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Self-Injury: Treatment, Assessment, Recovery

Schlagworte

Nicht-suizidales-selbstverletzendes Verhalten (NSSV), Longitudinal, Neurobiologie, Online-Therapie, Ecological Momentary Assessment (EMA), E-Learning/Blended Learning

 

Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Kostenlose Fachtagung zu Epidemiologie, Risikofaktoren und Therapieansätzen von selbstverletzendem Verhalten. (Flyer)

11. Juni 2019
10:00 Uhr –16.00 Uhr
Kaiserin-Friedrich-Haus
Berlin-Mitte

 

Projektleitung

  • Profilbild von Prof. Dr. med. Paul Plener

    Prof. Dr. med. Paul Plener

Kooperationspartner

  • Universitätsklinikum Heidelberg
  • Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim
  • Universität Landau/Koblenz
  • Karlsruher Institut für Technologie

Projektlaufzeit

11/2017-10/2021

Projektbeschreibung

Hintergrund:

Nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV) wird als repetitive, freiwillige Zerstörung des eigenen Körpergewebes, die nicht sozial akzeptiert ist, definiert. NSSV wird von etwa 35% der deutschen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zumindest einmalig berichtet. NSSV tritt häufig in Kombination mit verschiedenen psychiatrischen Störungsbildern auf. Allerdings ist bisher nicht geklärt, weshalb NSSV bei vielen Patienten und Patientinnen nach einiger Zeit spontan remittiert, bei anderen aber über viele Jahre bestehen bleibt. Bisher existiert sehr wenig Forschung darüber, wie Jugendliche bei der Beendigung des NSSV unterstützt werden können.

Ziele:

Mögliche psychologische und neurobiologische Mechanismen, die zur Beendigung von NSSV beitragen könnten werden erfasst (z.B. anhand psychologischer Diagnostik, ecological momentary assessment (EMA), funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT), Genotypisierung, Online-Therapieangebot). Durch die Analyse der Faktoren, die zur Beendigung von NSSV beitragen, sollen zukünftige Interventions- und Präventionsangebote gezielt geplant und durchgeführt werden können, um die psychosoziale Versorgung in diesem Bereich zu verbessern.

An dem Projekt können Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 21 Jahren teilnehmen. Insgesamt sollen 2000 Teilnehmer rekrutiert und über 18 Monate hinweg mittels Onlinefragebögen nachverfolgt werden. Von diesen Teilnehmern nehmen 700 zudem randomisiert entweder an einer online Psychoedukation (n=350) oder einer online Therapie (n=350) teil. Wiederum 300 Probanden werden an klinischen Zentren vor Ort mit psychologischen Interviews befragt und nehmen an neurobiologischen Untersuchungen (fMRT, Genotypisierung, Cortisol), sowie EMA teil. Zur Überprüfung dieser Gruppe von 300 Personen mit NSSV, nehmen 150 gesunde Kontrollprobanden an den Untersuchungen vor Ort teil.

In einem weiteren Teilprojekt wird das Wissen um die aktuellen AWMF-Leitlinien zu NSSV bei medizinisches Fachpersonal (n=500) online erfragt. In einem weiteren Schritt sind mittels E-Learning und Blended Learning Weiterbildungsangebote zur Thematik geschaffen worden, die im Rahmen des Projekts und überprüft werden.

Kontaktadresse

  • Profilbild von Prof. Dr. med. Paul Plener

    Prof. Dr. med. Paul Plener

Gefördert von:

BMBF