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Evaluation des Projektes „Mein Verein & Ich – Gemeinsam aktiv!“. Befragung von Sportvereinsmitgliedern zum Thema sexueller Missbrauch und Evaluation eines Qualifizierungsmoduls für Trainer, Eltern und Jugendliche von Amyna e.V.

Schlagworte

Sicherheit, Schutz, Schutzkonzept, Jugendliche, Jugendhilfeeinrichtung, Internat, Klinik, sexuelle Gewalt

Projektleitung

  • Profilbild von PD Dr. med. Marc Allroggen

    PD Dr. med. Marc Allroggen

    Leitender Oberarzt (Komm.), Sektionsleiter Institutsambulanz und Forensik

Kooperationspartner

Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch, München, Amyna e.V.

Projektlaufzeit

09/2012-12/2014

Projektbeschreibung

Zur Vermeidung von Fällen sexuellen Missbrauchs wurden zahlreiche Maßnahmen in Sportvereinen durchgeführt, die überwiegend von der Leitungsebene vorgegeben wurden. Gerade bei großen Verbänden gerieten solche Strategien der Implementierung häufig an Grenzen der Umsetzbarkeit und wichtige Hilfestellungen erreichten nur schwer die Vereinsmitglieder. Um auch von Seiten der Mitglieder gegen sexuelle Gewalt aktiv zu werden, wurde von Amyna e.V. ein Projekt initiiert, welches die Qualifizierung von Dreier-Teams, bestehend aus Trainer, Elternteil und Jugendlichen in den Fokus rückte. Ein solches Team sollte mit Hilfe einer Kompaktschulung dabei unterstützt werden, das Thema „sexueller Missbrauch“ im Verein anzusprechen und bei Fällen von Grenzübertretungen als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen. Ziel des Projektes war es, die Wirksamkeit dieser Schulungsmaßnahme im Hinblick auf die Entwicklung im Sportverein und die Handlungskompetenz der Teilnehmenden nachzuweisen.

An der Qualifizierungsmaßnahme von Amyna e.V. nahmen insgesamt Vertreter/-innen aus sieben Sportvereinen teil, die aufgefordert wurden im Rahmen der Schulung an einer Fragebogenbefragung teilzunehmen.

12 Personen beantworteten einen Fragebogen unmittelbar vor und direkt nach der Schulung und noch einmal ca. sechs Monate später. Die Ergebnisse zeigen, dass die Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) der Teilnahmenden bei Einbezug der Teamfaktoren erhöht werden konnte. Die SWE wird dabei als indirektes Maß für die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen, die auf die Verhaltensebene abzielen, angesehen.

Publikationen und erstellte Materialien

Klinik für Kinder‐ und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie (Hrsg.) (2015). Abschlussbericht zur Begleitforschung des Projektes zur Prävention von sexuellem Missbrauch in Sportvereinen. Ulm.

Seidler, C., Ohlert, J., Rau, T., Fegert, J. M., & Allroggen, M. (2017). Veränderung der Selbstwirksamkeitserwartung durch Präventionsarbeit im Team. Ein Pilotprojekt. Leistungssport, 47 (2), 24-26. https://leistungssport.net/fileadmin/user_upload/lsp17_02_Seidler_Lit.pdf

Kontaktadresse

Gefördert von:

Stiftung Hänsel+Gretel

Co-Finanzierung durch Tribute to Bambi Stiftung