Klinische Versorgungsangebote:

Stationäre Versorgung

Wir bieten eine klinische Versorgung in folgenden Abteilungen an:

 

Eine Besonderheit der Kinder– und Jugendpsychiatrie ist multimodale Therapie.

Sie vereint unterschiedliche Elemente und mehrere Berufsgruppen sind an ihrer Umsetzung beteiligt.

So können wir unseren Patienten eine gezielte Behandlungsform anbieten – ganz ihrem Alter und ihren speziellen Problemen entsprechend.

 

 

 

Wie ist der Zugang geregelt?

  • Überweisung aus der Instituts-, Hochschul- und Privatambulanz
  • Aufnahme durch den Bereitschaftsdienst der Klinik
  • Übernahme von anderen Stationen/Kliniken
  • In einem Vorgespräch lernen die Kinder/Jugendlichen und deren Bezugspersonen/Sorgeberechtigten das Behandlungskonzept kennen

Für wen sind wir da?

  • Kinder und Jugendliche, die unter psychischen Folgen von Traumata leiden (z.B. Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung, bedrohliche Lebensereignisse)
  • Kinder und Jugendliche mit Hyperkinetischen Störungen
  • Kinder und Jugendliche mit Störungen des Sozialverhaltens
  • Kinder und Jugendliche mit Essstörungen, Einnässen, Einkoten, Schlafstörungen, Kopf- und Bauchschmerzen
  • Kinder und Jugendliche mit selbstverletzendem Verhalten
  • Kinder und Jugendliche, die sich das Leben nehmen wollen
  • Kinder und Jugendliche mit Ängsten, Mutismus, Zwängen, Depressionen
  • Kinder und Jugendliche mit Tic-Störungen
  • Kinder und Jugendliche mit tiefgreifenden Entwicklungsstörungen (wie etwa Autismusspektrumstörungen)
  • Jugendliche mit Persönlichkeitsentwicklungsstörungen
  • Kinder und Jugendliche mit psychotischen Störungen
  • Kinder und Jugendliche mit Verhaltensstörungen wie z. B. Computersucht
  • Kinder und Jugendliche mit Störungen der (Geschlechts-)Identitätsentwicklung

 Aufgaben (wenn nötig, bzw. indiziert):

  • Erweiterte Diagnostik
  • Kinder- und jugendpsychiatrische/psychotherapeutische und  milieutherapeutische Behandlung
  • Medikamentöse Behandlung
  • Förderung der Selbständigkeitsentwicklung/der Selbstpflegekompetenzen
  • Unterstützung bei der Eingliederung und Teilhabe im Alltagsleben
  • Krisenintervention
  • Maßnahmen mit Freiheitsentzug, wenn eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung besteht und eine psychiatrische Behandlungsindikation vorliegt

Therapieangebote:

Die therapeutischen Angebote werden ergänzt durch Beratungen des Sozialdienstes und durch die Klinikschule.

Wie geht es nach dem Aufenthalt weiter:

  • Weiterbehandlung bei niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiatern/Psychotherapeuten
  • Ambulante Nachbetreuung in der Institutsambulanz und in der Ambulanz des  Ausbildungszentrums für Verhaltenstherapie

Kinderstation

Hier gibt es 12 Behandlungsplätze für Kinder bis zum Alter von 13 Jahren, bei denen aufgrund der Erkrankung ein vorübergehendes Lösen aus ihrem alltäglichen Umfeld erforderlich ist. Die Patienten finden eine klare Struktur vor und können durch die therapeutische Schaffung einer neuen Ausgangssituation für alle Beteiligten neue Wege und Lösungen für sich erarbeiten. Ein wesentlicher Schwerpunkt der therapeutischen Arbeit liegt dabei auf pädagogischen und psychotherapeutischen, in manchen Fällen auch psychopharmakologischen Aspekten. Besonderes Augenmerk wird auf eine intensive Arbeit mit den Sorgeberechtigten gelegt.

 

Jugendstation I

Wir bieten ein intensives Behandlungsangebot für 8 Jugendliche vom 14. – zum 18. Lebensjahr mit schwereren psychischen Erkrankungen (wie etwa psychotischen Erkrankungen oder schweren Essstörungen) und in Krisensituationen. Wir sind auch für Jugendliche da, die nicht mehr leben wollen. Eine Aufnahme kann daher auch bei Bestehen von Eigen- oder Fremdgefährdung erfolgen. In diesen Fällen sind richterliche Entscheidungen eine wichtige Behandlungsgrundlage.

Jugendstation II

Wir bieten 10 vollstationäre und 8 teilstationäre Behandlungsplätze für Jugendliche im Alter von 14 – 18 Jahren an. Das Angebot beinhaltet eine intensive, vor allem psychotherapeutisch und sozialtherapeutisch ausgerichtete Behandlung. Eine Überprüfung der Therapiefortschritte im Alltag und eine enge Einbindung der Eltern in die Therapie ist zentraler Bestandteil des Behandlungskonzepts. Im Gegensatz zur Jugendstation 1 können auf dieser offenen Station keine Jugendlichen behandelt werden, die nicht absprachefähig sind.


 

Tagesklinik

Wir behandeln Patienten bis zum 14. Lebensjahr, die motiviert und fähig sind, einen täglichen Settingwechsel (Klinik-Zuhause) zu vollziehen und hierbei die volle Unterstützung ihrer Sorgeberechtigten genießen. Zur Verfügung stehen 10 Behandlungsplätze. Ein Haupt-Augenmerk liegt auf der Generalisierung der therapeutischen Arbeit in den familiären Alltag, weshalb Hausbesuche und die Teilnahme der Sorgeberechtigten am Elterntraining verpflichtender Bestandteil der Behandlung sind.

 

Therapie- und Beratungsangebote

Psychotherapie

Im Einzel- und Gruppensetting werden verschiedene störungsspezifische Therapieverfahren mit dem Ziel eingesetzt, neue Wege des Erlebens und Verhaltens zu finden. Begleitend finden Familien – und Elterngespräche statt, um intrafamiliäre Interaktionsmuster zu verändern, familiäre Ressourcen zu nutzen und den Transfer in den Alltag zu unterstützen.

Milieutherapie

Kinder und Jugendliche brauchen in ihrem Entwicklungsprozess Unterstützung, Führung und Erziehung, was im Stationsalltag durch die sogenannte Milieutherapie (Behandlung durch Zusammenleben) gewährleistet wird. Neben Alltagsgestaltung, Gesprächen, unterschiedlichsten Aktivitäten und speziellen Therapiegruppen sind die Mitarbeiter des Pflege – und Erziehungsdienstes für die intensive Beziehungsgestaltung und die Schaffung einer emotional tragenden Atmosphäre zuständig.

Sozialarbeit

……in unserer Klinik bedeutet:

  • Beratung und Unterstützung in sozialrechtlichen, schulischen und beruflichen Fragen.
  • Beratung und Hilfestellungen bei wirtschaftlichen/finanziellen Schwierigkeiten.
  • Information, Beratung und Klärung von Hilfsangeboten für das Kind und/oder die Familie.
  • Beratung und Begleitung bei Behördenkontakten (Hilfeprozess Jugendamt)
  • Koordinierung von Hilfen und Vermittlung an weiterführende Beratungsstellen und/oder Einrichtungen.
  • Unterstützung beim Übergang von der Klinik in ein Hilfsangebot der Jugendhilfe.
  • Beratung von Mitarbeitern und Einrichtungen der Jugendhilfe.
  • Sicherung des Kindeswohls und Kriseninterventionen in Konfliktsituationen.

Elterntraining

Das Elterntraining ist ein fester Therapiebestandteil und wird vom Pflege- und Erziehungsdienst angeboten. Je nach Unterstützungsbedarf gibt es hierzu Gruppenangebote oder individuelle Lösungen. Unser Anliegen ist es, Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu unterstützen und dabei systematisch auf den Stärken der Familien aufzubauen - strukturiert, alltagsnah, ziel- und verhaltensorientiert.

Ergotherapie

  • Arbeit hauptsächlich mit handwerklichen, kreativen und gestalterischen Mitteln
  • Verbesserung der Fähigkeiten in der Gruppe zurecht zu kommen
  • Stärkung der Persönlichkeit
  • Schaffung anderer Ausdrucksmöglichkeiten
  • Wahrnehmungsschulung
  • Steigerung der Konzentration, Ausdauer und Zielstrebigkeit

 

 

Musiktherapie

 

  • Möglichkeit Gefühle, Ängste und Wünsche auf nicht-sprachlicher Ebene zu äußern
  • Bewusstes Erleben und Erfahren von Musik
  • Die Instrumente können ohne Vorerfahrungen benutzt werden
  • Verbesserung der Fähigkeit Gefühle zu erleben und auszudrücken
  • Unterstützung des Selbstbewusstseins
  • Entspannungsangebote mit Musik
  • Einzel- und Gruppentherapie
  • Band

 

Bewegungstherapie

  • Ganzkörperliche Erfahrungen ermöglichen
  • Entdeckung und Entwicklung von eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • Eigene Ideen, Motivation und Vorerfahrungen berücksichtigen
  • Altersgemäße Bedürfnisse integrieren (Spiel- und Bewegungsdrang)

 


Arbeitstherapie

Realitätsüberprüfung und Belastungserprobung bezogen auf eine Wiedereingliederung in Ausbildung und Alltag.

Das beinhaltet:

  • Berufliche Perspektivenklärung
  • Steigerung elementarer Arbeitsfähigkeiten z.B. Belastbarkeit, Konzentration, Ausdauer und Arbeitsplanung
  • Förderung sozialer Arbeitsfähigkeiten z.B. Teamarbeit, Kritikfähigkeit und Durchsetzungsvermögen

    • Erlernen berufsspezifische Arbeitsfähigkeiten

  • Unterstützung von Verantwortung, Selbstvertrauen und Selbstständigkeit

Klinikschule



Die Klinikschule ist eine staatliche Sonderschule, in der alle Kinder und Jugendlichen unterrichtet werden.

http://www.hans-lebrecht-schule.de

 

 

 

Für Patienten

 

Zentrale Anmeldung und Terminvergabe:

0731/500-61636

 

Privatambulanz:

0731/500-61629

 

Psychotherapieambulanz des AZVT:

0731/500-62650

 

Pressekonferenz: „Kindesmissbrauch und die Spätfolgen“

am 16. März 2017, 11:00 Uhr in Berlin

Unterlagen dazu:

 

"Was ist denn schon normal" (Broschüre zum downloaden) Das gesamte PDF, sowie einzelne Seiten/Illustrationen, dürfen nicht für kommerzielle Zwecke verwendet und nur nach Absprache kopiert und weiterverbreitet werden. Das Urheberrecht, sowie die Nutzungsrechte liegen bei der Illustratorin Annette Köhn, sowie dem Universitätsklinikum Ulm.

 

"Umgang mit sexueller Gewalt" (Broschüre zum downloaden) Eine praktische Orientierungshilfe für pädagogische Fachkräfte in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche.

 

 

Erste Daten aus dem deutschlandweiten Projekt zum Thema sexualisierter Gewalt im organisierten Sport (Ergebnisbericht).

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