Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat nach eingehender Begutachtung eine Forschungsförderung zum Ausbau der Sektion Infektiologie und Klinischen Immunologie zu einer Klinischen Forschergruppe bewilligt. Das Forschungsthema der Klinischen Forschergruppe ist die

„Erkennung, Vermeidung und Behandlung von Infektionen des immunkompromittierten Patienten“.

Themen der Teilprojekte und Beteiligte

 

Projekte

Titel

Fachgebiet/
Arbeitsrichtung

Leiter/Beteiligte

KP 1

Immunrekonstitution:
Pathomechanismen und Klinische Implikationen

Infektiologie

Zentrum für Innere Medizin

Kern, Härter, Wahlers Kirchhoff/Münch, Stenger, Mertens

KP 2

Immunrekonstiution:
Therapeutische Intervention: HCMV- Vakzine-Studie

Infektiologie

KMT-Allo-Transplantation

Innere Medizin III

Härter, Schmitt

Bunjes, Mertens, Schirmbeck

 

Neues Projekt

Klin. Infektiologie

NN (W3)

NN

TP A

Eigenschaften des HIV-1 und IRIS

Virologie

Infektiologie

Kirchhoff/Münch

Härter, Kern

TP B

Infektiologische Kompl. unter „Biologicals“

Med. Mikrobiologie und Hygiene

Infektiologie

Stenger

Kern, Härter

TP C

HCMV-Varianten und Immunprotektion

Virologie

Infektiologie, KMT

Mertens

Härter, Schmitt

TP D

Vakzinierungsstrategien im Mausmodell

Innere Medizin I

Infektiologie, KMT

Schirmbeck

Härter, Schmitt

Pfeil nach oben Nach oben

Zusammenfassende Darstellung des Forschungsprogramms

Die Klinische Forschergruppe des CIDC befasst sich mit der Immunrekonstitution nach Stammzelltransplantation (SZT), nach antiretroviraler Therapie von HIV  und nach Therapie von Autoimmunerkrankungen mit anti-TNFα oder anderen Biologicals. Das Immunrekonstitu­tionssyndrom (IRIS) wird bei HIV prospektiv erfasst. Hierbei gewinnt die Reaktivierung my­kobakterieller und viraler Infektionen (Bsp. Humanes Zytomegalievirus, HCMV) eine beson­dere Rolle. Gleiches gilt für Patienten mit Autoimmunerkrankungen, die in der Phase der Immunsuppression/Immunrekonstitution, z.B. nach anti-TNFα-Gabe oder anderen Biologi­cals, klinische Zeichen einer Reaktivierung entwickeln. Eine Peptid-Vakzinierung gegen HCMV nach allogener SZT wird zunächst in einer Phase I/II Studie modellhaft geprüft. Wei­terhin soll analysiert werden, ob Komplikationen mit dem Vorhandensein bestimmter HCMV- bzw. HIV-Varianten assoziiert sind.  Mit der Aufdeckung der immunologischen Defizite bzw. deren Behebung ist längerfristig eine Risikostratifizierung der Patienten denkbar, deren Im­munsystem in Folge unterschiedlicher therapeutischer Maßnahmen Reaktivierungen durch bakterielle oder virale Erreger zulässt.

Pfeil nach oben Nach oben

Comprehensive Infectious Diseases Center (CIDC)

Im Rahmen der Forschungsförderung wird ein Comprehensive Infectious Diseases Center (CIDC) am Universitätsklinikum Ulm eingerichtet. Ziel des CIDC ist es, die unterschiedlichen klinischen Disziplinen und diagnostischen Bereiche (Medizinische Mikrobiologie, Virologie, Immunologie) interdisziplinär zu vernetzen und in sogenannten Infectious Diseases Boards (Infektionsboard) verbindliche Behandlungs-Leitlinien zu entwickeln und umzusetzen. Der infektiologische Konsildienst wird zudem ausgebaut und strukturell neu organisiert.

Pfeil nach oben Nach oben

Suche

gepunktete hellblaue Linie 176px breit
gepunktete blaue Linie 1000px breit