Leistungsspektrum

Das Leistungsspektrum umfasst:

  • Klinisch-chemische Untersuchungen aus Serum/Plasma
  • Maschinelle Blutbilder (Hämatologie)
  • Basis Gerinnungsuntersuchungen und Thrombophiliediagnostik
  • Protein- und immunchemische Analytik
  • Liquoruntersuchungen
  • Urinuntersuchungen
  • Medikamenten- und Drogenbestimmungen (TDM)
  • Blutgasanalytik
  • Molekularbiologische Analytik (PCR zum Nachweis von Mutationen)

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Qualitätsmanagementsystem

Die ZEKCh hat ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 15189 implementiert und ist nach dieser Norm akkreditiert:

 

 

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter dem Punkt Qualitätssicherung.

Informationen zu der Messunsicherheit der einzelnen Methoden sowie zu dem Qualitätsmanagement sind im Labor erhältlich.

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Bearbeitungszeiten

Folgende Bearbeitungszeiten sind Zielvorgaben und werden in der Regel eingehalten:

 

1. Vitale Gefährdung (Vollblut/Plasma):

  • Blutgasanalyse, Kalium, Calcium, Laktat und Glukose (aus BGA-Monovette, nur OE): In der Regel ca. 10 Minuten.
  • Kleines Blutbild (EDTA-Vollblut): In der Regel ca. 10 Minuten
  • Plasmaproben: ca. 30 Minuten

2. Eilfälle:

  • In der Regel spätestens nach 60 Minuten, je nach Aufwand auch schneller.

3. Routineuntersuchungen:

  • Fertigstellung i. d. R. am gleichen Werktag nach Laboreingang.

4. Ausnahmen*:

  • Einige Parameter werden nicht täglich bzw. nicht direkt nach Probeneingang bestimmt. Der Annahmeschluss am Bearbeitungstag dieser Bestimmungen ist der beleglosen Anforderung, den einzelnen Analyten aus den Seiten im Leistungsspektrum, bzw. den Rundschreiben (Mitteilungen des Labors) zu entnehmen.
  • Bei Probe welche am Michelsberg angenommen werden und anschließend zur Bestimmung an den Oberene Eselsberg versandt werden, im speziellen Herzenzyme und Hormone, kann die Bestimmung länger als 1 Stunde ab Eingang Labor Michelsberg dauern. Solche Bestimmungen mit hoher Priorität aus dem Bereich Michelsberg sollten deshalb direkt von der Station an das Labor Oberer Eselsberg versandt werden.
  • Proben der Kategorie "vitale Gefährdung" aus dem Bereich Michelsberg, im speziellen aus der Neonatologie, haben häufig eine längere Probenaufbereitungszeit und dauern deshalb länger.
  • Proben der Kategorie "vitale Gefährdung" sollten möglichst direkt zu Händen der MTA im Labor abgegeben werden.

In dringenden Fällen können Analysen auf Anfrage vorgezogen werden.

Die Zeiten gelten ab Eingang Labor.

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Grenzwerte für die telefonische Befundübermittlung; Stand 17.12.2015

Analyt

Untere Grenze

Obere Grenze

Einheit

pH

< 7,00

> 7,60

 -

pO2 (bei arterielle Proben)
<50-mmHg

Kalium*

< 2,8

> 6,0

mmol/l

Natrium*

< 120

> 155

mmol/l

Calcium*

< 1,7

> 3,0

mmol/l

Glucose*

< 45

> 500

mg/dl

Ionisiertes Calcium

< 0,9

> 1,7

mmol/l

Hämatokrit

< 0,15

-

l/l

Hämoglobin< 6
                 g/l

Thrombozyten

< 25

-

Giga/l

Thrombozyten (nur KK5)< 50Giga/l

Quick

≤ 10

-

%

PTT

-

≥ 180

sec.

Faktor VIII-Aktivität

< 5

-

%

Faktor IX-Aktivität

< 5

-

%

Carbamazepin

-

≥ 20

mg/l

Digoxin

-

≥ 5,0

µg/l

Gentamicin

-

> 12

mg/l

Lithium

-

≥ 2 ,00

mmol/l

Paracetamol

-

> 70

mg/l

Phenobarbital

-

> 50

mg/l

Phenytoin

-

> 30

mg/l

Salicylat

-

> 300

mg/l

Theophyllin

-

> 25

mg/l

Valproinsäure

-

> 100

mg/l

Vancomycin

-

> 50

mg/l

 

* Es erfolgt eine automatische Doppelbestimmung.

Von der MTA werden die Uhrzeit, der Gesprächspartner und ggf. Probleme bei der Übermittlung eingetragen. Sollte nach 3 telefonischen Übermittlungsversuchen innerhalb 1 Stunde niemand erreichbar sein, wird der Text  „Keine Befundmitteilung möglich, da telefonisch nicht erreichbar!“ eingegeben.

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Nachforderungen/Archivierung der Proben

Für Wiederholungsmessungen oder um bei notwendigen Folgeanalysen weitere Probenentnahmen bei Patienten zu vermeiden, werden alle Proben in Abhängigkeit von der Stabilität der Messgrößen unter verschiedenen Lagerbedingungen aufbewahrt. So hat der behandelnde Arzt die Möglichkeit bei einer erweiterten Diagnostik Nachforderungen von Messgrößen zu veranlassen.

  • Folgende Primärproben werden unmittelbar nach der Analytik gekühlt archiviert:

Proben

Aufbewahrungszeit

Temperatur

Li-Heparin-Plasma (orange)

ca. bis 6 Tage

2° - 8°C

Serum (braun)

ca. bis 6 Tage

2° - 8°C

NaF- Plasma (blau)

ca. bis 6 Tage

2° - 8°C

EDTA- Vollblut (z.B. Immunsuppressiva, BSG) (rot)

ca. bis 6 Tage

2° - 8°C

Urin (gelb)

ca. bis 6 Tage

2° - 8°C

Andere Körperflüssigkeiten (z.B. Liquor, Punktat) (blau)

ca. bis 6 Tage

2° - 8°C

  • Primärproben für die Blutbildanalytik werden nach der Analytik für Wiederholungsmessungen oder Dokumentationszwecken für 24 Stunden am Arbeitsplatz aufbewahrt.
  • Primärproben für die Gerinnungsdiagnostik werden nach der Analytik abgedeckt für maximal 8 Stunden aufbewahrt.
  • Primärproben für die Blutgasanalytik werden nach der Analytik sauber verschlossen und zu Dokumentationszwecken aufbewahrt. Eine erneute Analytik ist nicht möglich.

Proben

Aufbewahrungszeit

Temperatur


EDTA-Vollblut (Blutbild) (rot)

ca. bis 24 Stunden

Raumtemperatur

Citratplasma (Primärprobe) (grün)

ca. bis 8 Stunden

Raumtemperatur

BGA- Monovette

ca. bis 8 Stunden

Raumtemperatur

  • Von folgenden Proben werden nach der Analytik Rückstellproben gelagert:

Proben

Aufbewahrungszeit

Temperatur

EDTA- Vollblut (Mutation)

Original- Monovette zur Durchführung einer erneuten DNA- Isolierung

Bis zum Ende der Analytik/Befundung.

- 20°C

isolierte DNA (Mutation)

zur Wiederholung einer Mutationsanalyse

Bis zum Ende der Analytik/Befundung.

- 20°C

Serum (Aliquot Tumormarker)

Zur Verlaufskontrolle, ggf. zur Überprüfung bei Reagenzchargenwechsel und auf speziellen Wunsch der Frauenklinik

ca. bis 1 Jahr

- 20°C

Citratplasma (Restprobe Gerinnung)

Zur Sicherung einer Originalprobe im Rahmen der Spezialteste Gerinnung, da wiederholtes einfrieren nicht möglich ist

ca. bis 3 Monate

- 30°C

 

Solange die Probe nicht in der ZEKCh eingelesen wurde, sich auf dem Weg in die ZEKCh befindet, können Sie Untersuchungen beleglos anfordern. Sobald diese eingelesen wurde, können Sie aus einer bereits eingegangenen Probe Untersuchungen im gleichen Auftrag telefonisch nachfordern.

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Externe Vergabe von Bestimmungen

In einigen Fällen vergibt die ZEKCH Bestimmungen an externe Laboratorien: 

  • Probenversand für Parameter, die nicht in der ZEKCh durchgeführt werden, an ein vom Einsender gewünschtes externes Labor.

Bestimmte Parameter, die im Leistungsverzeichnis als Fremdleistung („externe Vergabe“) gekennzeichnet sind, werden auf Einsenderwunsch an ein spezielles externes Labor weiterverschickt. Bei einer entsprechenden Anforderung wird das Einsendelabor telefonisch benachrichtigt und die Probe durch den Kurierfahrer des Einsendelabors abgeholt. Die gesamte Probenabarbeitung durch spezielle externe Laboratorien, welche auf ausdrücklichen Wunsch der Einsender ausgewählt wurden, unterliegt der Verantwortung des Einsenders, in diesem Fall fungiert die ZEKCh lediglich als Versandstelle. Der Befund kommt direkt an den Einsender sowie in Kopie an die ZEKCh, die auch die Rechnung erhält. Der Rechnungsbetrag wird hausintern verrechnet.  

  • Versand von Probenmaterial für Parameter, die nicht in der ZEKCh durchgeführt werden, an ein von der ZEKCh ausgewähltes externes Labor (Routine).

Wenige Parameter, die im Leistungsverzeichnis als Fremdleistung („externe Vergabe“) gekennzeichnet sind, werden routinemäßig an ein externes Labor weiterverschickt, welches von der ZEKCh ausgewählt wurde. Bei einer entsprechenden Anforderung wird die Probe aliquotiert und das externe Labor telefonisch benachrichtigt. Die Abholung erfolgt durch den Kurierfahrer des externen Labors. Die Rechnung wird an die ZEKCh geschickt und anschließend dem Einsender weiter belastet. Beim Eintreffen des Befundes wird im LIS ein Verweis auf den externen Befund eingegeben („siehe externer Befund“). Die Befunde werden von einem Arzt auf Plausibilität geprüft und anschließend an den Einsender weitergeleitet. Eine Kopie des Befundes wird im Sekretariat der ZEKCh aufbewahrt.  

  • Versand von Probenmaterial für Parameter aus dem Leistungsspektrum der ZEKCh, welche temporär in der ZEKCh nicht durchgeführt werden können (Notfall)

Sollte aufgrund technischer Probleme eine hausinterne Probenabarbeitung nicht möglich sein (z. B. bei Parametern des therapeutischen Drug-Monitorings oder bei einem Verdacht auf eine Medikamentenintoxikation), werden diese Proben notfallmäßig an vorab ausgewählte Laboratorien geschickt. Der ärztliche Hintergrunddienst beurteilt die Dringlichkeit der Probenabarbeitung und ordnet die Versendung an.

Bei der Auswahl der beiden externen Laboratorien wurden die folgenden Kriterien mit berücksichtigt:

  • Vorhandene Kompetenz und Zuverlässigkeit
  • Möglichst identische Untersuchungsmethoden im Vergleich zu unserer Analytik
  • Möglichst kurzer Probentransport und zeitnahe Bearbeitung.

Mit den betreffenden Laboratorien wurde eine Vereinbarung geschlossen, die u. a. die oben genannten Punkte enthält, um im Notfall (Eilfall) schnell handlungsfähig zu sein. In diesem Fall werden die zurückgesandten Befunde i. d. R. in das LIS übernommen und im Befund der ZEKCh ein Hinweis auf die externe Bearbeitung eingefügt. Bei methodisch nicht identischen Verfahren wird das Ergebnis nicht direkt in das vorgesehene Untersuchungsverfahren eingesetzt sondern speziell kommentiert. Bei einem notfälligen Probenversand übernimmt die Laborleitung bzw. der ärztliche Hintergrunddienst die Auswahl der zu versendenden Parameter und die Überprüfung der Befundrückgabe.

Die routinemäßig fremdvergebenen Leistungen sind im Leistungsverzeichnis durch den Zusatz „externe Vergabe“ als Fremdleistungen gekennzeichnet. Im Befund an den Einsender wird die von einem Fremdlabor durchgeführte Untersuchung, mit „siehe externer Befund“, gekennzeichnet, sofern die ermittelten Werte in das LIS übernommen worden sind. Alle anderen notfallmäßig extern gemessenen Leistungen werden spezifisch kommentiert.

Zur Sicherung der Krankenversorgung werden bei Geräteausfall eventuell Untersuchungen extern vergeben. Tritt dieser Fall ein werden Sie gesondert hiervon mit folgendem Text im Befund unterrichtet: "Aufgrund eines Defektes musste der Messwert durch ein für diesen Parameter akkreditiertes Fremdlabor erstellt werden."   Werden Untersuchungen regelmäßig extern vergeben ist dieses in dem Leistungsverzeichnis besonders vermerkt.

Auswahl von Unterauftragnehmern

Ein Unterauftragnehmer „externes Laboratorium bzw. Fremdlabor“ wird nach festgelegten Qualifikationskriterien ausgewählt und regelmäßig hinsichtlich seiner Dienstleistungsqualität bewertet. Zur Auswahl werden folgende Kriterien herangezogen:

  • Akkreditierung für die eingesandten Parameter liegt vor, Ringversuchszertifikate für die eingesandten Parameter liegen vor, Unterlagen zur Methodenvalidierung und Methodendurchführung liegen vor.
  • Die Zusammenarbeit wird durch eine schriftliche Vereinbarung geregelt. Das externe Laboratorium verpflichtet sich die folgenden Punkte zu beachten bzw. einzuhalten:
  • Klinisch relevante Patientenergebnisse sind der Zentrale Einrichtung Klinische Chemie sofort mitzuteilen.
  • Die Bearbeitungszeit (Fertigstellung der Eilfallanalytik i. d. R. am gleichen Arbeitstag) sollte eingehalten werden.
  • Ein Entzug der Akkreditierung und/oder ein wiederholtes Nichtbestehen der externen Qualitätskontrolle (Ringversuche) ist der Zentralen Einrichtung Klinische Chemie mitzuteilen.
  • Änderungen der Analysenmethoden sind der Zentralen Einrichtung Klinische Chemie mitzuteilen.
  • Das externe Labor verpflichtet sich zur Wahrung der Vertraulichkeit über die Patientendaten. Bestimmungen zum Datenschutz müssen eingehalten werden.
  • Befunde von Eilfallproben werden per Fax und/oder telefonisch der Zentralen Einrichtung Klinische Chemie übermittelt. Nicht zeitkritische Befunde werden postalisch an die Zentrale Einrichtung Klinische Chemie versendet.

Der Probentransport zu niedergelassenen externen Laboratorien wird durch das externe Laboratorium sichergestellt und organisiert. Der Probentransport von der Zentralen Einrichtung Klinische Chemie in die vorab ausgewählten externen Krankenhauslaboratorien  erfolgt durch geschulte und eingewiesene Taxifahrer.

Eine Liste der aktuellen Unterauftragnehmer kann in der ZEKCh abgerufen werden.

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*Erweiterte Einschränkungen

*Erweiterte Einschränkungen zu den Bearbeitungszeiten und der telefonischen Grenzwertübermittlung:

Die Zielvorgaben für die Bearbeitungszeiten sowie die telefonische Übermittlung von Grenzwerten entfallen, falls sich (bestätigt vom United States Centers for Disease Control oder dessen Nachfolgeorganisation) eine Virusinfektion, oder ähnliche schwerwiegende Widrigkeiten, ausbreitet , die über Bisse oder den Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen wird und dazu führt, dass menschliche Leichen zum Leben wieder erweckt werden und versuchen menschliches Fleisch, Blut, Hirn oder Nervenfasern zu konsumieren, was wahrscheinlich zum Zusammenbruch der Zivilisation führen wird.

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