Gestuftes Versorgungsmodell zur Förderung der Mentalen Gesundheit von Flüchtlingen -

MEHIRA

(MEntal Health in Refugees and Asylum Seekers)

Schlagworte

unbegleitete Flüchtlinge, begleitete Flüchtlinge, Gestuftes Versorgungsmodell, Smartphone-App, Intervention, START, Versorgung, Stufen

Projektleitung

  • Prof. Dr. Malek Bajbouj, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Projektkoordination Ulm:
  • Prof. Dr. Paul L. Plener, Leiter der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Medizinischen Universität Wien
  • Thorsten Sukale, Kinder- und Jugendpsychotherapeut, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) der Universitätsklinik Ulm

 

Mitarbeiter

  • Stefanie Fetzer

    (Psychologin), wissenschaftliche Mitarbeiterin

  • Carmen Pfänder

    (Psychologin), wissenschaftliche Mitarbeiterin

  • Anna Kohl

    (Psychologin), wissenschaftliche Mitarbeiterin

  • Laura Geis

    Schwerpunkte

    (Psychologin), wissenschaftliche Mitarbeiterin

Kooperationspartner

Teilprojekt Adoleszenten (TP1):

  • Prof. Dr. Dr. Tobias Banaschewski, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim (Teilprojekt-Leiter), Prof. Dr. Paul Plener, Medizinische Universität Wien (Stellv. Leitung), Prof. Dr. Inge Kamp-Becker, Philipps-Universität Marburg (Stellv. Leitung)

Teilprojekt Peer-to-Peer-Intervention (TP2):

  • Prof. Dr. Dr. Andreas Heinz, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Prof. Dr. Dr. Michael Rapp, Universität Potsdam

Teilprojekt Gendersensible Intervention (TP3):

  • Prof. Dr. Dr. Frank Schneider, Uniklinik Aachen, Rheinisch-Westfälische Technische Universität (Teilprojekt-Leiter), Prof. Dr. Ute Habel, Uniklinik Aachen, Rheinisch-Westfälische Technische Universität (Stellver-treterin)

Teilprojekt Empowerment (TP4):

  • Prof. Dr. Peter Falkai, Ludwig-Maximilians-Universität München (Teilprojekt-Leiter), PD Dr. Alkomiet Hasan, Ludwig-Maximilians-Universität München (Stellvertreter), Prof. Dr. Frank Padberg; Ludwig-Maximilians-Universität München (Stellvertreter)

Teilprojekt Versorgungsforschung/Gesundheitsökonomie (TP5):

  • Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim (Teil-projekt-Leiter), Prof. Dr. Hans-Joachim Salize, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim (Stellvertreter)

Projektlaufzeit

geplanter Studienbeginn: 13.03.2018

voraussichtliches Studienende: 14.11.2020

Projektbeschreibung

Ein bedeutsamer Anteil der Geflüchteten leidet aufgrund erlebter traumatischer Erfahrungen an psychischen Erkrankungen. Jugendliche, die laut BAMF im Jahr 2016 31,1% aller Asylbewerber/innen stellten, sind häufig mehreren Stressoren ausgesetzt und weisen aufgrund des jüngeren Lebensalters eine erhöhte Anfälligkeit für Erkrankungen auf. Die Chancen, adäquat behandelt zu werden, sind für jene Patientengruppe oft durch sprachliche, kulturelle und institutionelle Barrieren deutlich erschwert. Präventive Maßnahmen, eine rechtzeitige Diagnosestellung sowie niedrigschwellige und kultursensible Angebote sind daher von herausragender Bedeutung, um die individuelle Last für Patienten/innen zu reduzieren.

Ein entwickeltes Modell zur gestuften Gesundheitsversorgung soll überprüft werden und später für die Routineversorgung übertragbar sein. Mit der Teilnahme an der Studie sollen Jugendliche, die Fluchterfahrungen gemacht haben, bei der Aufrechterhaltung ihrer psychischen Gesundheit und Reduktion individuellen Leidens unterstützt und die ärztliche und psychotherapeutische Versorgung für Flüchtlinge in Deutschland verbessert werden.

Die Studie richtet sich an weibliche und männliche geflüchtete Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren. Mithilfe von Fragebögen erfolgt eine Beurteilung hinsichtlich des  Vorliegens einer klinisch relevanten, emotionalen Symptomatik. Hinsichtlich der Ausprägung der Symptomatik werden die Probanden randomisiert einer Kontroll- (1) oder Experimentalgruppe (2) zugeteilt:

1) Treatment-as-Usual: Untersuchungen bei Ärzten und/oder Therapeuten (Routine-versorgung,)

2) Gestuftes Versorgungsmodell: Ebenfalls konventionelle Versorgung („Watchful Waiting“), Behandlung via Smartphone-App, Gruppentraining („START“) oder Einzelpsychotherapie

Das gestufte Versorgungsmodell (Stepped and Collaborative Care Modell, SCCM) besteht deutschlandweit aus insgesamt fünf Teilprojekten (TP). Je höher eine Intervention auf dem Stufenplan des SCCM lokalisiert ist, desto häufiger und länger finden Kontakte mit Psychotherapeuten und Psychiatern statt (siehe Abbildung 1).

   

Abbildung 1. Gestuftes Versorgungsmodell (Stepped and Collaborative Care Modell)

Jede Bedingung umfasst das regelmäßige Ausfüllen von Fragebögen. Es stehen Dolmetscher/innen und jederzeit psychiatrische und psychotherapeutische Mitarbeiter/innen zur Verfügung.

Kontaktadresse

Gefördert von:

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