Positronen-Emissions-Tomographie (PET), PET/CT

PET/CT Kombinationsgerät

Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ist ein bildgebendes Verfahren, das Schnittbilder von lebenden Organismen erzeugt, indem es die Verteilung schwach radioaktiv markierter Substanzen (Radiopharmaka) im Organismus sichtbar macht und damit biochemische und physiologische Funktionen abbildet (funktionelle Bildgebung). Damit können Stoffwechsel und Funktion im Körper ohne Gewebsentnahme gemessen, lokalisiert und bildlich dargestellt werden. Durch Kombination mit einem Computertomographen (CT) stellt die PET/CT die am weitesten entwickelte hochauflösende bildgebende Technik zur Darstellung krankheitsbedingter Störungen des Stoffwechsels und von Organfunktionen im menschlichen Körper dar. Zur Erzeugung des Bildkontrastes sind nur sehr geringe intravenös verabreichte Substanzmengen radioaktiver Arzneimittel (10-6 bis 10-9g) notwendig, so dass praktisch keine pharmakologischen bzw. pharmakodynamischen Wirkungen ausgeübt werden. Zudem werden häufig Naturstoffe wie z.B. die Aminosäure Methionin oder das tertiäre Amid Cholin als Trägermoleküle verwendet. PET/CT wird klinisch bei Tumoren des Gehirns, der Lunge, bei Brustkrebs, bei Darmkrebs, bei Knochentumoren, Hauttumoren (malignes Melanom), bei Lymphknotenkrebs (maligne Lymphome), bei Tumoren endokriner Drüsen und bei neuroendokrinen Tumoren sowie häufig beim Prostatakarzinom eingesetzt. In der Kardiologie wird die PET/CT zur Vitalitätsbestimmung des Herzmuskels nach schweren Durchblutungsstörungen, in der Neurologie z.B. bei Morbus Alzheimer und anderen neurodegenerativen Erkrankungen, bei Epilepsie oder Parkinsonscher Erkrankung verwendet.

 

 

In der oberen Zeile ist der Lungentumor im CT (links) als weichteildichter Rundherd, im FDG – PET als stark stoffwechselaktiver Herdbefund  (oben rechts) abgebildet. Im Fusionsbild (unten links) kann die hohe FDG – Aufnahme eindeutig dem weichteildichten Rundherd zugeordnet werden. Unten rechts ist ein PET - Übersichtsbild des Körperstammes dargestellt. Neben dem Lungenkarzinom speichert der Herzmuskel stark FDG. Außerdem ist in die Blase ausgeschiedenes FDG zu sehen.

Publikationen zu den Arbeitsgebieten finden Sie hier oder z.B. unter Medline.

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