetzt. Mit F-18-DOPA nutzt man die biologische Eigenschaft neuroendokriner Tumore vermehrt biogene Amine aufzunehmen und dann in spezifischen intrazellulären Speichern (Vesikeln) anzureichern.
NET zeigen im Vergleich zu dem umliegenden normalen Gewebe eine Aufnahme des Aminpräkursors F-18-DOPA und so lassen sich selbst kleinste Metastasen oder auch der Primärtumor sicher darstellen. Bei entdifferenzierten NET wird die biologische Eigenschaft der erhöhten Glukoseutilisationsrate im Vergleich zum umliegenden Gewebe genutzt.
Indikation der Ga-68-DOTATOC-PET/CT
Zur Beurteilung ob eine Therapie mit einem Somatostatinanalogon (z.B. Sandostatin oder eine Radiopeptidtherapie mit Y-90-DOTATOC) erfolgversprechend ist, wird ebenso wie zur Therapieverlaufskontrolle die Ga-68-DOTATOC PET/CT eingesetzt.
Indikationen der PET/CT mit F-18-FDG bei neuroendokrinen Tumoren
Entdifferenzierte Tumore
Die F-18-FDG-PET/CT ist bei NET nur bei entdifferenzierten Karzinomen aussagekräftig, da gut differenzierte NET häufig eine kaum erhöhte Glukoseutilisation im Vergleich zum umliegenden Gewebe zeigen.
Indikationen der PET/CT mit F-18-DOPA bei neuroendokrinen Tumoren
1. Primärstaging
Die PET/CT-Untersuchung zeigt bei der Erstdiagnose (Primärstaging) mit einer hohen Genauigkeit die Ausbreitung (Stadium der Erkrankung) der zuvor durch feingewebliche oder klinische Untersuchung gesicherten Erkrankung. Da außer der chirurgischen Resektion derzeit keine etablierten Therapieverfahren die zu einer kompletten Heilung führen existieren, ist neben einer frühzeitigen Diagnose, eine frühzeitige Beurteilung der Operabilität für die Patienten von großem Nutzen. Durch die integrierte PET/CT ist dies in einem Untersuchungsgang möglich. Nicht-chirurgische Verfahren wie die medikamentöse, radiotherapeutische oder sogar die sog. lokal ablative Behandlung führen bestenfalls zu einer Tumorgrößenverringerung. Eine Chemotherapie sollte nur bei den relativ seltenen primitiven sog. anaplastischen neuroendokrinen Tumoren und neuroendokrinen Tumoren der Bauchspeicheldrüse und der Lunge zum Einsatz kommen. In manchen Fällen konnte erst durch die F-18-DOPA-PET/CT die exakte Lokalisation und dann die nachfolgende chirurgische Intervention durchgeführt werden.
2. Krankheitsverlauf
Die einzelnen NET haben jeweils spezifische Tumormarker, die im Blutserum bestimmt werden können (z.B. medulläres Schilddrüsenkarzinom: Calcitonin). Eine Auflistung findet sich unter www.neuroendokrine-tumore.de/index.html . Erhöhte Tumormarker zeigen ein Lokalrezidiv oder eine Metastasierung der Grunderkrankung und mit F-18-DOPA-PET/CT oder auch G-68-DOTATOC-PET/CT besteht die Möglichkeit diesen Krankheitsprogress zu lokalisieren und je nach Ausdehnung eine erneute chirurgische Intervention oder alternative Behandlungen gezielt einzusetzen.
Literatur:
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PCR
(engl.: polymerase chain reaction) Polymerasekettenreaktion
Methode zur Vervielfältigung ausgesuchter DNA-Sequenzen (Faktor 230).
Das Verfahren ist möglich durch den Einsatz eines temperaturabhängigen Enzyms. Diese TAQ-Polymerase katalysiert temperaturabhängig verschiedene Reaktionsschritte: das Anlagern der Anfangssequenz, der Verlängerung der DNA und das Trennen des Produkts in zwei DNA-Stränge zur erneuten Verdopplung.
Das gewonnene DNA-Produkt ist Ausgangspunkt für viele weitere Methoden. Es kann in Bakterien und Hefen eingeführt werden um z. B. Proteine herzustellen (z. B. Insulin), das DNA-Produkt kann sequenziert werden ("Lesen" des menschlichen Erbguts) oder, wird RNA vervielfältigt, die Funktionen von Zellen bestimmt etc.
PEG
Eine sog. PEG-Sonde (Perkutane endoskopische Gastrostomie) ist eine Magensonde, die durch die Bauchdecke direkt in den Magen eingeführt wurde. Sie dient der künstlichen Ernährung von Patienten, die nicht mehr selbst schlucken oder aus anderen Gründen keine Nahrung auf herkömmlichem Wege aufnehmen können. Eine PEG-Sonde ist ein elastischer Kunststoffschlauch, der im Rahmen einer Gastroskopie (Magenspiegelung) gelegt wird. PEG oder perkutane endoskopische Gastrostomie heißt wörtlich etwa: durch die Haut nach innen schauend angebrachter Magen-Mund. Die PEG-Sonde ermöglicht eine künstliche Ernährung mit Sondennahrung. Da die Ernährung über den Magen-Darm-Trakt erfolgt, wird die Ernährung über PEG auch als enterale Ernährung bezeichnet.
Positronen-Emissions-Tomographie (PET)
Die PET-Untersuchung ist eine Schichtszintigraphie bei der durch radioaktiv markierten Traubenzucker (in die Blutbahn gespritzt) die Stoffwechselaktivität, die bei bösartigen Tumoren meistens erhöht ist, gemessen wird. Dadurch können Tumore sichtbar gemacht werden.
FDG-PET/CT
Zur Ausbreitungsdiagnostik der meisten bösartigen Tumoren (Karzinomen) wird bei der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ein mit dem Positronenstrahler F-18 (physikalische Halbwertszeit 110 min) markiertes Analogon der Glukose (F-18 Fluordesoxyglukose: F-18 FDG) eingesetzt. Karzinome und deren Metastasen (in den Lymphknoten, im Knochen, in der Lunge und in den inneren Organen) zeigen einen im Vergleich zum umliegenden normalen Gewebe deutlich gesteigerten Glukosestoffwechsel. Diese biologische Eigenschaft nutzt die PET mit F-18 FDG zur Beurteilung der Ausbreitung des Tumors bei der Diagnose (Staging), im Falle eines Rezidivs, sowie auch bei Lymphknoten- oder Organ- (z.B. Leber, Lunge, Hirn) bzw. Knochenmetastasen. Bei der PET/CT wird zusätzlich zu der Positronen-Emissions-Tomographie ein kontrastmittelverstärktes CT, ein sog. diagnostisches CT durchgeführt, so dass eine zusätzliche CT Untersuchung nicht notwendig ist.
Skelettszintigraphie (Knochenszintigraphie) und F-18-Fluor-PET
Die Skelettszintigraphie bzw. F-18-Fluor-PET (mit radioaktiv markiertem Phosphonaten bzw. mit radioaktiv markiertem Fluor) stellt in einer Untersuchung den Knochenstoffwechsel im gesamten Skelettsystem dar. Knochenmetastasen zeigen in der Frühphase keine morphologischen Veränderungen, d. h. Veränderungen die mit konventionellen Röntgenaufnahmen zu erkennen sind, sondern zunächst metabolische Veränderungen. Diese lassen sich in der Skelettszintigraphie oder F-18-PET darstellen.
Sonographie (Ultraschalluntersuchung)
Die Sonographie ist eine schmerzlose und strahlungsfreie Untersuchung zur Feststellung eines Tumors. Hierbei kann im Prinzip eine Ausbreitung des Tumors in andere Organe oder bereits vorhandene Metastasen (Tumorabsiedlungen), z. B. in der Leber, festgestellt werden.
Sonographisch gesteuerte Feinnadelpunktion - Cutting Needle Biopsie
Was ist das Prinzip des Verfahrens?
Durch Ultraschall gesteuert Raumforderungen im Körper zu punktieren und Gewebe oder Zellen aus diesen Arealen zu entnehmen.
Indikation / was erreicht das Verfahren, wozu wird es durchgeführt?
Eine Feinnadelpunktion dient zur Gewinnung von Zellen oder Geweben (Cutting-needle) und zur Abklärung unklarer Raumforderungen insbesondere von Leber und Pankreas, die sonographisch gesteuert punktiert werden können.
Vorbereitung / was muß bedacht werden?
Der zu punktierende Patient muß nüchtern sein (ca. 10-12 Stunden vor der Punktion kein Essen und Trinken). Es muß eine ausreichende Gerinnungssituation vorliegen. Neben einer ausreichenden Thrombozytenzahl (>100.000) sollte der Quickwert mindestens 70% betragen. Dies trifft in verstärktem Maße für elektive Untersuchungen zu. Der zu punktierende Patient muß spätestens am Vortag über die Untersuchung sowie mögliche Komplikationen aufgeklärt worden sein und hat dies durch seine Unterschrift bestätigt. Sind die nachfolgend aufgezählten Situationen gegeben dann kann eine Punktion nicht durchgeführt werden.
- fehlende therapeutische Konsequenz
- Schlechte Blutgerinnung (Koagulopathie) Quick <70%, Thrombo <100.000
- Kein sicherer Punktionsweg an die zu punktierende Raumforderung
- fehlende Einverständisserklärung
- oberflächliches Hämangiom (Blutschwamm der Leber)
Durchführung
Vor der eigentlichen Punktion muß eine Venenverweilkanüle in eine Ellenbogenvene gelegt werden. Dies dient dazu, dass bei eventuellen Problemen sofort Medikamente gespritzt werden können, dies stellt also eine reine Vorsichtsmaßnahme dar. Nach der Überwachungsphase kann die Verweilkanüle wieder entfernt werden. Vor der Punktion wird das zu punktierende Areal zunächst sonographisch aufgesucht und der Punktionsweg festgelegt. Im weiteren erfolgt eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) der Haut sowie eine strenge Desinfektion des Hautareals über der Punktionsstelle. Danach wird die Punktion unter sonographischer Kontrolle durchgeführt.
Welche Risiken / Komplikationen hat das Verfahren?
Bei einer Punktion können Blutungen nach außen, in das punktierte Organ selbst oder in die freie Bauchhöhle auftreten. Dies kann im Extremfall eine Bluttransfusion bzw. eine Operation erforderlich machen. Durch eine sorgfältige Hautdesinfektion und weitere vorbeugende Maßnahmen können für eine Punktion weitgehend keimfreie Bedingungen geschaffen werden, allerdings sind vor allem lokale Entzündungen bis hin zum Abszeß nicht völlig auszuschließen.
Wie verhalte ich mich nach der Untersuchung?
Nach einer Punktion ist in der Regel eine ambulante oder stationäre Beobachtungsphase im Liegen und eine Nahrungskarenz (kein Essen und Trinken) von ca. 4 Stunden erforderlich. In dieser Zeit werden Puls und Blutdruck regelmäßig gemessen. Am Ende der Überwachungsphase wir eine Kontrollsonographie durchgeführt. Ist diese in Ordnung kann der Patient wieder aufstehen, Essen und Trinken.
Kontrastverstärkte Sonographie
Die kontrastverstärkte Sonographie steht seit Ende 2002 in der Abteilung Innere Medizin I zur Verfügung. Mit der kontrastverstärkten Sonographie mit niedrigem Schalldruck können vorallem neuendeckte Raumforderungen der Leber mit hoher Genauigkeit und guter Beurteilbarkeit untersucht werden. Diese neue Methode hilft ebenfalls die manchmal schwierige Entscheidung für die Notwendigkeit einer Punktion der Leber zu erleichtern. Die bei der kontrastverstärkten Sonographie angewandten Ultraschallkontrastverstärker sind ohne bekannte Nebenwirkungen.
Urographie (Röntgenuntersuchung der Harnwege)
Falls Blut im Urin festgestellt wird, erfolgt eine Röntgenuntersuchung der Harnwege (Urographie).
Zytogenetik, klassische und molekulare
Klassische Zytogenetik: Betrachten von Chromosomen, die aus Zellen gewonnen wurden. Die Chromosomen werden nach ihrer Größe, Zahl und Aussehen beurteilt.
Molekulare Zytogenetik: Analyse des menschlichen Erbguts mit molekularbiologischen Methoden.






