Jahrestagung der Aktion Psychisch Kranke e. V.: Verantwortung für seelische Gesundheit. Zwischen Personenzentrierung, Kostendruck und Ausgrenzung

Die Aktion Psychisch Kranke e. V. (APK) lädt zu ihrer diesjährigen Jahrestagung nach Berlin ein. Im Mittelpunkt der Fachtagung am 02. und 03. November 2026 stehen die Bedarfe und Bedürfnisse von Menschen mit psychischen Erkrankungen im Spannungsfeld zwischen personenzentrierter, inklusiver Versorgung und wachsendem Kostendruck sowie zunehmender Stigmatisierung.

Die Tagung nimmt die Herausforderungen zwischen einer offenen, akzeptierenden Gesellschaft und wieder wachsenden Ausgrenzungstendenzen gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen in den Blick. Erfahrungen, Ursachen und Auswirkungen von Exklusion und Stigmatisierung werden dabei sowohl aus der Betroffenenperspektive als auch aus wissenschaftlicher Sicht beleuchtet. In einem politischen Round Table wird der Frage nachgegangen, ob gesellschaftliche Schutzbedürfnisse nicht eher durch eine innovative und teilhabeorientierte Psychiatrie als durch Wegschließung und Verwahrung erfüllt werden können. Im Austausch mit Akteurinnen und Akteuren außerhalb des psychiatrischen Versorgungssystems, etwa der Polizei, des Gewerbes und von Nachbarschaftshilfen, werden Wege zur Stärkung tragfähiger Netzwerke im alltäglichen Miteinander vorgestellt.

Der zweite Veranstaltungstag widmet sich einer kritischen Reflexion über den Stand der Ambulantisierung mit dem Ziel einer lebensweltorientierten, alltagsbezogenen Versorgung. Die Veranstaltung knüpft an die Ergebnisse der bis 2025 abgeschlossenen Psychiatriedialoge an und unterstützt die Umsetzung der dort formulierten Handlungsempfehlungen.

Das Programm und die Anmeldeinformationen werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.

Weitere Informationen: APK-Jahrestagung 2026