Szintigraphie, SPECT, SPECT/CT

Die Szintigraphie ist eine bildgebende Technik, die mit Hilfe sehr geringer intravenös, durch Einatmung oder oral verabreichter radioaktiver Arzneimittel spezifische Organfunktionen und Stoffwechselwege bildlich darstellt. Hierzu wird die Verteilung der verabreichten radioaktiven Arzneimittel mit speziellen Messgeräten, Gamma-Kameras, auch quantitiv, gemessen. In neuester Zeit können mit Gamma-Kamera/CT-Kombinationsgeräten Schnittbilder der Radioaktivitätsverteilung zur Diagnostik eingesetzt werden. Mit dieser neuen Technik werden anatomisch hochauflösende Schichtbilder mit der funktionsspezifischen molekularen Bildgebung radioaktiver Arzneimittel vorteilhaft kombiniert.

SPECT–System mit 2 Gamma–Kamera–Köpfen.
3 Phasen Skelett–Szintigramm. Es sind 2 Rippenfrakturen in der 9. und 8. Rippe rechts dorsal zu erkennen.

Die Szintigraphie in planarer Technik, Schichttechnik (SPECT) oder Fusionsbildtechnik (SPECT/CT) wird am häufigsten zur Untersuchung des Skelettsystems z.B. bei Knochenmetastasen, der Lymphknoten bei der Wächterlymphknotenszintigraphie (SLN-Szintigraphie), bei Durchblutungsstörungen des Gehirns, der Lungen oder des Herzmuskels, bei Funktionsstörungen und Tumoren der Schilddrüse, der Nebenschilddrüse, der Nebennieren und bei einer Vielzahl von Organfunktionstests eingesetzt (Verweis).

SPECT/CT-Kamera: Die Überlagerung der Funktionsbildgebung mit der präzisen anatomischen Bildinformationen der Computertomographie ermöglicht eine effiziente Diagnostik und eine individualisierte quantitative Bestimmung der absorbierten Dosis bei Radiotherapien.
SPECT/CT-Kamera
gepunktete blaue Linie 1000px breit