Praktisches Jahr

Mit der Zunahme der medizinischen Kenntnisse und Verfahren hat sich in der Pädiatrie in den letzten Jahrzehnten eine weitgehende Spezialisierung auf einzelne Fachgebiete entwickelt. Der damit verbundenen Gefahr, die ganzheitliche Betreuung von Kindern aus dem Auge zu verlieren, kann man dadurch entgegentreten, dass im Praktischen Jahr und auch am Beginn der Facharztausbildung besonderer Wert auf eine grundlegende Schulung allgemeinpädiatrischer Kenntnisse und Fähigkeiten gelegt wird. Hierin liegt ein wichtiges Ziel des PJ-Tertials in der Kinder- und Jugendmedizin.   

Um Ihnen einen Einblick in die sehr unterschiedlichen Bereiche der klinischen Pädiatrie zu geben, werden Sie im Verlaufe des PJ-Tertials über zwei verschiedene Stationen der Klinik rotieren. Dabei werden Sie die Gelegenheit haben, Kinder aller Altersstufen zu betreuen. Zusätzlich ist die Teilnahme an mindestens einem Spät- und einem Wochenenddienst vorgesehen. Für die Teilnahme an diesen Notfalldiensten wird ein entsprechender Freizeitausgleich gewährt. Die Mitarbeit auf einer Station Ihres speziellen Interesses ist prinzipiell möglich, muss jedoch zuvor mit den Lehrverantwortlichen und der betreffenden Station abgesprochen werden.

Zur theoretischen Weiterbildung dienen die tägliche Mittagsbesprechung, die regelmäßigen internen Klinikfortbildungen, die Fortbildungsnachmittage für niedergelassene Kinderärzte und die speziellen PJ-Seminare, in denen problemorientierte Themen gemeinsam mit erfahrenen Ärzten differentialdiagnostisch erarbeitet werden. Die genauen Daten dazu werden rechtzeitig bekannt gegeben oder sind über das Studiensekretariat der Kinderklinik zu erfragen.

Zur Vorbereitung auf das Staatsexamen stehen die Freitagnachmittage zur Verfügung, an denen für PJ-Studenten in der Regel keine Stationsarbeit vorgesehen ist.

Für alle organisatorischen oder inhaltlichen Fragen, so wie bei allen anderen Problemen im Ablauf des PJ-Tertials stehen Ihnen das Studentensekretariat oder der PJ- bzw. Lehrbeauftragte der Kinderklinik zur Verfügung. 

Bitte beachten Sie: Grundlage für ein interessantes und lehrreiches PJ-Tertial bilden die in den Vorlesungen und Praktika bereits erworbenen Kenntnisse in der Pädiatrie. Sie werden von diesem Tertial am meisten profitieren, wenn Sie gut vorbereitet starten. In der praktischen pädiatrischen Ausbildung stellt es oft ein Problem dar, die Einwilligung der Eltern dafür zu erhalten, dass ein noch Ungeübter eine Untersuchung oder eine diagnostische Maßnahme an ihrem Kind vornimmt. Suchen Sie deshalb bewusst und aktiv nach Möglichkeiten sich praktisch zu betätigen, auch in dem Sie – zusammen mit den betreuenden Stationsärzten – auf die Eltern zugehen oder in dem Sie die Gelegenheit zur Teilnahme an Notfalldiensten nutzen.  

 

PJ-Beauftragter:
Prof. Dr. Daniel Steinbach
daniel.steinbach[at]uniklinik-ulm.de

 

Praktisches Jahr, Famulatur, Fortbildung und Lehre (Medizinstudenten):
Frau Elena Orlowski
+49 731 500 57320

elena.orlowski[at]uniklinik-ulm.de

Lehre

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