Partnerschaft mit dem 1. FC Heidenheim 1846: Social Media-Projekt „Held*innengeschichten“ startet

Lernen am positiven Beispiel und Erlernen emotionaler und kognitiver Selbstregulation – Wenn Vorbilder erzählen: Über Rückschläge, innere Stärke und den Mut, den eigenen Weg zu gehen

Das Social Media-Projekt „Held*innengeschichten – Child and Youth Mental Health Crisis: Kinder und Jugendliche stärken durch Mental Health Literacy, Lernen am positiven Beispiel und Erlernen emotionaler und kognitiver Selbstregulation“ (kurz: „Held*innengeschichten“) der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm startet eine Kooperation mit dem 1. FC Heidenheim 1846.

Das Projekt verfolgt das Ziel, junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren vom Beispiel gelebter „Held*innengeschichten“ lernen zu lassen: Dabei stehen unter anderem gesellschaftliche Vorbilder, wie z.B. Sportler*innen, Polizist*innen und auch Personen des öffentlichen Lebens, im Vordergrund, die deutlich machen, dass die Auseinandersetzung mit Problemen und Herausforderungen, das Finden des eigenen Wegs, gelegentliches Versagen und Zweifel, eine Menschheitsthematik sind. Auch bekannte Persönlichkeiten und individuelle Vorbilder durchleben schwierige, psychisch belastende Zeiten – ein Instagram-Kanal soll dies im Rahmen des Projekts durch Interviews mit „Held*innen“ aufgreifen und jungen Menschen Mut zur individuellen Entwicklung machen.

Während das wissenschaftliche Projektteam verlässliche und wissenschaftlich korrekte Informationen zu psychischer Gesundheit für junge Menschen bereitstellt und über präventive Konzepte der Selbstregulation informiert, sollen insbesondere Kooperationen mit gesellschaftlichen Vorbildern und Personen des öffentlichen Lebens ein Gegenbeispiel zur vermeintlichen Realität in den sozialen Medien bieten. Die Kooperation mit dem 1. FC Heidenheim 1846 soll genau dazu beitragen: Profifußballer und zentrale Persönlichkeiten des Vereins lassen sich hinter die vermeintlich perfekte Realität eines Idols schauen und sprechen darüber, wie langfristige Ziele zum Erfolg führen.

„Wir befinden uns in einer globalen Krise der psychischen Gesundheit junger Menschen. Wir müssen jetzt etwas tun, um diese zu erreichen. Wir sollen junge Menschen nicht schlecht machen, nicht entmutigen, sondern ihnen überzeugende, heutige ‚Heldengeschichten‘ erzählen“, sagt Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm und Projektleiter von „Held*innengeschichten“. „Dort wird von manchmal schmerzhaften Erfahrungen und Emotionen berichtet, vom Aufbruch und von der Geduld. Inspirierende „Held*innengeschichten“, die niedrigschwellig zeigen, wie auch bekannte Sportler*innen Herausforderungen und Krisen bewältigen, sollen junge Menschen motivieren, Herausforderungen als Teil des Lebens anzunehmen und eigene Strategien zur Bewältigung zu entwickeln.“

Der Kontakt zwischen Prof. Fegert und Frank Schmidt, Cheftrainer des 1. FC Heidenheim 1846, hat seine Wurzeln bereits im November 2021. Inmitten der Corona-Pandemie besuchte Frank Schmidt damals gemeinsam mit dem deutschlandweit tätigen Motivationscoach David Kadel, im Rahmen seiner „Mutmacher-Geschichten“, die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm. Der persönliche Austausch mit jungen Patienten sowie dem Klinikteam hinterließ nachhaltigen Eindruck und legte den Grundstein für die nun gestartete Projektpartnerschaft.

Auch Frank Schmidt betont deshalb die besondere Verantwortung von Menschen in der Öffentlichkeit: „Fußballer sind für mich keine Helden, aber sie können Vorbilder sein, die ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in der Öffentlichkeit auch gerecht werden. Deshalb erwarte ich von uns nicht nur die besten sportlichen Leistungen zu bringen und die besten Ergebnisse zu erzielen, sondern auch Vorbild zu sein – besonders für Kinder und Jugendliche. Deshalb bin ich dankbar und auch stolz, dass Professor Fegert mit seinem Team von der Uniklinik Ulm an uns gedacht hat und wir als FCH unterstützen dürfen. Ich bin da sehr gern dabei und freue mich, auch in Zukunft meinen Input in das Projekt mit einbringen zu können – als jemand, dessen Weg nicht vorgezeichnet war, der viele Umwege gehen musste, auch Rückschläge erlebt und Widerstände überwunden hat und es dennoch gemeinsam mit vielen Menschen geschafft hat, etwas Großartiges zu erreichen. Durch das Projekt ‚Heldengeschichten‘ ist uns wichtig zu vermitteln: Man kann im Leben viel erreichen, glücklich und zufrieden sein – auch wenn man nicht perfekt ist.“

Der offizielle Launch der Projektpartnerschaft fand am 19.02.2026, 11-12 Uhr, im Rahmen eines Pressegesprächs mit Frank Schmidt und Prof. Dr. Jörg M. Fegert in der Voith-Arena in Heidenheim statt. Pressevertreter*innen erhielten dort Einblicke in die Hintergründe, Zielsetzungen und nächsten Schritte des Projekts und der Zusammenarbeit.

Das Projekt „Held*innengeschichten“ wird durch SOS-Kinderdörfer weltweit gefördert. Der Instagram-Kanal des Projekts startete Anfang dieser Woche. Die ersten Beiträge und den ersten Post in Kooperation mit dem 1. FC Heidenheim 1846 finden sich auf dem Instagram-Kanal des Projekts.

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Kontakt für Rückfragen:

Emily Sitarski
Universitätsklinikum Ulm
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
emily.sitarski@uniklinik-ulm.de

Markus Gamm
1. FC Heidenheim 1846 e.V.
Pressesprecher
gamm@fc-heidenheim.de

Tatjana Müller
1. FC Heidenheim 1846 e.V.
Projektverantwortliche
t.mueller@fc-heidenheim.de

Tatjana Müller (Leitung Stabsstelle Nachhaltigkeit beim 1. FC Heidenheim 1846); Prof. Dr. Jörg M. Fegert (Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm); Frank Schmidt (Cheftrainer des 1. FC Heidenheim 1846). (Foto: Justin Kocian | 1. FC Heidenheim 1846 e.V.)