Rohrpost

Seit November 2011 erfolgt der Probentransport aus der Inneren Medizin zur ZEKCh mittels Rohrpost.

Seit dem Juni 2012 ist die neue Chirurgische Klinik ebenfalls an das Rohrpostsystem angeschlossen.

Die Zielcodierung der Rohrpostbehälter von allen Stationen an die Klinische Chemie ist:
1020
Für Proben aus dem OP-Bereich:
1010

 

Eine vollständige Liste aller Zielkodierungen und kurzer Bedienungsanleitung finden sie hier.

Eine Anleitung bei Störungen finden Sie hier.

 

Die Kartuschen der Rohrpost werden mit 3m/Sekunde (Kartuschen der Blutbank mit 7 m/Sekunde) angetrieben. Die dabei auftretenden Beschleunigungs- und Bremskräfte können zu einer leichten Hämolyse führen, welche aber nicht klinisch relevant ist, umfangreiche Untersuchungen im Klinikum rechts der Isar zeigten keine erfassbare Hämolyse . Eigene Untersuchungen in Ulm haben gezeigt, dass lediglich der freie Hämoglobinwert leicht angestiegen ist (Abb. 1).

 

 

  • Proben für die Plättchenfunktionsdiagnostik (PFA-100, Born, Multiplate) sollten nicht mit der Rohrpost versandt werden.

Die ZEKCh schließt daher Proben für das PFA-100 System vom Transport durch die Rohrpost aus.

  • Proben für das ROTEM:Da es sich bei den ROTEM- Proben um eilige Untersuchungen handelt und der Einfluss der Rohrpost auf die Ergebnisse zwar nachweisbar, aber klinisch nicht relevant ist, wird der Transport von ROTEM-Proben durch die Rohrpost durch die ZEKCh akzeptiert.
  • Blutgasproben: Für den Transport von Blutgas-Proben durch die Rohrpost müssen die Proben luftblasenfrei, gasdicht verpackt sein; dieses ist der Fall bei der Verwendung des empfohlenen Blutabnahmesystems der Firma Radiometer und einer Umverpackung in der Silikontasche (siehe unten)

Die empfohlene Verwendung der Silikontasche zur Fixierung der Proben in der Kartusche verhindert ein Durchschütteln und Aufschäumen der durch die Rohrpost versandten Proben. Die Benutzung dieser Taschen ist für alle durch die Rohrpost transportierten Proben obligatorisch!

Des Weiteren sollten die Probenröhrchen vollständig gefüllt sein, da sonst ebenfalls die Gefahr von Blasenbildung durch Aufschäumen bzw. starkem Schütteln besteht!

 

Folgende Proben dürfen nicht mit der Rohrpost transportiert werden:
Proben für die Plättchenfunktionsbestimmung mittels PFA.

 

Die Transportzeiten sind gegenüber der KFA deutlich kürzer, und beträgt im Durchschnitt unter 15 Minuten; für Proben aus dem OP-Bereich ist die Laufzeit unter 5 Minuten.

 

 

Direkt-/Notfall-Linie
OP, Aufwachraum und die Chirurgischen Intensivstationen besitzen neben der "normalen" Rohrpoststation eine zweite Rohrpoststation mit dem Direktziel "Klinische Chemie". Als einziges Ziel ist auf dieser Station die Klinische Chemie anwählbar, der Transport erfolgt innerhalb von maximal 5 Minuten in einer eigenen Röhre, der Versand von Kartuschen auf dieser Linie löst in der Klinischen Chemie einen Notfallalarm aus. Dieser Alarm soll eine beschleunigte Bearbeitung dieser Proben veranlassen.
Daher ist diese Station  eiligen, vitalen Proben vorbehalten und sollte nicht für "normale" Proben, wie z.B. der "Morgenroutine", beansprucht werden.

 

Verpackung der Proben:

Grundsätzlich sind die Proben für die Rohrpost doppelt zu verpacken, einmal als Hygienschutz in den "Hähnchentüten" und die Probe samt "Hähnchentüte" zusätzlich in die Umverpackungstasche aus Silikon (SAP: 60151208), letzter dient zur Fixierung der Probe in der Rohrpostkartusche:

 

Die internen, braunen, Versandumschläge sind aus hygienischen Gründen nicht für Blutproben geeignet.

So also bitte nicht:

Um Schaumbildung in den Proben zu vermeiden müsen die Proben in der Kartusche durch die Silikonhülle fixiert sein und möglichst vollständig gefüllt sein:

 

 

Gekühlte Proben:

Problematisch ist der Versandt von gekühlten Proben, eine billige Patentlösung gibt es nicht, die ZEKCH schlägt die Verwendung von handelsüblichen Tiefkühlakkus, besonders in der formbaren Ausführung. Die Probe darf jedoch nicht in direktem Kontakt mit der Probe kommen, da sonst die Gefahr des Einfrierens mit Hämolyse besteht. Besser ist ein Transport "per Hand auf Eiswasser. (Siehe auch den Punkt "gekühlte Proben" im Kapitel Probentransport)

Proben auf Eiswasser sollten "per Hand" gebracht werden und nicht mit der Rohrpost versandt werden.

So also bitte nicht:

So bitte auch nicht (Margarinedosen als Kühlakkus):

 

Weitere Probleme:

Die Kartuschen sind vor dem Versand vollständig zu schließen, es ist darauf zu achten, dass keine Versandpackung aus dem Verschluss herausragt,

sonst bleibt die Kartusche im Rohrsystem stecken bzw. der Deckel wird abgerissen:

 

 

Die Folge ist dann das:

 

 

Die Rohrpost ist für den Versand von Blutproben und Blutprodukten gedacht, Post, Sektflaschen  oder gar Nahrung sind nicht geeignetes Material!

Bitte vermeiden Sie das versenden nicht Rohrpost geeigneter Güter.

 

Man beachte das nebeneinander von Joghurt und Bactet-Behälter. Es handelt sich dabei zwar bei beidem um Bakterienkulturen, aber hygienisch ist das nicht. In der Kartusche wurde vorher sicherlich auch etwas Anderes transportiert, z.B. ein Stuhlkultur. Die Kartuschen gelten grundsätzlich als kontaminiert!

Überdies wird die Kartusche sehr schwer, der Transport kann möglicherweise nicht erfolgen bzw. verlangsamt den Transport (im gesamten Rohrpostbereich).

Das Versenden von Nahrungsmitteln mit der Rohrpost ist aus hygienischen Gründen nicht erlaubt!

 

Von Kleinkindern auch nicht, dieses ist dem Storch vorbehalten.

Probentransport

Grundsätzlich sind alle Proben nach der Abnahme umgehend in das zuständige Bereichslabor zu bringen!

Die Verantwortung für die Organisation des  Probentransports obliegt den Stationen bzw. dem Klinikum.

 

 

Die Probenannahme erfolgt in den Laborbereichen Oberer-Eselsberg rund um die Uhr.
Am Michelsberg wochentags von 8 bis 16 Uhr. Außerhalb diesen Zeiten müssen die Proben vom Michelsberg an den Eselsberg versandt werden (Einzel-Taxi bzw. Shuttle/Materialtransport der DUU, siehe weiter unten).

Die Proben können wie folgt in das Labor transportiert werden:

  • Per "Hand", bei eiligen und wichtigen Proben der sicherste Weg.
  • Oberer Eselsberg: Rohrpost (Proben zur Untersuchung der Plättchenfunktion dürfen nicht mit der KFA versandt werden).
  • Michelsberg durch den Transportdienst des Klinikums .
  • Zwischen den Bereichen mit den Tarnsportdienst des Materialtransports der DUU (nur im Intranet einsehbar). Die Sammelstellen für diese Proben finden sich am Oberen Eselsberg an der Pforte, am Michelsberg an der Pforte der Frauenklinik.
  • Zwischen den Bereichen mit einem durch die Station zu bestellende Einzel-Taxi.

Alle Laborproben sind grundsätzlich als infektiös zu betrachten. Für den Transport sollten die am Klinikum geltenden hygienische Grundregeln beachet werden:

  • Alle Proben müssen in die unter der SAP-Nummer 60098755 erhältlichen Transporttüten verpackt werden. Diese gilt auch für den Transport durch den Transportdienst innerhalb des Klinikums und für Proben auf Eiswasser. Bitte markieren Sie auf den Tüten das Absender- und Empfängerfeld.

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  • Für die schnelle Abarbeitung der Proben mit vitaler Gefährdung bitten wir Sie diese in folgender, unter der SAP-Nummer 60152922 erhältlichen, Transporttüte zu versenden:

  • Für den Transport zwischen den Bereichen mit einem Einzel-Taxi müssen die Proben gemäß der Gefahrgutverordnungen für den Transport von Labormaterial im Straßenverkehr (GGSVE/ADR/BioStoffv) verpackt sein. Hierfür stellt das Klinikum Kartons unter der SAP-Nr.60098735 abgebildete Version bzw 60098754 (große Version) bereit. In diesem Transportkarton muss die Probe in einer zweiten Hülle mit Zellstoff verpackt sein. hierzu eignet sich ebenfalls der Transportbeutel, besser ist ein starres Gefäß. Der Zellstoff soll eventuell ausfließende Flüssigkeit aufsammeln. Bitte beachten Sie bei dem Transport mit einem Einzeltaxi auch den Datenschutz!

Vorder- und Rückansicht der Transportbox mit der SAP-Nr.60098735.

Aufstellanleitung für die Transportbox.

Wichtig ist das violette Logo auf der Rückseite.

Bitte beschriften Sie das Empfänger- und Absenderfeld.

  • Verpackte Proben sind äußerlich hygienisch unbedenklich.

Ein Transport mit Handschuhen ist nicht notwendig. Die Benutzung von Handschuhen, welche bei der Blutentnahme verwendet wurden, sind unhygienisch, da eventuell Türkliniken etc. durch die Handschuhe kontaminiert werden.

Der Sammeltransportdienst ist hingegen angewiesen Handschuhe zu benutzen.

Bitte so nicht:

 


Beispiele

  • Verpackung für den Transport "per Hand", Transportdienst, Klinikshuttle und Materialtransport bitte so:

 

  • Bitte so nicht:

 

 

 

 

Eine Manipulation bzw. das Umfüllen durch die MTAs soll soweit wie möglich vermieden werden. Daher sind die sogenannten "Vanek"-Becher" keine Probengefäße der ZEKCH. Zulässige Probengefässe siehe hier.

  • Erst recht nicht so!:




  •  Verpackungen für den Transport durch Einzel-Taxen bitte so:

 

 

  • Proben auf Eiswasser:

Manche Proben müssen gekühlt auf Eiswasser gelagert und versandt werden. Damit ist kaltes Wasser mit 1-2 Eiswürfeln gemeint, kein reines Eis!

Erfolgt die Lagerung oder Transport auf Eis gefriert die Probe durch und ist nach dem Auftauen hämolysiert und somit für die meisten Bestimmungen unbrauchbar.

 

Hier einige Negativbeispiele:

Eine durchgefrorene Probe

Eigenwillige Gefrierbeutel.

 

 

Eine gefrorene Babywindel als Ersatz für eine Kühlpackung. Originell aber eben kein Eiswasser. Solange dann wirklich nur Wasser als Kühlmedium benutzt wird noch akzeptabel......

 

Auch ohne Probe eigentlich willkommen, so aber aus mehreren Gründen nicht zu verwenden.

 

Bitte beachten Sie:

Diese Hinweise gelten für die Proben der ZEKCH, für Probentransport in andere Einrichtungen des Klinikums, z.B. Mikrobiologie und Hygiene, gelten deren Bestimmungen.

Für Transporte zu Empfänger ausserhalb der Einrichtungen des Klinikums, besonders durch die Firma TNT, gelten deren Bestimmungen.

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