Entwicklung eines Verfahrens zur leistungsbegründenden Einschätzung drohender Teilhabebeeinträchtigungen durch Fachkräfte der Jugendhilfe

Schlagworte

Teilhabebeeinträchtigungen, Eingliederungshilfe, seelische Behinderung, Einschätzungsinstrument, Ressourcen, Hilfeplanung

Projektleitung

  • Profilbild von Prof. Dr. med. Jörg M. Fegert

    Prof. Dr. med. Jörg M. Fegert

    Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie

  • Profilbild von Prof. Dr. phil. Ute Ziegenhain

    Prof. Dr. phil. Ute Ziegenhain

  • Profilbild von Dr. Heinz Kindler

    Dr. Heinz Kindler

    DJI München, Deutsches Jugendinstitut e.V.

Kooperationspartner

DJI München, Deutsches Jugendinstitut e.V.

Projektlaufzeit

01.04.2017 - 31.03.2019

Projektbeschreibung

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines bedarfsorientierten, aussagekräftigen und praxistauglichen Instruments zur Beurteilung und Dokumentation von (drohenden) Teilhabebeeinträchtigungen bei Kindern und Jugendlichen.

In enger Kooperation mit sechs Jugendämtern wird ein onlinebasiertes Einschätzungsinstrument entwickelt und im Regelbetrieb dieser Jugendämter im Bereich der Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche, die von seelischen Behinderungen bedroht oder betroffen sind (§35a SGB VIII), erprobt und evaluiert. Das Instrument soll für den sozialpädagogischen Kontext eine Möglichkeit bieten, die Vielfalt relevanter Teilhabedimensionen abzubilden und Ressourcen sowie Barrieren im Lebensumfeld der Kinder/Jugendlichen zu erfassen. Eine systematische und partizipative Einschätzung soll einen Beitrag zur Qualitätssicherung leisten, Transparenz und Nachvollziehbarkeit für alle Beteiligten fördern und eine Individualisierung der Hilfeplanung unterstützen.

In der ersten Projektphase wird auf Grundlage international vorliegender Instrumente und Felderkundungen in den sechs teilnehmenden Jugendämtern (Experteninterviews, Analyse bereits abgeschlossener Fälle) ein Konzept für ein onlinebasiertes Instrument zur Einschätzung (drohender) Teilhabebeeinträchtigungen erstellt, das in Entwicklungsworkshops mit sozialpädagogischen Fachkräften diskutiert und weiterentwickelt wird.

In der zweiten Projektphase wird dieses Einschätzungsinstrument in einer sechsmonatigen Pilotphase in den teilnehmenden Jugendämtern erprobt und evaluiert. Zur Erhebung von Qualitätsmerkmalen werden die Mitarbeiter*innen zur Praxistauglichkeit des Instruments befragt. Darüber hinaus finden weitere Datenerhebungen und Befragungen der Kinder/Jugendlichen und deren Familien statt, um Aussagekraft und Zuverlässigkeit des Instruments zu überprüfen.

In der dritten Projektphase wird zur Dissemination des Verfahrens eine E-Learning-Plattform mit Schulungsmaterialien entwickelt.

Kontaktadresse

Gefördert von:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)