Stationäre Versorgung

Unsere stationäre Versorgung gliedert sich in drei Abteilungen::

Gemeinsame Angebote der Kinder- und Jugendstation:







Jugendstation

Die Jugendstation mit 8 Therapieplätzen ist für Patienten vom 15. - 18. Lebensjahr in Krisenstuationen oder mit schwereren psychischen Störungen zuständig.

Wie ist der Zugang geregelt?

  • Notfallversorgung über den Bereitschaftsdienst der Klinik
  • Überweisung aus der Instituts-, Hochschul- oder Privatambulanz


Für wen sind wir da?

Immer dann, wenn Therapien die nicht mit der Trennung von der Familie
verbunden sind, nicht ausreichen oder wenn mit der Trennung ein besonderer

  • Jugendliche, die unter psychischen Folgen von Traumata leiden (z.B. Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung,...)
  • Jugendliche mit Hyperkinetischen Störungen
  • Jugendliche mit Störungen des Sozialverhaltens
  • Jugendliche mit Essstörungen, Einnässen, Einkoten, Schlafstörungen, Kopf- und Bauchschmerzen
  • Jugendliche mit selbstverletzendem Verhalten
  • Jugendliche mit Ängsten, Zwängen, Depressionen
  • Jugendliche in Pubertäts- und Abläsungskrisen
  • Jugendliche mit umschriebenen oder tiefgreifenden Entwicklungsstörungen


Aufgaben (wenn nötig bzw. indiziert):

  • Erweiterte Diagnostik
  • therapeutisches Alltagsmilieu
  • Psychotherapeutische Interventionen zur Überwindung von psychischen Erkrankungen
  • Medikamentöse Behandlung
  • Unterstützung bei der Eingliederung von chronisch psychisch erkrankten Jugendlichen zurück in den Alltag
  • Krisenintervention (und Maßnahmen mit Freiheitsentzug, wenn ohne solche behandlung eine akute Selbst- oderFremdgefährdung bestünde und eine psychische Behandlungsindikation vorliegt)


Visiten:

Die Koordination der verschiedenen Interventionen erfolgt durch regelmäßige Visiten.

  • Oberarztvisite 1x wtl.
  • Chefarztvisite 1x wtl. unter Beteiligung des Jugendlichen


Therapieangebot:


Tagesablauf:

 

6.45 Uhr

Wecken

ab 7.15

Frühstück

7.50-12.00

Schule/Therapie/Untersuchungen

10.15

Zwischenmahlzeit

12.00

Mittagessen

bis 14.00

Hausaufgaben und Ruhezeit

14.00-17.50

Therapie/Freizeit/Außenaktivitäten

15.00

Zwischenmahlzeit

18.00

Abendessen

19.00

Blitzlicht und Tagesreflektion

20.00

Spätmahlzeit

22.00

Nachtruhe


Sozialarbeit:

  • Beratung und Klärung von Unterstützungs- und Hilfsangeboten für das Kind/Jugendlichen und die Familie, Psychosoziale Diagnostik
  • Beratung und Begleitung bei Behördenkontakten
  • Moderation des Hilfeprozesses (z.B. mit dem Jugendamt)
  • Unterstützung beim Übergang von der Klinik in ein Hilfsangebot der Jugend- oder Jugendberufshilfe
  • Beratung bei psychosozialen- und sozialrechtlichen Fragestellungen
  • Sicherung des Kindeswohls und Kriseninterventionen
  • Beratung von Mitarbeitern und Einrichtungen der Jugendhilfe


Helferrunde:

Sozialarbeiter, Eltern, Kind, Arzt/Psychologe und Stationsbetreuer erarbeiten mit Vertreter des Jugendamts Hilfsmöglich-keiten für das Kind und/oder die Familie.



Der Küchendienst ist ein Teil der Milieutherapie und dient unter anderem der Einübung der Übernahme von sozialer Verantwortung.Zusätzlich planen die Jugendlichen einmal wtl. für die gesamte Gruppe eine Mahlzeit.

Von 13.00 bis 14.00 Uhr ist Ruhezeit, in der Zeit ist für Hausaufgaben und Entspannung

 

Therapie kann ziemlich anstrengend sein, deshalb gibt es Raum für Freizeit wie Billard, Tischkicker aber auch von der Gruppe und unseren Betreuern geplanten Ausflügen.

Wenn man möchte kann man nach Absprache auch zur körperlichen Aktivierung unseren Fitnessraum nutzen.





 

Jugendstation II

Im Oktober 2008 wurde unsere Klinik um die Jugendstation II erweitert. Die Jugendstation II umfasst 11 vollstationäre und 6 teilstationäre Behandlungsplätze für Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren mit psychischen Störungen.


 

Wie ist der Zugang geregelt?

  • Überweisung aus der Instituts-, Hochschul- und Privatambulanz
  • Aufnahme durch den Bereitschaftsdienst der Klinik
  • Übernahme von anderen Station
  • In einem Vorgespräch lernt der Jugendliche und seine Bezugspersonen/ Sorgeberechtigten das Behandlungskonzept kennen

 

Für wen sind wir da?

  • Jugendliche, die unter psychischen Folgen von Traumata leiden (z.B. Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung)
  • Jugendliche mit Hyperkinetischen Störungen
  • Jugendliche mit Störungen des Sozialverhaltens
  • Jugendliche mit Essstörungen, Einnässen, Einkoten, Schlafstörungen, Kopf- und Bauchschmerzen
  • Jugendliche mit selbstverletzendem Verhalten
  • Jugendliche mit Ängsten, Zwängen, Depressionen
  • Jugendliche in Pubertäts- und Ablösungskrisen
  • Jugendliche mit umschriebenen oder tiefgreifenden Entwicklungsstörungen

 

Jugendliche, die auf die Jugendstation II aufgenommen werden, müssen absprachefähig sein (d.h. es darf keine akute Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegen), darüber hinaus sollten sie Grundfertigkeiten zur Alltagsbewältigung (z.B. sich selbständig waschen, ankleiden) beherrschen.

 

Aufgaben (wenn nötig, bzw. indiziert):

  • Erweiterte Diagnostik
  • Jugendpsychiatrische, milieutherapeutische und psychotherapeutische Interventionen zur Überwindung von psychischen Erkrankungen
  • Medikamentöse Behandlung
  • Förderung der Selbständigkeitsentwicklung/ der Selbstpflegekompetenzen
  • Unterstützung bei der Eingliederung und Teilhabe im Alltagsleben

 

Visiten:

  • Die Koordination der verschiedenen Interventionen erfolgt durch regelmäßige Visiten:
  • Oberarztisite 1 * wöchentlich
  • Chefarztvisite 1 * wöchentlich unter Beteiligung des Jugendlichen

 

Therapieangebote:

Im Vordergrund stehen gruppentherapeutische Behandlungsangebote:

  • Milieutherapie (z.B. Lauftreff, Nordic Walking, Fitnessangebote, Kochgruppe)
  • Psychotherapie: störungsunspezifische Gruppentherapien und störungsspezifische Gruppen (z.B. DBT-A, Aufmerksamkeitstraining)
  • Ergotherapeutische Gruppen
  • Musiktherapeutische Gruppen
  • Arbeitstherapeutische Gruppen

 

Zusätzlich nehmen die Jugendlichen an Einzeltherapien teil.

Darüber hinaus finden regelmäßig Elterntrainings (je vier Abendtermine) statt.

Um einen verbesserten Transfer in den Alltag zu ermöglichen (Belastungserprobung im Alltag), arbeiten wir eng mit Ulmer Schulen und Handwerksbetrieben zusammen.

 

Tagesablauf (allgemeine Struktur):

ca. 6.45 aufstehen

ab 6.30 Frühstück

7.50 – 12.00 Schule/ Ausbildung/ Therapie/ Untersuchungen

12.00  Mittagessen

Bis 14.00 Hausaufgaben und Ruhezeit

14.00 – 18.00 Therapie/ Freizeit/ Außenaktivitäten

15.00 Zwischenmahlzeit

18.30 Abendessen

19.30 Blitzlicht

22.00 Nachtruhe

 

Der Tagesablauf kann in Phasen der Belastungserprobung im Alltag individuell angepasst werden.

 

Sozialarbeit:

  • Beratung und Klärung von Unterstützungs- und Hilfsangeboten für das Kind/Jugendlichen und die Familie, Psychosoziale Diagnostik
  • Beratung und Begleitung bei Behördenkontakten
  • Moderation des Hilfeprozesses (z.B. mit dem Jugendamt)
  • Unterstützung beim Übergang von der Klinik in ein Hilfsangebot der Jugend- oder Jugendberufshilfe
  • Beratung bei psychosozialen- und sozialrechtlichen Fragestellungen
  • Sicherung des Kindeswohls und Kriseninterventionen
  • Beratung von Mitarbeitern und Einrichtungen der Jugendhilfe

 

Außerdem:

Im März 2009 wurde die Jugendstation durch eine Mutter-Kind-Einheit ergänzt, in der psychisch belastete jugendliche Mütter/ Väter (bis 25 Jahre) gemeinsam mit ihren ebenfalls psychisch belasteten Kindern aufgenommen werden können, um jeweils behandelt zu werden und um die Eltern- Kind-Interaktionen zu verbessern.

 


Kinderstation

Die Kinderstation hat 12 Behandlungsplätze und nimmt Kinder und Jugendliche bis zum 15. Lebensjahr auf, die aufgrund des Schweregrades ihrer Störung vorübergehend nicht in ihrem gewohnten familiären oder schulischen Umfeld bleiben können.


Wie ist der Zugang geregelt?

  • Notfallversorgung über den Bereitschaftsdienst der Klinik
  • Überweisung von der Instituts-, Hochschul- oder Privatambulanz


Für wen sind wir da?

Immer dann, wenn Therapien die nicht mit der Trennung von der Familie
verbunden sind, nicht ausreichen oder wenn mit der Trennung ein besonderer

  • Kinder, die unter psychischen Folgen von Traumata leiden (z.B. Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung,...)
  • Kinder mit Hyperkinetischen Störungen
  • Kinder mit Störungen des Sozialverhaltens
  • Kinder mit Essstörungen, Einnässen, Einkoten, Schlafstörungen, Kopf- und Bauchschmerzen
  • Kinder mit selbstverletzendem Verhalten
  • Kinder mit Ängsten, Zwängen, Depressionen
  • Kinder in Pubertäts- und Ablösungskrisen
  • Kinder mit umschriebenen oder tiefgreifenden Entwicklungsstörungen
  • Kinder mit sehr früh beginnenden psychischen Störungen


Aufgaben (wenn nötig bzw. indiziert):

  • Erweiterte Diagnostik
  • Therapeutische Intervention
  • Medikamentöse Einstellung
  • Krisenintervention (und Maßnahmen mit Freiheitsentzug, wenn ohne solche behandlung eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung bestünde und eine psychische Behandlungsindikation vorliegt)


Therapieangebot:


Tagesablauf:

 

6:50-7:00 Uhr

Wecken Aufstehen, Waschen

ab 7:15

Frühstück

8:00-11:40

Schule, Therapie, Untersuchung

12:00

Mittagessen

13:00-14:00

Zimmerzeit

14:00-17:50

Schule, Therapie, Freizeit, Gruppen- oder Außenaktivität

18:00

Abendessen

ca. 19:00

Blitzlicht

20:00

Zimmerruhe

21:00

Nachtruhe

 

Sozialarbeit

  • Beratung und Klärung von Unterstützungs- und Hilfsangeboten für das Kind/Jugendlichen und die Familie, Psychosoziale Diagnostik
  • Beratung und Begleitung bei Behördenkontakten
  • Moderation des Hilfeprozesses (z.B. mit dem Jugendamt)
  • Unterstützung beim Übergang von der Klinik in ein Hilfsangebot der Jugend- oder Jugendberufshilfe
  • Beratung bei psychosozialen- und sozialrechtlichen Fragestellungen
  • Sicherung des Kindeswohls und Kriseninterventionen
  • Beratung von Mitarbeitern und Einrichtungen der Jugendhilfe

Gemeinsame Mahlzeiten

Hausaufgaben erledigen und Zeit zur freien Verfügung

 

 

Klinikschule



  • Die Klinikschule ist eine öffentliche Schule und verhindert Schulversäumnisse.
  • Ziele und Aufgaben:
    • Stabilisierung der Persönlichkeit
    • Förderung der Lernfähigkeit
    • eine individuelle Förderung
  • Dabei soll der Anschluss an die Heimatschule gehalten werden.
    Deshalb ist uns eine Kooperation mit der Heimatschule wichtig.



Therapieangebote

Ergotherapie

  • Arbeit hauptsächlich mit handwerklichen, kreativen und gestalterischen Mitteln
  • Verbesserung der Fähigkeiten in der Gruppe zurecht zu kommen
  • Stärkung der Persönlichkeit
  • Schaffung anderer Ausdrucksmöglichkeiten
  • Wahrnehmungsschulung
  • Steigerung der Konzentration, Ausdauer und Zielstrebigkeit





Musiktherapie

 

  • Möglichkeit Gefühle, Ängste und Wünsche auf nicht-sprachlicher Ebene zu äußern
  • Bewusstes Erleben und Erfahren von Musik
  • Die Instrumente können ohne Vorerfahrungen benutzt werden
  • Verbesserung der Fähigkeit Gefühle zu erleben und auszudrücken
  • Unterstützung des Selbstbewusstseins
  • Entspannungsangebote mit Musik
  • Einzel- und Gruppentherapie
  • Band




Bewegungstherapie

  • Ganzkörperliche Erfahrungen ermöglichen
  • Entdeckung und Entwicklung von eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • Eigene Ideen, Motivation und Vorerfahrungen berücksichtigen
  • Altersgemäße Bedürfnisse integrieren (Spiel- und Bewegungsdrang)
  • Möglichst viele Sinneskanäle ansprechen





Reittherapie

 

Ziele:

    • Wecken aller Sinne
    • Schulung der Aktivitäten auf und ums Pferd
    • Spiegelung der eigenen Emotionen
    • Schulung der Körperwahrnehmung
    • in der Reittherapie steht die Beziehung zum Pferd im Vordergrund, nicht das Reiten



Gruppentherapie

  • Für einzelne Störungsbilder (z.B. Störung des Sozialverhaltens, Essstörungen) gibt es gruppentherapeutische Angebote, in denen die Interaktionen der Kinder therapeutisch genutzt werden




Psychotherapie

  • Im Einzelsetting werden verschiedene störungsspezifische Therapieverfahren eingesetzt mit dem Ziel, neue Wege des Erlebens und Verhaltens zu finden.
  • Begleitend finden Familien- und Elterngespräche statt, um intrafamiliäre Interaktionsmuster zu verändern und familiäre Ressourcen zu nutzen.


Wie geht's danach weiter?

  • Ambulante Nachbetreuung in der Institutsambulanz
  • Vermittlung in andere Einrichtungen


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