In ihrem Vortrag mit dem Titel „Interkulturelle Aspekte der Kriminalprognose" widmet sich Dr. rer. nat. Stefanie Schmidt der Frage, wie kulturelle Hintergründe und kultursensible Perspektiven in die prognostische Einschätzung von Rückfallrisiken einfließen und welche Konsequenzen sich daraus für eine faire und fundierte Begutachtungspraxis ergeben.
Dr. rer. nat. Stefanie Schmidt ist Diplom-Psychologin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, systemische Juniorberaterin sowie zertifizierte Trainerin für interkulturelle Kompetenz. Aus der Rechtspsychologie kommend, verknüpft sie Fragestellungen der Kriminalprognose mit Erkenntnissen der interkulturellen Psychologie, ein Schwerpunkt, der bereits ihrer Dissertation zugrunde lag. Neben ihrer Tätigkeit im Strafvollzug sowie in Lehre und Forschung setzt sie sich für die Weiterentwicklung fundierter Risikoeinschätzungen und für ein kultursensibles Handeln justizieller Einrichtungen ein. Während ihres Post-Doc-Aufenthalts bei Tony Ward in Neuseeland vertiefte sie das Good Lives Model (GLM), dessen Verbreitung im deutschsprachigen Raum sie seither maßgeblich vorantreibt und das sie mit Ansätzen der Gewaltfreien Kommunikation, der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) sowie systemischen Denkweisen verbindet (Quelle: https://afik.de/ueber/).