Fortbildungen

Ansprechpartner:

Fortbildungsbeauftragte:

Frau PD Dr. Catharina Schütz

+49 731 500-57154 (Sekretariat)

catharina.schuetz[at]uniklinik-ulm.de

 

Herr Dr. Christian Denzer

+49 731 500-57401 (Sekretariat)

christian.denzer[at]uniklinik-ulm.de

 

Fortbildung:

Monika Dieke

+49 731 500-57391

monika.dieke[at]uniklinik-ulm.de

29.11.2017

17.00- 19.00 Uhr, Konferenzraum Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Eythstraße 24, 89075 Ulm, Michelsberg

 

Antibiotic Stewardship

 

Referent:

Prof. Dr. med. Johannes Hübner, Abteilungsleiter Infektiologie, FA Kinder- und Jugendmedizin, FA Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, LMU München, Dr. Haunerschen Kinderspital

 

Die Zunahme von Antibiotikaresistenzen beunruhigt inzwischen nicht mehr nur Spezialisten, sondern auch die breite Öffentlichkeit. Die WHO warnte 2014 in ihrem Bericht zur weltweiten Lage von Antibiotikaresistenzen, dass ein post- oder nach-antibiotisches Zeitalter droht, in dem banale Infektionen oder harmlose Verletzung zum Tode führen können, wenn sie durch Erreger verursacht werden, gegen die herkömmliche Antibiotika nicht mehr wirksam sind. Der Hauptgrund für diese Entwicklung ist der langjährige und unkritische Einsatz von Breitspektrum-Antibiotika, weshalb für die Zukunft ein rationaler Einsatz von Antibiotika in allen Bereichen der Medizin von besonderer Bedeutung ist. Initiativen, die ein solches Vorgehen festlegen und allgemeine Regeln hierfür aufstellen, werden als "Antibiotic Stewardship" bezeichnet. Diese Programme waren ursprünglich hauptsächlich für Kliniken gedacht, werden aber in der letzten Zeit auch zunehmend auf den ambulanten Bereich ausgedehnt. Hierbei gibt es vor allem Initiativen in der Inneren Medizin/Infektiologie, aber bisher kaum Beispiele oder Studien aus der Pädiatrie.

 

Antibiotic Stewardship zielt darauf ab, die Auswahl, die Dosierung und die Therapiedauer von Antibiotikatherapien zu optimieren. Wichtig ist außerdem die Frage, ob überhaupt ein Antibiotikum notwendig ist, oder ob ggf. gefahrlos zugewartet werden kann. Ein weitere entscheidender Punkt ist eine sinnvolle Diagnostik ("Diagnostic Stewardship") sowie ggf. die rasche Deeskalation und/oder Oralisierung einer begonnenen empirischen breiten Antibiotika-Therapie. Ziel aller dieser Maßnahmen ist die Reduktion des Einsatzes von Antibiotika, um Schäden beim Patienten zu vermeiden, aber vor allem auch um langfristig der Selektion von multiresistenten Erregern entgegenzuwirken.

 

 

06.12.2017

12.10 - 13.00 Uhr, Konferenzraum Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Eythstraße 24, 89075 Ulm, Michelsberg

 

Anorexia nervosa im Kindes- und Jugendalter- aktuelle Therapiestrategien und interdisziplinäre Herausforderungen

 

Referent:

Prof. Dr. med. Paul Plener, Leitender Oberarzt Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Ulm

 

 

Lehre

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