Guter Start ins Kinderleben


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„Guter Start ins Kinderleben“ ist ein Modellprojekt zur frühen Förderung und Stärkung der Beziehungs- und Erziehungskompetenzen von Eltern zur wirksamen Prävention von Vernachlässigung und Kindeswohlgefährdung im frühen Lebensalter. Die wichtigste Grundlage des Modellprojekts ist dabei die Überzeugung, dass gelingender Kinderschutz interdisziplinär angelegt sein muss und nur vor dem Hintergrund bestehender Angebote und Regelstrukturen nachhaltig sinnvoll gestaltet werden kann.

Förderung der Praxisentwicklung und Praxisbegleitung durch die Länder:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Rheinland-Pfalz und
  • Thüringen

 

Förderung der wissenschaftlichen Evaluation:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
im Rahmen des Programms
"Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme"

http://www.fruehehilfen.de

 

Durchführung:

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie / Psychotherapie des
Universitätsklinikums Ulm

Projektleitung:   Prof. Dr. Jörg M. Fegert

                        Prof. Dr. Ute Ziegenhain

 

Kooperationspartner:

Dr. Thomas Meysen

Hanne Stürtz

Lydia Schönecker

Deutsches Institut für Jugendhilfe
und Familienrecht e.V., DIJuF, Heidelberg

 

Dr. Heinz Kindler

Deutsches Jugendinstitut, DJI, München

 

Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe

Justus-Liebig-Universität Gießen

 

Zeitplan:

Pilotphase:    November 2006 - April 2007
Hauptphase:  Mai 2007 - Dezember 2008
Evaluation:    Mai 2007 -  2009



Hintergrund

  • Gelingender Kinderschutz muss interdisziplinär angelegt sein, es bedarf klar geregelter Verfahrenswege und Zuständigkeiten
  • Frühe Förderung und Stärkung der Erziehungs- und Beziehungskompetenzen von Eltern ist wirksame Prävention von Vernachlässigung und Kindeswohlgefährdung

Ziele für die praktische Umsetzung

  • Bestandsaufnahme der bestehenden Angebote und Vernetzungsstrukturen von Hilfen für junge Eltern an den Modellstandorten
  • Aufbau bzw. Weiterentwicklung der bestehenden interdisziplinären Kooperationsformen und Vernetzungsstrukturen von Hilfen für junge Eltern
  • Festlegung verbindlicher Verfahrenswegen und Zuständigkeiten
  • Weiterbildung von Fachkräften für die „Entwicklungspsychologische Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern“ (Link) zur Stärkung elterlicher Erziehungs- und Beziehungskompetenzen als ergänzenden methodischen Baustein bestehender Angebote
  • Entwicklung eines Screeninginstrumentes („Anhaltsbogen für ein vertiefendes Gespräch“)zur Einschätzung eines möglichen Hilfebedarfs in der Zeit um die Geburt des Kindes
  • Schulung von Fachkräften an der Schnittstelle zwischen Gesundheits- und Jugendhilfe zur Erkennung von und zum Umgang mit Hilfebedarfen bei jungen Familien im „Workshop Kinderschutz“

Zur Unterstützung der Arbeit in der Praxis liegen zwei Expertisen vor

  •  „Kooperation für einen guten Start ins Kinderleben – der rechtliche Rahmen“  Dr. Thomas Meysen, Lydia Schönecker, Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht
  •  „Wie könnte ein Risikoinventar für frühe Hilfen aussehen?“ Dr. Heinz Kindler, Deutsches Jugendinstitut

Als Ergebnis des Gesamtprojekts wird ein „Werkbuch Vernetzung“ für die Praxis erstellt. Die Handreichung mit den Ergebnissen aus dem Modellprojekt kann damit andere Kommunen in ihrem Prozess der Vernetzung unterstützen. Ein Glossar mit Begriffen aus den unterschiedlichen Fachdisziplinen im Rahmen des Werkbuches Vernetzung soll die Verständigungsbasis der interdisziplinären Kooperationspartner erleichtern.


Projektablauf

Die Pilotphase (November 2006 – April 2007) diente der Vorbereitung wesentlicher Grundlagen des Projektes:

  1. die Auswahl der Modellstandorte (je Bundesland ein ländlicher und ein städtischer Modellstandort),
  1. die Erarbeitung des Screeninginstrumentes „Anhaltsbogen für ein vertiefendes Gespräch“für die Zeit um die Geburt, das neben empirisch gesicherten Risikofaktoren auch Resilienzfaktoren einbezieht, sowie
  2. die Erstellung einer sozial- und datenschutzrechtliche Analyse zur Vorbereitung einer nachhaltigen und ressortübergreifenden Vernetzung.

 

In der Hauptphase (Mai 2007 – Dezember 2008) werden

  1. Runde Tische zur Entwicklung und Etablierung von ressort- und disziplinübergreifenden Versorgungskonzepten eingerichtet und fachlich begleitet,
  2. Weiterbildungskurse für Fachkräfte an den Modellstandorten in der „Entwicklungspsychologischer Beratung“ durchgeführt,
  3. Fachkräfte im Rahmen des „Workshop Kinderschutz“ geschult,
  4. Angebots- und Vernetzungsstrukturen in den Modellstandorten mittels Fragebogen erhoben und an die Standorte rückgemeldet,
  5. das „Werkbuch Vernetzung“ mit Glossar erstellt,
  6. eine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt.

Die Implementierungsphase wird von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet, der sich aus Vertretern des Ministeriums, aus Rechts-, Jugend- und Gesundheitsexperten sowie Vertretern der Runden Tische zusammensetzt.
 
Gegenstand der Evaluation sind sowohl die Veränderungen der qualitativen Verständigungs- und Vernetzungsprozesse an den Modellstandorten als auch die Auswirkungen auf das Auftreten von Vernachlässigung/Misshandlung bei den Kindern

Links

Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg

http://www.sozialministerium-bw.de/

 

Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz

http://www.masfg.rlp.de/

 

Freistaat Thüringen Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit

http://www.thueringen.de/de/tmsfg/

 

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

http://www.stmas.bayern.de/

http://www.kinderschutz.bayern.d

 

Fragen die das Thema "Frühe Hilfen" betreffen, richten Sie bitte an folgende E-Mail-Adresse:

FrueheHilfen[at]uniklinik-ulm.de

 

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