Komm mit in das gesunde Boot - Grundschule & Kindergarten

Ein Gesundheitsförder- und Präventionsprogramm für Kindergarten- und Grundschulkinder in Baden-Württemberg

„Komm mit in das gesunde Boot“ ist ein Programm zur Förderung der Gesundheit und eines gesunden Lebensstils von Kindergarten- und Grundschulkindern in ganz Baden-Württemberg. Ziel ist es, bereits in jungen Jahren Kompetenzen für einen gesunden Lebensstil aufzubauen und zu verstetigen. Das Programm „Komm mit in das gesunde Boot“ verfolgt Ziele und Inhalte des Bildungsplans für die Grundschule und des Orientierungsplans für den Kindergarten. Im Mittelpunkt stehen dabei jene Themen, in denen Kinder Kompetenzen erwerben:

  • sich ausreichend zu bewegen
  • ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten und
  • sich gesund zu ernähren


Übergeordnete Ziele des Programmes sind die Vermittlung von gesundheitsförderlichen Themen in regionalen Fortbildungen für Betreuungskräfte im Elementar- und Primärbereich und die Bereitstellung von Ideen für die Umsetzung in den Kindergarten- bzw. Schulalltag.

Die Inhalte orientieren sich für das Grundschulprogramm am Bildungsplan. Das Kindergartenprogramm ist an den Orientierungsplan Baden-Württemberg angelehnt.

Das Programm bietet praxiserprobte Materialien, die direkt im Kindergartenalltag und Unterricht eingesetzt werden können. Diese wurden in einem pädagogischen Beirat, dem erfahrene Grundschullehrerinnen und -lehrer, sowie Erzieherinnen und Erzieher beisitzen, entwickelt.

Seit 2009 nehmen in ganz Baden-Württemberg über 3.500 Lehrkräfte aus 1.200 Schulen und seit 2012 schon 2.300 Erzieher aus 850 Kindertagesstätten an dem Programm teil und erreichen dabei ca. 100.000 Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter.

 

 
  • Umfassende Gesundheitsförderung mit Schwerpunkt Übergewicht- und Adipositasprävention. Immer mehr Kinder leiden an Übergewicht oder sogar Adipositas und an damit assoziierte Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes Typ 2.
  • Förderung eines gesunden Lebensstils mit relevanten Gesundheitsthemen. Körperliche Aktivität und eine gesunde Ernährung kann Übergewicht und Adipositas verhindern und wirkt positiv auf die gesamte physische und psychische Entwicklung. Die Schwerpunkte des Programms sind Bewegungsförderung, gesunde/aktive Freizeitgestaltung bzw. Reduktion der Mediennutzung, Steigerung des Obst- und Gemüsekonsums und Minimierung zuckerhaltiger Getränke.
  • Früher Beginn und Langfristigkeit für eine nachhaltige Gesundheitsförderung. Erfolgreiche Gesundheitsförderprogramme müssen früh beginnen, um sich im Alltag verankern zu können. Kindergarten und Schule stellen hierfür geeignete Orte dar. Das „Gesunde Boot“ umfasst die gesamte Altersstufe der 3-10-Jährigen.
  • Wissenschaftliche Interventionsentwicklung. Dem gesamten Programm liegt eine evidenzbasierte und theoriegeleitete Interventionsentwicklung zugrunde. Die umfangreichen Interventionsmaterialien wurden in Zusammenarbeit mit einem pädagogischen Beirat aus Erziehern und Lehrern erarbeitet und bezüglich ihrer Praxistauglichkeit und Akzeptanz vorgetestet.
  • Das Programm basiert auf einem niederschwelligen Bottom-Up-Ansatz, ist settingspezifisch aufgebaut und integrativ. Das Programm ist universell-primärpräventiv und integriert somit sowohl die Peergroup, als auch die Eltern der Kinder, so dass die gesamte kindliche Umwelt involviert ist und die kindliche Eigenmotivation umfassend gefördert werden kann.
  • Wissenschaftliche Evaluation und nachgewiesene Wirksamkeit des Programms. Das „Gesunde Boot“ ist eines der wenigen erfolgreichen Programme, welches deutliche Interventionseffekte bei verschiedenen Zielparametern vorweisen kann.
  • Das Programm ist eins der derzeit größten strukturierten Programme zur Gesundheitsförderung in Europa. „Komm mit in das gesunde Boot“ erreichte bisher über 75.000 Schüler und ca. 30.000 Kindergartenkinder.
  • Das Programm ist mehrfacher Preisträger. Es wurde u.a. mit dem Hufeland-Preis der Bundesärztekammer für richtungsweisende Leistungen und herausragende Forschungsergebnisse in der Präventivmedizin sowie dem MSD-Gesundheitspreis für herausragende innovative Versorgungslösungen ausgezeichnet.

Homepage Komm mit in das gesunde Boot

Unser Ansprechpartner im Gesunden Boot

Profilbild von Dr. biol.hum. Susanne Kobel

Dr. biol.hum. Susanne Kobel

Sportwissenschaftlerin

Profilbild von Dr. biol.hum. Olivia Wartha

Dr. biol.hum. Olivia Wartha

Medienpädagogin

Profilbild von Ileana Briegel

Ileana Briegel

Studiensekretärin

Policy Evaluation Network (PEN)

Public policies addressing health-related behaviours in Europe- Policy Evaluation Network (PEN)

Politische Maßnahmen zur Förderung gesundheitsbezogener Verhaltensweisen in Europa - Policy Evaluation Network (PEN)

Hintergrund der Forschung

71% aller Todesfälle weltweit sind auf nicht übertragbare Krankheiten zurückzuführen, die oft durch Tabakkonsum, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und schädlichen Alkoholkonsum bedingt werden. Um die Krankheitshäufigkeit und Sterblichkeit dieser Krankheiten zu reduzieren, entwickelte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) globale Aktionspläne. Diese legen u. a. das Ziel fest, dass Länder sogenannte Policies – definiert als: "Entscheidungen, Pläne und Maßnahmen, die getroffen werden, um bestimmte Ziele der Gesundheitsversorgung innerhalb einer Gesellschaft zu erreichen" – als integralen Bestandteil ihrer nationalen Gesundheitspolitik festlegen.

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten der Bevölkerung zu verbessern, gesündere Entscheidungen in Bezug auf körperliche Aktivität und Ernährung zu treffen. Bis heute gibt es jedoch in ganz Europa nur wenig systematische Forschung zu solchen gesundheitsbezogenen politischen Interventionen. Bislang mangelt es vor allem an der Übertragung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die administrativen und politischen Kontexte der Gesundheitsversorgung.

 

Das Policy Evaluation Network (PEN) – ein seit Februar 2019 bestehendes EU-Projekt der „Joint Programming Initiative on a Healthy Diet for a Healthy Life (JPI HDHL)“ – hat es sich zur Aufgabe gemacht, Europa mit Leitlinien und Empfehlungen auszustatten. Unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie Bremen, haben im PEN 28 Forschungsinstitute aus acht Ländern ihre Expertise in einem Projekt vereint. Über sieben miteinander verbundene Teilprojekte werden Maßnahmen identifiziert, sowie bewertet und verglichen, welche direkt oder indirekt körperliche Aktivität, gesunde Ernährung oder die Reduzierung von sitzenden Verhaltensweisen fördern.

Homepage Policy Evaluation Network (PEN)

JPI Homepage (®JPI - HDHL - Gesunde Ernährung für ein gesundes Leben 2018)

Die Universität Ulm ist mit einer Arbeitsgruppe um den Sportmediziner Prof. Jürgen Steinacker sowie den Ernährungswissenschaftlerinnen Prof. Marion Flechtner-Mors und Dr. Annabel Müller-Stierlin am Projekt PEN beteiligt. Die Arbeitsgruppe koordiniert das Teilprojekt „Policy Implementation Evaluation“ (Bewertung der Umsetzung von Richtlinien) und führt Studien im Teilprojekt „Policy in Practice“ (Richtlinien in der Praxis) durch.

Unsere Mitarbeitenden der Sportmedizin, der Sportwissenschaftler Daniel Scheller und die Epidemiologin Janine Wendt sind mit der wissenschaftlichen Ausarbeitung, Planung und Auswertung der Teilprojekte betraut.

► Vlog über die Ziele von PEN, erstellt von Dr. Annabel Müller-Stierlin

Die Arbeiten im genannten Teilprojekt dienen dem Erkenntnisgewinn wie Richtlinien zur Förderung von körperlicher Aktivität, gesunder Ernährung und eines reduzierten sitzenden Verhaltens auf verschiedenen geographischen Ebenen (europäisch, national, regional) und in verschiedenen politischen und sozialen und Bereichen umgesetzt werden.

Die Entwicklung von Richtlinien ist ein komplexer gesellschaftlicher Prozess zwischen verschiedenen staatlichen, politischen, gesellschaftspolitischen, sozialen und industriellen Akteurinnen und Akteuren.

Die Evaluation der Umsetzung beabsichtigt, Richtlinien zu beschreiben und zu beurteilen, warum und wie gesundheitsbezogene Interventionen in der realen Welt funktionieren und welche Faktoren – förderlich oder hindernd – einen Einfluss auf den Implementierungsprozess haben.

Stakeholder-Einbeziehung: Der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung von Gesundheitsprogrammen?

Um Forschungsergebnisse in die tägliche Praxis umzusetzen, verwendet die Implementierungswissenschaft u.a. den Einbezug von sog. Stakeholdern. Stakeholder werden definiert als "Einzelpersonen, Organisationen oder Gemeinschaften, die ein direktes Interesse am Prozess und an den Ergebnissen eines Projekts, einer Forschung oder eines politischen Vorhabens haben".

Stakeholder-Einbeziehung hilft bei der Suche nach Wegen zur Gestaltung, Durchführung und Bewertung einer wirksamen und gerechten Gesundheitspolitik und den damit verbundenen Interventionen. Dabei sollen Schlüsselpersonen mittels partizipativer Prozesse und Ihrer Praxiserfahrung die Entwicklung von Richtlinien und Interventionen unterstützen.

Um alle Akteurinnen und Akteure des Gesundheitssystems gemeinsam mit der Forschung an einen Tisch zu bringen, kann ein sog. „Theory of Change“ (ToC; Theorie der Veränderung) Workshop durchgeführt werden. ToC-Workshops helfen bei der Entwicklung, Durchführung und Auswertung von Projekten und Interventionen im gemeinnützigen und öffentlichen (Gesundheits-) Bereich. Die Methode hilft dabei, Zusammenhänge zu verstehen und veranschaulicht, wie, warum und inwieweit Veränderungen als Folge einer Programmimplementierung stattfinden. Als Ergebnis entsteht eine ToC-Map – eine grafische Darstellung der Schritte, die notwendig sind, um ein bestimmtes Projekt anzugehen.

Im Rahmen des Projekts PEN hat das Ulmer Forschungsteam ToC-Workshops in Baden-Württemberg mit verschiedenen Stakeholdern der Gesundheitspolitik und im Kindergarten durchgeführt. Hierdurch konnten wichtige Implementierungsprozesse sowie hinderliche und förderliche Faktoren bei der Umsetzung von Präventionsprogrammen zur Förderung der körperlichen Aktivität und einer gesunden Ernährung identifiziert werden.

Video: Zusammenfassung der ToC-Methode

Das übergeordnete Ziel dieses Teilprojekts ist die Evaluation von bereits in die Praxis umgesetzten Richtlinien zur Steigerung der körperlichen Aktivität und Förderung einer gesunden Ernährung hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit und Wirksamkeit. Es soll geprüft werden, ob die entwickelten Richtlinien in der „realen Welt“ anwendbar und nützlich sind.

In diesem Zusammenhang führt das Team der Sportmedizin Ulm zwei Teilstudien durch:

  • Quantitative Studie zur Umsetzung von Richtlinien zur Förderung der körperlichen Aktivität an Grundschulen – Little Monkey Study
  • Qualitative Studie zu hinderlichen und förderlichen Faktoren bei der Umsetzung des EU Schulprogramms Obst und Gemüse


Die Ergebnisse der Teilstudien werden verwendet, um Empfehlungen für zukünftige Evaluationen von Richtlinien im Bereich körperliche Aktivität und Ernährung zu formulieren. Es werden Bewegungs- und Ernährungsrichtlinien für Kindergärten und Schulen entwickelt und in einem Faktenblatt zusammengefasst.

Unsere Ansprechpartner

Profilbild von Prof. Dr. biol.hum. Marion Flechtner-Mors

Prof. Dr. biol.hum. Marion Flechtner-Mors

Ernährungswissenschaftlerin

Profilbild von Daniel Scheller

Daniel Scheller

Sportwissenschaftler

Profilbild von Janine Wendt

Janine Wendt

European Master of Science in Epidemiology

Little Monkey Study

ExaMinatiON of KEY factors associated with implementation of physical activity policies

Untersuchung von Schlüsselfaktoren im Zusammenhang mit der Umsetzung von Richtlinien für körperliche Aktivität

Das Ziel der „Little Monkey Study“ ist es, herauszufinden,

  • wie viel sich die Kinder im Schulalltag bewegen und
  • ob zur Förderung der körperlichen Aktivität bestimmte Richtlinien und Empfehlungen umgesetzt werden.


Die Studie wird zunächst an Grundschulen und Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren in Baden-Württemberg durchgeführt. Dabei sind wir auf die Erfahrungen und die Expertise von Schulleitungen und Lehrkräften angewiesen.

Mit der Teilnahme an unserer Umfrage unterstützen Sie das Ziel, Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung von Richtlinien zur Förderung der körperlichen Aktivität an Grundschulen herauszuarbeiten.

Die Angaben der Teilnehmenden stehen stellvertretend für zahlreiche weitere Grundschulen in Baden-Württemberg. Für den Erfolg der Studie und die Übertragbarkeit der Ergebnisse ist es daher entscheidend, dass möglichst viele Schulleitungen und Lehrkräfte aller Schulen an der Befragung teilnehmen.

Hintergrund der Studie

Körperliche Aktivität kann das allgemeine Wohlbefinden, die körperliche, psychische und soziale Gesundheit stärken und wirkt sich u.a. präventiv auf Übergewicht aus – auch schon im Kindesalter.

Aufgrund der Bedeutung von körperlicher Aktivität gibt es konkrete Empfehlungen (z.B. die nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung) wie sie gefördert werden kann.

In Abgrenzung zu Gesundheitsförderungsprogrammen möchten wir nun gerne herausfinden, ob sich die Schulen an solchen nationalen oder regionalen Empfehlungen und Richtlinien orientieren und sie gegebenenfalls umsetzen

Außerdem möchten wir anhand der Erfahrungen von Schulleitungen und Lehrkräften erfahren, welchen Herausforderungen Schulen bei der Förderung von körperlicher Aktivität gegenüberstehen.

Teilnahme und Datenschutz

Die „Little Monkey Study“ wurde vom Kultusministerium Baden-Württemberg und der Ethikkommission der Universität Ulm genehmigt.

Zur Teilnahme an der Studie wurden alle Grundschulen und eine Stichprobe der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren in Baden-Württemberg ausgewählt.

Zusammen mit dem Einladungsschreiben erhalten die Schulen zwei verschiedene Karten mit einem individuellen Studiencode.

  • Eine gelbe für Schulleitungen sowie stellvertretende Schulleitungen und
  • eine grüne für Lehrkräfte sowie Sozialpädagog*innen und Integrationshelfer*innen.


Der Studiencode dient zur Identifizierung der Schule, wird aber direkt nach Beendigung des Umfragezeitraums gelöscht.

Die Teilnahme an dieser Umfrage ist freiwillig. Sowohl die Ablehnung der Teilnahme als auch die Teilnahme haben keine nachteiligen Folgen für die Schulen. Die Teilnahme kann jederzeit auch ohne Angabe von Gründen abgebrochen oder widerrufen werden. Auch nach Abschluss der Umfrage besteht das Recht, die Daten löschen zu lassen.

Alle Angaben werden vertraulich und anonym behandelt und unterliegen den datenschutzrechtlichen Vorschriften, insbesondere der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Die erhobenen Daten lassen keinerlei Rückschlüsse auf die teilnehmenden Schulen oder Personen zu und stehen ausschließlich den Mitarbeitenden der Sportmedizin Ulm zur Verfügung. Diese unterliegen der Schweigepflicht und sind auf das Datengeheimnis verpflichtet. Die studienbezogenen Untersuchungsergebnisse werden in anonymisierter Form in wissenschaftlichen Veröffentlichungen verwendet.

Wir danken allen Schulleitungen und Lehrkräften für die Unterstützung und das Interesse an unserer Studie und freuen uns über die Teilnahme!

Unsere Ansprechpartner für die Studie

Profilbild von Daniel Scheller

Daniel Scheller

Sportwissenschaftler

Profilbild von Janine Wendt

Janine Wendt

European Master of Science in Epidemiology

Das Ziel dieser europaweiten Studie ist es, herauszufinden, welche Faktoren die erfolgreiche Umsetzung des EU Schulprogramms „Obst und Gemüse“ beeinflussen. Dabei interessiert uns im Besonderen, wie die an der Umsetzung beteiligten Akteurinnen und Akteure das Programm wahrnehmen und bewerten.

Daher sind wir bei dieser Studie auf die Erfahrungen der involvierten Ministerien, Schulleitungen, Lehrkräfte sowie Lieferantinnen und Lieferanten angewiesen.

Derzeit wird die Studie in Deutschland, Österreich, Belgien, Finnland, Portugal und Italien durchgeführt.

Um einen möglichst umfangreichen Einblick in die Umsetzungsprozesse gewinnen zu können, finden die Befragungen in Form von telefonischen Interviews auf folgenden Ebenen statt:

  • EU-Ebene (verantwortliche der EU-Kommission)
  • Länderebene (z.B. Bundesministerium)
  • Föderale bzw. lokale Ebene (z. B. Ministerien für Landwirtschaft, Bildung und Gesundheit)
  • Schulebene (Schulleitungen, Lehrkräfte, Eltern und Kinder)


In Deutschland haben die Interviews auf Bundes- und Landesebene bereits stattgefunden. Die Befragung auf Schulebene findet in Deutschland ausschließlich in Nordrhein-Westfalen statt. Bisher haben sich über 35 Schulleitungen mit ihren Erfahrungen bei der Umsetzung des Programms beteiligt. Derzeit laufen die Vorbereitungen zur Befragung der Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen sowie der Lieferantinnen und Lieferanten aller teilnehmenden Bundesländer.

Hintergrund der Studie

Die EU hat das Schulprogramm „Obst und Gemüse“ eingeführt, um den Trend von ungesunder Ernährung und der steigenden Zahl von übergewichtigen Kindern zu stoppen, indem Obst und Gemüse direkt an Kindergärten und Schulen verteilt wird.

Das Programm wird in vielen Ländern Europas unter verschiedenen Bedingungen und mit unterschiedlichem Erfolg umgesetzt. In Deutschland wurde das Programm „Obst und Gemüse“ in seiner jetzigen Form im Jahr 2017 in zwölf Bundesländern eingeführt.

weitere Informationen zum EU Schulprogramm

Teilnahme und Datenschutz

Die Studie wurde von der Ethikkommission der Universität Ulm genehmigt.

Die Teilnahme an den telefonischen Interviews ist freiwillig. Das Einverständnis kann jederzeit und ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. In diesem Fall werden alle bis dahin erhobenen Daten gelöscht. Dieser eventuelle Widerruf hat keine negativen Auswirkungen für die Teilnehmenden.

Alle Angaben werden vertraulich und anonym behandelt und unterliegen den datenschutzrechtlichen Vorschriften, insbesondere der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Die Interviews lassen keinerlei Rückschlüsse auf die teilnehmenden Personen zu und stehen ausschließlich den Mitarbeitenden der Sportmedizin Ulm zur Verfügung. Diese unterliegen der Schweigepflicht und sind auf das Datengeheimnis verpflichtet. Die studienbezogenen Untersuchungsergebnisse sollen in anonymisierter Form in wissenschaftlichen Veröffentlichungen verwendet werden.

Wir danken allen Interviewpartnerinnen und -partnern für die Unterstützung und das Interesse an unserer Studie und freuen uns über die Teilnahme!

Unsere Ansprechpartner für die Studie

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Daniel Scheller

Sportwissenschaftler

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Janine Wendt

European Master of Science in Epidemiology