Analyse von spezifischen psychosozialen Belastungen von Kindern Bundeswehrangehöriger, insbesondere in Auslandseinsätzen und Identifikation von Präventions‐ und Interventionsstrategien

Schlagworte

Soldatenkinder, Kinder Bundeswehrangehöriger, psychosoziale Belastung, Resilienz, erhöhtes Risiko, Prävention und Interventionsmöglichkeiten, psychische Gesundheit

Projektleitung

  • Profilbild von Prof. Dr. med. Jörg M. Fegert

    Prof. Dr. med. Jörg M. Fegert

    Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie

  • Profilbild von Prof. Dr. phil. Ute Ziegenhain

    Prof. Dr. phil. Ute Ziegenhain

  • Profilbild von Prof. Dr. med. Michael Kölch

    Prof. Dr. med. Michael Kölch

Kooperationspartner

Bundeswehrkrankenhaus Berlin – Psychotraumazentrum/Zentrum für Psychiatrie und Psychotraumatologie

Projektlaufzeit

01.01.2016–31.12.2017

Projektbeschreibung

Psychische Belastungen von Eltern stellen einen Risikofaktor für die Kinder dar selbst psychische Störungen auszubilden. Soldaten und Soldatinnen sind aufgrund ihres Berufs hinsichtlich ihres Belastungsprofils und ihrer Erfahrungen mit anderen Berufsgruppen in Deutschland heute kaum vergleichbar. Insbesondere die Erfahrung von Auslandseinsätzen in Krisen- und Kriegsgebieten sind Erfahrungen, die andere Eltern in Deutschland eher nicht machen müssen, und von daher auch nicht ihre Kinder.

Ziel des Pilotprojekts ist es die Lebensbedingungen von Kindern aus Bundeswehrfamilien zu untersuchen. Dazu gehören besondere Heraus- und Anforderungen, die Entwicklung von Stärken beziehungsweise spezielle Bedürfnisse oder Wünsche. Des Weiteren wird eine Bestandsaufnahme von vorhandenen Interventions- und Präventionsangeboten und dem Unterstützungsbedarf der Bundeswehrfamilien vorgenommen.

Das Pilotprojekt besteht aus einer systematischen Sichtung und Analyse vorhandener internationaler Studienergebnisse, die auf das deutsche Gesundheits- und Sozialwesen übertragend ausgewertet werden. Für die Durchführung des Pilotprojekts werden 18 qualitative Interviews mit den Kindern, den Soldaten/Soldatinnen und den jeweiligen Partnern/Partnerinnen geführt. Dazu wurden Familien mit einem Elternteil ausgewählt, das ausschließlich im Inland arbeitet, das im Auslandseinsatz war oder auch eine einsatzbedingte psychische Störung hat. Zur Erhebung der Unterstützungssituation wurden zudem zehn Telefoninterviews mit verschiedenen Experten aus dem Psychosozialen Netzwerk der Bundeswehr geführt. Im Rahmen eines interdisziplinären Expertenpanels wird zum Abschluss des Projekts diskutiert, inwieweit spezifische Bedürfnisse beziehungsweise Versorgungsanforderungen bei Kindern aus Bundeswehrfamilien bestehen, und zwar innerhalb des Betreuungssettings das die Bundeswehr für Familien vorhält, als auch im Rahmen der Regelversorgung des Gesundheits- und des Jugendhilfesystems.

Publikationen und erstellte Materialien

in Bearbeitung

Kontaktadresse

Gefördert von:

Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw)