SpoNRW

Sexualisierte Grenzverletzungen, Belästigung und Gewalt im organisierten Sport in Nordrhein-Westfalen. Häufigkeiten und Formen sowie der Status Quo der Prävention und Intervention.

Schlagworte

Sportverein, Trainerinnen, Mitglieder, Kinder, Jugendliche, Handlungsbedarf, Gewalt

Projektleitung

Kooperationspartner

Prof. Dr. Bettina Rulofs, Leiterin des Arbeitsbereiches Sportsoziologie, Institut für Sportwissenschaft, Bergische Universität Wuppertal

Projektlaufzeit

01.08.2020 bis 31.07.2022

Projektbeschreibung

Projekthintergund

Befunde aus eigenen Studien mit Leistungssportlerinnen und -sportlern deuten auf eine hohe Prävalenz von sexualisierter Gewalt im Sport hin. Bislang ist jedoch nicht klar, wie häufig es im gemeinnützig organisierten Vereinssport zu sexualisierten Grenzverletzungen kommt, wie die Tatumstände sind, ob es Zusammenhänge mit anderen Gewaltformen gibt und wie Betroffene und Vereine im Breitensport mit dem Thema umgehen, beispielsweise im Rahmen von Interventions- und Präventionsmaßnahmen.

Der Landessportbund NRW hat in Deutschland seit Jahren eine Vorreiterfunktion bei der Bekämpfung von sexualisierter Gewalt und zeigt mit dem „Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport“ eine einmalige Struktur zur systematischen Prävention auf der Ebene der Vereine, Stadt- und Kreissportbünde und Fachverbände. Er fördert das Forschungsprojekt mit einer finanziellen Zuwendung für zwei Jahre und unterstützt das Projekt mit logistischem Support. Weitere Förderer sind die Landessportbünde und Sportjugenden Berlin, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Baden-Württemberg, Hessen, Hamburg und Niedersachsen.

Projektbeschreibung

Das Projekt gliedert sich in drei Module. Im ersten Modul geht es um die quantitative Erfassung der Häufigkeit von sexualisierten Grenzverletzungen, sexualisierter Belästigung und Gewalt in Sportvereinen in NRW im Rahmen einer Onlinebefragung von Sportlerinnen und Sportlern im Alter ab 16 Jahren. Das zweite Modul, das schwerpunktmäßig von der Bergischen Universität Wuppertal durchgeführt wird, beschäftigt sich mit dem Status Quo der Prävention und Intervention sowie mit der Rekonstruktion der Bearbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt im Breitensport. Das letzte Modul schließt an den beiden ersten Modulen an. Es geht dabei um die Aufarbeitung der Forschungsergebnisse für die Praxis. Unter anderem wird ein praxisnaher Forschungsbericht erstellt und eine Abschlusskonferenz zur Dissemination der Ergebnisse durchgeführt.

Kontaktadresse

Gefördert von:

Landessportbund Nordrhein-Westfalen e.V.