4S

Suizidalität, Nicht-suizidales Selbstverletzendes Verhalten, NSSV, Schule, Gatekeeper

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Schlagworte

Suizidalität, Nicht-suizidales Selbstverletzendes Verhalten, NSSV, Schule, Gatekeeper

 

Projektleitung

Kooperationspartner

  • Universitätsklinikum Heidelberg
  • Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim
  • Universität Landau/Koblenz
  • Karlsruher Institut für Technologie

Projektlaufzeit

Bis 31.12.2018

Projektbeschreibung

Suizidalität und nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV) sind unter deutschen Jugendlichen weit verbreitete Phänomene. Man kann davon ausgehen, dass circa ein Drittel aller Jugendlichen zumindest einmalig Erfahrung mit selbstverletzendem Verhalten gemacht hat, circa ein Drittel der deutschen Jugendlichen gibt in Studien auch Erfahrungen mit Suizidgedanken an. Häufig ist die Schule der erste Ort, an dem selbstverletzendes Verhalten oder auch suizidale Verhaltensweisen auffällig werden, etwa indem Mitschüler in Gesprächen darüber erfahren oder Lehrkräfte Jugendliche mit Problemen identifizieren. Lehrkräfte sind daher in einer wichtigen Position, wenn es darum geht den ersten Kontakt zu betroffenen Schülerinnen und Schülern aufzunehmen und weitere Schritte in die Wege zu leiten.

Das Projekt „Schulen stark machen gegen Suizidalität und selbstverletzendes Verhalten (4S)“ richtet sich an alle Schulen in Baden-Württemberg. Es hat sich zum Ziel gesetzt, Lehrkräfte, sowie Beratungsfachkräfte, die im schulischen Rahmen tätig sind, mit Handlungskompetenzen auszustatten und sie als Ansprechpersonen für Jugendliche zu stärken. Es wird im Rahmen des „Aktionsprogramms Psychische Gesundheit von Jugendlichen“ von der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung umgesetzt.

Im Rahmen des Projekts finden monatliche Multiplikatorenschulungen an wechselnden Orten innerhalb von Baden-Württemberg statt. Darüber hinaus können für Schulen Schulprotokolle vor Ort durchgeführt werden, ebenso bieten wir im Rahmen des Programms Elternabende und eine Homepage mit aktualisierten Informationen zum Thema NSSV an. Teilnehmer unserer Workshops können über eine Telefonhotline sowie über eine E-Mail-Adresse anonymisiert Beratung einholen. Derzeit wurden über 760 Multiplikatoren geschult, die restlichen Multiplikatorenschulungen für das gesamte Jahr 2018 sind bereits ausgebucht.

Publikationen und erstellte Materialien

Groschwitz RC, Straub J, Bohnacker I, Munz LM, Plener PL (2017). Strong Schools against Suicidality and Self-Injury - Evaluation of a workshop for school staff. School Psychology Quarterly 32: 188-198

Gefördert von:

Baden-Württemberg Stiftung