BETTER CARE

BETTER CARE: Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung unbegleiteter Flüchtlinge durch gestufte Behandlungsangebote – Implementierung und Evaluation eines Screenings und Präventionsprogramms, Gesundheitsökonomie

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Schlagworte

Trauma, psychotherapeutische Versorgung, Jugendhilfe, Flüchtlinge, gestuftes Versorgungsmodell

Projektleitung

Prof. Dr. Dipl.-Psych. Rita Rosner, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (Konsortialleitung)

    

Prof. Dr. Ute Ziegenhain, Universität Ulm, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie

Prof. Dr. Reinhold Kilian, Universität Ulm, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II

Dr. Dipl.-Psych. Heinz Kindler, Deutsches Jugendinstitut

       

Projektlaufzeit

4 Jahre (Beginn Februar 2019)

Projektbeschreibung

Seit 2015 leben bis zu 70.000 unbegleitete junge Geflüchtete in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen in Deutschland. Um jungen Geflüchteten, welche ein erhöhtes Risiko für psychische Probleme aufweisen, eine erfolgreiche Integration zu ermöglichen, ist es grundlegend, die Gesundheitsversorgung  dieser jungen Menschen zu verbessern. Das Ziel von „BETTER CARE“ besteht somit darin, (unbegleiteten) jungen Geflüchteten eine an ihre Bedürfnisse angepasste, gestufte gesundheitliche Versorgung zu bieten. Die am Projekt teilnehmenden Jugendhilfeeinrichtungen werden zufällig entweder der üblichen Versorgung, verbunden mit einer aktuellen Belastungseinschätzung ihrer Jugendlichen, oder der „BETTER CARE“-Versorgung zugeteilt. Diese „BETTER CARE“-Versorgung beinhaltet eine  evidenzbasierte trauma-fokussierte Verhaltenstherapie bei klinisch relevanten Stresssymptomen und das Präventionsprogramm „Mein Weg“ bei milden bis moderaten Stresssymptomen. Die Verhaltenstherapie umfasst 12-18 Einzelstunden mit einer/einem Therapeuten/in, die/der durch das Projektteam speziell geschult wird. Das Präventionsprogramm wird durch Sozialarbeiter/-innen der jeweiligen Einrichtungen angeleitet, die ebenfalls durch das Projektteam extra geschult und supervidiert werden. Das „BETTER CARE“-Projekt bietet Jugendhilfeeinrichtungen somit eine Unterstützung und ein zielgerichtetes Training, mit wissenschaftlich erprobten Methoden.

Publikationen und erstellte Materialien

Unterhitzenberger, J., & Rosner, R. (2016). Case report: manualized trauma-focused cognitive behavioral therapy with an unaccompanied refugee minor girl. European Journal of Psychotraumatology, 7(1).

Unterhitzenberger, J., Eberle-Sejari, R., Rassenhofer, M., Sukale, T., Rosner, R., & Goldbeck, L. (2015). Trauma-focused cognitive behavioral therapy with unaccompanied refugee minors: a case series. BMC psychiatry, 15(260).

Pfeiffer, E., & Goldbeck, L. (2017). Evaluation of a Trauma‐Focused Group Intervention for Unaccompanied Young Refugees: A Pilot Study. Journal of traumatic stress, 30(5), 531-536.

Pfeiffer, E., Sachser, C., Rohlmann, F., & Goldbeck, L. (2018). Effectiveness of a trauma‐focused group intervention for young refugees: a randomized controlled trial. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 59(11), 1171-1179.

Kontaktadresse

Dr. Johanna Unterhitzenberger, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Ostenstr. 25, 85072 Eichstätt, Tel.: +4984219321733, bettercare@ku.de

Dr. M. Sc. Elisa Pfeiffer, Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Uniklinik Ulm, Steinhövelstr. 1, 89075 Ulm, Tel.: 073150062626, better.care@uniklinik-ulm.de             

Gefördert von:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)