Hygiene im Klinikum

Das Team der Sektion Krankenhaushygiene ist für alle Aspekte der Hygiene im Klinikum zuständig und trägt dazu bei Patient*innen, Besucher*innen und Beschäftigte vor Infektionen zu schützen. Unterstützt wird das Team durch hygienebeauftragte Ärzt*innen und hygienebeauftragtes Pflegepersonal in allen Bereichen der Patientenversorgung.

Zu den vielfältigen Aufgaben der Sektion Krankenhaushygiene gehört es, Patient*innen, die mit multiresistenten Keimen besiedelt sind oder an einer Infektionserkrankung leiden, zu erfassen, sie virtuell zu begleiten, Schutzmaßnahmen festzulegen und Informationen zum Verhalten im Klinikum anzubieten.

Hierzu werden regelmäßig Schulungen und Informationsveranstaltungen nicht nur für medizinisches Fachpersonal, sondern auch für Patienten und Besucher angeboten.
Darüber hinaus verfügt die Sektion über ein eigenes akkreditiertes krankenhaushygienisches Labor, in dem kontinuierlich Prüfungen z.B. der Trinkwasser- und Luftqualität sowie der Aufbereitung von Medizinprodukten erfolgen.

Mehr Informationen zur Sektion Krankenhaushygiene finden Sie hier.

Im Krankenhaus ist bei vielen Patient*innen durch Krankheit oder nach einer Operation die körpereigene Abwehr vorübergehend geschwächt. Um Patienten vor Infektionen, die den Heilungs- und Genesungsprozess verzögern könnten, zu schützen, steht deshalb die Hygiene an oberster Stelle.

Bereits mit einer Maßnahme wie der korrekten Händedesinfektion kann das Risiko, Krankheitserreger zu übertragen, deutlich gesenkt werden. Das Universitätsklinikum nimmt auch deshalb an der Aktion "Saubere Hände" teil. Für die eingeführten Qualitätsstandards und konsequent durchgeführten Maßnahmen zur Händedesinfektion hat die „Aktion Saubere Hände“ dem Universitätsklinikum Ulm Ende 2017 das Bronze-Zertifikat verliehen. Auch Patienten*innen und Besucher*innen sollen mit dieser Aktion dazu motiviert werden, sich korrekt die Hände zu desinfizieren, um Keimen keine Chance zu geben.
An prominenten Orten im Universitätsklinikum, die auch für Besucherinnen und Besucher gut zugänglich sind, finden Sie daher Spender mit Händedesinfektionsmitteln plus eine Anleitung zur korrekten Händedesinfektion.
Wer selbst akut krank ist (Husten, Schnupfen, Durchfall) sollte in dieser Zeit am besten auf den Besuch seiner Angehörigen ganz verzichten.

Besucherinnen und Besucher sollten sich auf jeden Fall vor dem Betreten der Station und des Patientenzimmers sowie danach die Hände desinfizieren. Bei Patienten, die auf der Intensivstation liegen oder die bestimmte Erkrankungen haben, sind gegebenenfalls weitere oder andere Maßnahmen erforderlich. Das Pflegepersonal erteilt Ihnen hierzu gerne weitere Auskünfte.

Informationsblatt Händehygiene für Patienten - die 5 Momente

Zum Hintergrund

Die "Aktion Saubere Hände" ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen.

Sie wurde am 1. Januar 2008, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e.V. ins Leben gerufen.

Multiresistente Keime: Was ist das?

Multiresistente Erreger sind gegen einige Basis-Antibiotika nicht mehr empfindlich. Am bekanntesten ist der MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus), einer der häufigsten multiresistenten Erreger. Diese Bakterienart spielt eine wichtige Rolle als Verursacher von Haut-, Wund- und Atemwegsinfektionen. Die bloße Besiedelung mit diesem Bakterium ist kein Problem für den Patienten.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass diese Bakterien von der Haut oder Nasenschleimhaut in eine Wunde oder den Körper gelangen. Dabei kann es zu einer Infektion kommen. Ebenso ist es möglich, dass diese Bakterien auch auf andere Personen (Krankenhauspatienten und Personen mit vorgeschädigter Haut) übertragen werden und dort Infektionen auslösen. Besucherinnen und Besucher von mit MRSA besiedelten Patienten sollten einige Grundregeln beachten, die Ihnen das Pflegepersonal gerne erläutert.

Hier finden Sie weitere Informationsblätter und -broschüren zu verschiedenen Krankheitserregern und dem Umgang mit ihnen:

Informationsblatt MRSA - Broschüre für Patienten vom Antibiotikaresistenznetz Südwest

Informationsblatt MRGN vom LGA-BW - Informationen für Patienten und Angehörige auf deutsch

Informationsblatt VRE - Allgemeine Informationen zu Vancomycinresistenten Enterokokken (VRE) - Merkblatt für Ärzte und Pflegepersonal 

 

Für hygienisches Operationsbesteck sowie andere sterile Arbeitsmittel und Sterilguteinheiten sorgt am Universitätsklinikum die Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA). Sie bereitet Medizinprodukte und Sterilguteinheiten auf, indem sie diese reinigt, desinfiziert, pflegt, sortiert und letztlich wieder für die Nutzung bereitstellt.

Seit Anfang Mai werden das OP-Besteck und andere Arbeitsmittel zentral am Oberen Eselsberg aufbereitet. Jährlich sind dies etwa ca. 65 000 Sterilguteinheiten und rund 358 000 Medizinprodukte.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Oliver Adolph

Leiter Stabsstelle OP-Management

Kontakt: Tel.: 0731 500-43011

E-Mail: oliver.adolph@uniklinik-ulm.de

Stabstelle OP-Management

Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Heike von Baum

Leiterin der Sektion Krankenhaushygiene

Fachärztin für Innere Medizin
Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
Anerkennung als Infektiologin (DGI)
Mitglied der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) am Robert-Koch-Institut (RKI)

Kontakt: Tel.: 0731 - 500 65350