AG Onkologie

Forschungsschwerpunkte: Multiparametrische Analyse von Tumorheterogenität

Krebs stellt eine zentrale menschliche und medizinische Herausforderung dar. Um eine optimale Therapie zu ermöglichen, sind eine frühzeitige Diagnosestellung sowie eine möglichst genaue Einschätzung der Stadieneinteilung onkologischer Erkrankungen notwendig. Aus diesem Grund kommen bei Erstdiagnose und im Therapieverlauf je nach Tumorentität verschiedene bildgebende Verfahren zum Einsatz, um das anatomisch-morphologische Erscheinungsbild des Tumors abzubilden sowie Aussagen über Lokalbefund und Fernmetastasen zu treffen.

 

Studien haben gezeigt, dass das Maß der Tumorheterogenität einen wichtigen prognostischen Faktor darstellt. Die Analyse von Texturparametern ist hierbei ein vielversprechender, nicht-invasiver Ansatz, zusätzliche Informationen zu akquirieren und die Tumorheterogenität  in der Bildgebung quantifizierbar zu machen. Ziele sind die Verbesserung der Diagnosestellung, der Tumorcharakterisierung, der Tumorausdehnungsbeurteilung, der Therapiebeurteilung und der individuellen Prognosestellung.

 

In Kooperation mit dem seit Mitte 2006 in das Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU) integrierten Sarkomzentrum sowie in Zusammenarbeit mit der Klinik für Nuklearmedizin befasst sich unsere Arbeitsgruppe momentan mit der Tumorheterogenitätsanalyse bei Weichteil- und Knochensarkomen, - eine Gruppe seltener Tumorentitäten, deren Therapie deutlich weniger standardisiert ist als bei anderen Tumorarten und deren optimale Therapie eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche erfordert.  

 

Ziel der Forschungsgruppe ist die Verbesserung der Bildgebung bei Sarkomen und damit verbunden der klinischen Versorgung der Patientinnen und Patienten.

 

Team:

  • Dr. med. Catharina Lisson
  • Dr. med. Jochen Steinacker
  • Gesa Fritsche
  • Kerstin Flosdorf

Kooperationspartner

  • Comprehensive Cancer Center Ulm – Sarkomzentrum
  • Klinik für Nuklearmedizin
  • Institut für Pathologie
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