QualiPäd

Evaluation der Versorgungsqualität in der ambulanten Routineversorgung häufiger Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters

Schlagworte

Versorgungsqualität, Qualitätsindikatoren, Störungen des Sozialverhaltens, ADHS, Depression

Projektleitung

Kooperationspartner

Institut für Versorgungsforschung und Klinische Epidemiologie, Philipps-Universität Marburg (Institutsleiter: Prof. Dr. med. Max Geraedts, M. San.)

Projektlaufzeit

06/2020–05/2023

Projektwebseite

(in Arbeit)

Projektbeschreibung

Der Großteil der ärztlichen Versorgung der rund 13 Millionen Kinder und Jugendlichen in Deutschland erfolgt ambulant. Es ist nicht bekannt, wie die Qualität dieser Versorgung ist, d.h. inwieweit sich die behandelnden Ärzte an die gültigen fachlichen Empfehlungen halten. Die Versorgungsqualität ist aber gerade im Kindes- und Jugendalter von besonderer Bedeutung, da in dieser Altersgruppe bei vielen Erkrankungen das Risiko von Folgeschäden oder chronischer Verläufe in Folge unzureichender Diagnostik und Therapie deutlich erhöht ist.

Im Rahmen von QualiPäd soll daher die Qualität der ambulanten Versorgung von Kindern und Jugendlichen am Beispiel häufiger psychischer (ADHS, Depression, Störung des Sozialverhaltens) sowie körperlicher (Asthma, Mandelentzündung, Mittelohrentzündung, Neurodermitis) Erkrankungen untersucht werden.

In zwanzig Arztpraxen verschiedener Fachrichtungen (Kinder- und Jugendpsychiater, Hausärzte, Kinderärzte, ärztlicher Notdienst) werden die Akten von 1.400 Kindern und Jugendlichen, die wegen einer der o.g. Erkrankungen behandelt wurden, ausgewertet.

Es wird dabei überprüft, inwieweit das dokumentierte Vorgehen der Ärzte mit aktuellen Empfehlungen zu Diagnosestellung und Behandlung (Qualitätsindikatoren) übereinstimmt. Hieraus wird dann der prozentuale Anteil von leitliniengerechter Behandlung, Unter-, Über- oder Fehlversorgung bestimmt. Außerdem werden die behandelnden Ärzte dazu befragt, was es ihnen erleichtert oder erschwert, sich an Leitlinien zu halten.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen auf, bei welchen Erkrankungen, Arzt- und Patientengruppen die Versorgungsqualität verbessert werden sollte, und was mögliche Ansatzpunkte hierfür sind.

Kontaktadresse

Prof. Dr. Dr. Christian Bachmann

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie
Universitätsklinikum Ulm
Steinhövelstraße 5
89075 Ulm
christian.bachmann@uniklinik-ulm.de

 

Gefördert von:

Gemeinsamer Bundesausschuss – Innovationsausschuss