Aktionsprogramm Familienbesucher

    

Schlagworte

Familienbesucher

Projektleitung

Projektlaufzeit

Januar 2008 - Juni 2012; 01.10.2017 bis 31.9.2018

Projektbeschreibung

Der Familienbesucher ist ein Curriculum zur Schulung von Fachkräften (wie Erzieherinnen, Sozialpädagoginnen, Hebammen oder Krankenschwestern), die Hausbesuche bei Eltern mit einem neugeborenen Säugling als primärpräventives Angebot zur Unterstützung für junge Eltern durchführen. Um die Fachkräfte aus dem jeweiligen lokalen Jugendhilfe- oder Gesundheitssystem auf ihre Aufgabe als künftige Familienbesucherinnen vorzubereiten, wurde ein Weiterbildungscurriculum zur Vermittlung des erforderlichen theoretischen und praktischen Wissens konzipiert. Damit hatte das Aktionsprogramm Familienbesucher eine Entwicklung vorweggenommen, die im Bundeskinderschutzgesetz 2012 ihren vorläufigen Abschluss fand. Im Bundeskinderschutzgesetz wurde das Konzept von Familienbesuchen als Information von Eltern zu Fragen der Schwangerschaft, zu Fragen rund um die Geburt und das erste Lebensjahr festgeschrieben (§ 2KKG, BKiSchG).

Das Weiterbildungscurriculum wurde in einem Probedurchlauf mit 39 Kursteilnehmerinnen erprobt und erfolgreich evaluiert. Anschließend wurden die Hausbesuche von den weitergebildeten Familienbesucherinnen an acht ausgewählten Modellstandorten durchgeführt und wissenschaftlich evaluiert. Seit 2017 findet mit Förderung der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg die Überarbeitung des Curriculums mit spezifischer Berücksichtigung von jungen Familien mit besonderen Belastungen und hohem Unterstützungsbedarf statt. Dabei geht es etwa um kleine Kinder mit psychisch kranken bzw. suchtkranken Eltern, kleine Kinder, die von Partnerschaftsgewalt betroffen sind bzw. mit ihren Müttern (wiederholt) in Frauenhäuser fliehen, Kinder von Strafgefangenen, Kinder von jugendlichen Müttern, Kinder aus psychosozial belasteten Familien mit Migrationshintergrund oder Kinder in Flüchtlingsfamilien.

Kontaktadresse

Sekretariat

Mail: forschungshaus.kjp@uniklinik-ulm.de

Gefördert von: