DSG Stroke Summer School: Junge Ärzte diskutieren und vernetzen sich

Die DSG Stroke Summer School brachte 55 Teilnehmende aus Deutschland und der Schweiz nach Ulm.

Drei Tage Schlaganfallmedizin nah am klinischen Alltag: Bei der Stroke Summer School der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) vom 23. bis 25. September in Ulm trafen sich 55 Teilnehmer auf 22 Referenten aus neun Bundesländern und der Schweiz. Im Mittelpunkt der Fortbildungsveranstaltung standen aktuelle Studienergebnisse, komplexe Fälle und die Frage, wie sich wissenschaftliche Evidenz in gute Therapieentscheidungen übersetzen lässt.

Eröffnet wurde die Stroke Summer School von der DSG-Vorsitzenden Prof. Dr. med. Waltraud Pfeilschifter und Prof. Dr. med. Karl Georg Häusler, Ärztlicher Direktor der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Ulm, 3. Vorsitzender der DSG und Organisator der diesjährigen Stroke Summer School. „Gerade in Grenzgebieten der aktuellen Evidenzlage gibt es häufig einen Ermessensspielraum für klinische Entscheidungen“, so Häusler. „Deshalb wollten wir den jungen Kolleginnen und Kollegen anhand von komplexeren Fallbeispielen zeigen, welche Einflussfaktoren für Entscheidungen in der Akuttherapie oder der Sekundärprävention des Schlaganfalls relevant sind, um ihnen damit eine praxisnahe Orientierung für ihren klinischen Alltag zu geben.“

Und so spannte das dreitägige Programm den Bogen von der Akuttherapie und Diagnostik über die Möglichkeiten der Sekundärprävention des Schlaganfalls bis hin zur Rehabilitation und ethischen Fragen bei persistierend schwerer Behinderung. Auch den Teilnehmern wurde die Möglichkeit geboten, eigene Fälle aus ihrem Klinikalltag einzubringen und sie gemeinsam mit den Referenten zu besprechen.

Junge DSG an der Programmgestaltung beteiligt

Erstmals war auch die Junge DSG eng in die Gestaltung des Programms der Stroke Summer School eingebunden. Für die Junge DSG stellte Christian Thielscher, Assistenzarzt an der Klinik für Vaskuläre Neurologie des Universitätsklinikums Bonn, die Nachwuchsorganisation vor und zeigte Möglichkeiten auf, sich innerhalb der Fachgesellschaft zu engagieren. Der Sprecher der Jungen DSG Dr. med. Felipe A. Montellano, Assistenzarzt an der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Würzburg, war ebenfalls involviert und hielt einen Vortrag zur Prognoseabschätzung nach einem Schlaganfall.

Häusler zog zum Abschluss der Veranstaltung ein überaus positives Fazit: „Ich danke insbesondere allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die regen Diskussionen mit den Referentinnen und Referenten, die die mannigfaltigen Facetten der vaskulären Neurologie eindrucksvoll dargestellt haben.“  

Die nächste Stroke Summer School der DSG wird vom 18. bis 20. August 2027 in Hamburg stattfinden.

Die Stroke Summer School der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) fand in diesem Jahr in Ulm statt. (Foto: Universitätsklinikum Ulm)