Klinisches Krebsregister
Das Klinische Krebsregister hat die Aufgabe, alle am Universitätsklinikum Ulm diagnostizierten und behandelten Tumorpatienten möglichst vollzählig dokumentieren, unabhängig davon, wo der Patient wohnt, d.h. es können keine bevölkerungsbezogenen Fragestellungen beantwortet werden. Dafür stehen in Baden-Württemberg das Landeskrebsregister und das Epidemiologische Krebsregister zur Verfügung.
Es wird ein Minimaldatensatz zu Diagnose, Krankheitsverlauf und Therapie erfasst. Seit dem 1.7.2000 wird mit dem Tumordokumentationssystem CREDOS2 dokumentiert. Die Datenerfassung erfolgt dezentral in den einzelnen Kliniken, d.h. jede teilnehmende Klinik ist selbst für die Dokumentation der Tumordaten verantwortlich.
Das Klinische Register schult die Credos2 Anwender, stellt eine Hotline für Dokumentationsfragen zur Verfügung und prüft die Plausibilität der Daten.
Ziel ist die Qualitätssicherung der Behandlung der Krebspatienten am Universitätsklinikum Ulm. Dies ist nur bei Erreichung einer genügenden Vollzähligkeit (>90%) möglicht.
Auswertungen zur Qualitätssicherung umfassen:
- Die Überprüfung der Einhaltung von Leitlinien (S3)
- Die Überprüfung des Therapieerfolgs
- Benchmarking (Vergleich mit anderen Kliniken)
Darüber hinaus bietet das Register die folgenden Dienstleistungen an:
- Es unterstützt die kooperierenden Abteilungen des CCCU bei der Durchführung von klinisch-wissenschaftlichen Forschungsvorhaben.
- Neben der aktuellen Ermittlung des Vitalstatus aus dem Krankenhausinformationssystem IS-H wird einmal jährlich der Vitalstatus der behandelten Tumorpatienten durch den automatischen und manuellen Abgleich mit den Daten der Einwohnermeldeämter in Baden Württemberg und Bayern ermittelt. Dies ist die Voraussetzung für die Berechnung von Überlebenszeiten.
- Es meldet die Daten entsprechend den Vorgaben des Landeskrebsregistergesetzes an das Landeskrebsregister, welches die Daten an das Robert-Koch-Institut weiterleitet.
- Es führt individuelle Auswertungen für die Abteilungen durch.







