Aus der Praxis
Modernisierung stärkt Diagnostik und Abläufe im Zentrallabor
Mit der Inbetriebnahme der neuen Laborstraße „Tempus“ modernisiert das UKU seine Laborinfrastruktur grundlegend. Erstmals werden das Zentrallabor des Instituts für Klinische Chemie sowie die Kliniken am Campus Nord direkt miteinander verbunden.
Die neue Laborstraße erweitert die Kapazitäten des Zentrallabors deutlich: Bis zu 25 Blutproben können gleichzeitig eingespeist und anschließend über ein luftdruckbasiertes Schlauchsystem mit einer Geschwindigkeit von sieben bis zehn Metern pro Sekunde transportiert werden. So lassen sich bis zu 1.250 Proben pro Stunde verarbeiten. Für besonders dringende Fälle – etwa aus der Stroke Unit – steht zudem eine priorisierte manuelle Einlieferung zur Verfügung. Ziel der Erweiterung ist es, Doppelstrukturen abzubauen und die Zahl der bearbeiteten Laborproben um rund zehn Prozent zu steigern. Damit investiert das UKU in eine der längsten Laborstraßen Deutschlands.
Das Zentrallabor zählt zu den zentralen diagnostischen Einrichtungen des Klinikums und ist rund um die Uhr im Einsatz. Täglich werden dort tausende Proben aus nahezu allen Fachbereichen analysiert – von Routineuntersuchungen bis zu komplexen Spezialanalysen. Die Ergebnisse bilden eine wesentliche Grundlage für medizinische Entscheidungen, etwa in der Notfallversorgung, der Intensivmedizin oder der Tumordiagnostik. Mit „Tempus“ investiert das UKU gezielt in eine moderne, leistungsstarke Diagnostik, die die Qualität der Patientenversorgung weiter verbessert – durch schnellere Ergebnisse, optimierte Abläufe und eine noch engere Vernetzung zwischen den Kliniken.