Partizipation in sozialpsychiatrischen Handlungsfeldern

Fortbildung für Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter, Pflege und Interessierte

Das durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg geförderte Projekt »Partizipation in sozialpsychiatrischen Handlungsfeldern« hatte eine Laufzeit von zwei Jahren (01.10.2014 - 30.09.2016), war an der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege der Hochschule Esslingen angesiedelt und wurde von Prof. Bliemetsrieder und seinem Team bearbeitet:

„Unser Forschungsvorhaben setzt an sozialarbeitstheoretischen, rechtlichen und politischen Forderungen nach Partizipation an und fragt nach Definitionen, Möglichkeits- und Verwirklichungsräumen für Partizipation aus der Perspektive der AkteurInnen. Diese Aspekte werden im Kontext von Handlungsfeldern der sozialpsychiatrischen Versorgung bearbeitet, in denen sich Partizipation einerseits bisher nur schwer als handlungsleitendes Prinzip durchsetzen konnte, andererseits Partizipation jedoch insbesondere von den Initiativen der Psychiatrieerfahrenen seit langer Zeit vehement eingefordert wird. Folgende Fragen liegen dem Erkenntnisinteresse des Projektes zugrunde: Wie erleben AdressatInnen sozialpsychiatrischer Einrichtungen Partizipation? Was würden sie sich wünschen? Wie wird Partizipation in sozialpsychiatrischen Einrichtungen umgesetzt? Wie wird Partizipation in Hilfeplankonferenzen thematisiert? Welche Machtverhältnisse werden in den Hilfeplankonferenzen reproduziert, stabilisiert bzw. dekonstruiert? Als Forschungsfokus werden die NutzerInnenperspektive (Schaarschuch) und anwaltschaftliche Perspektiven (Oevermann) eingenommen und sich an Menschenrechten orientiert“

 
Referenten:

Prof. Sandro Bliemetsrieder, Josephina Schmidt M.A., Athanasios Tsirikiotis M.A.

 

Quelle: Wolfgang Bliemetsrieder, 2014, Privatbesitz