Klinische Studien

Innovative Therapien

Eine Studienteilnahme gibt unseren Patientinnen die Chance, früh moderne und neue Behandlungsmethoden zu erhalten und nach neuestem wissenschaftlichen Erkenntnisstand behandelt zu werden. Neben den aktuell laufenden Studien eröffnen die DETECT-Studien, bei denen die Frauenklinik Ulm in leitender Funktion tätig ist, beispielsweise eine völlig neuartige und vielversprechende Therapiestrategie. Darüber hinaus organisieren wir federführend die Brando-BIO-Registerstudie in 20 kooperierenden Netzwerkkliniken und Praxen in der Alb-Allgäu-Bodenseeregion und sind Leitzentrum der AGO (Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie) sowie der GBG (German Breast Group), beides weltweit führende Forschungsgruppen für gynäkologische Tumoren und für die Behandlung von Brustkrebs.

Patientinnen werden im Rahmen einer klinischen Studie durch das Team der Studienzentrale engmaschig beobachtet und intensiv betreut. Bei Interesse an einer Studienteilnahme oder Fragen zu aktuellen Studienprojekten beraten und informieren wir Sie gerne individuell.

Leiter Studienzentrale

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Prof. Dr. Jens Huober

Leiter Brustzentrum und konservative gynäkologische Onkologie

Koordination

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Sabrina Krause

Studienkoordinatorin

Aktuelle Studien der Frauenklinik

Onkologie

Die an der Frauenklinik laufenden onkologischen Therapiestudien finden Sie auf der Homepage des Comprehensive Cancer Centers (CCCU):

https://www.uniklinik-ulm.de/comprehensive-cancer-center-ulm-cccu/studien-forschung/aktuelle-klinische-studien.html

 

Familiärer Brust- und Eierstockkrebs

Frauen mit einer Mutation in den Genen BRCA1 oder BRCA2 haben ein erhöhtes Risiko im Laufe ihres Lebens an Brust- und/oder Eierstockkrebs zu erkranken. Die Universitätsfrauenklinik Ulm, als eines der Deutschen Konsortiums-Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs, bietet aktuell die Teilnahme an der LIBRE-Studie an. Die Studie (gefördert durch die Deutsche Krebshilfe) untersucht, ob ein strukturiertes Sport- und Ernährungsprogramm über 3 Monate zu einer positiven Veränderung der körperlichen Fitness, der Ernährung, der Lebensqualität und der Stressverarbeitung führt. Im Anschluss erfolgen regelmäßige Untersuchungen, um den Langzeiteffekt des Programms zu untersuchen. Die Studie richtet sich sowohl an gesunde Frauen mit nachgewiesener BRCA1- oder BRCA2-Mutation als auch an solche, die an Brust- und/oder Eierstockkrebs erkrankt sind. Langfristig soll darüber hinaus geprüft werden, ob der neue Lebensstil zu einem verminderten Auftreten von Brust- und Eierstockkrebs bzw. zu einer verbesserten Prognose dieser Erkrankungen führt.

Titel: Lebensstil-Intervention bei Frauen mit erblichem Brust- und Eierstockkrebs

Studiendesign: Prospektiv, randomisierte Untersuchung zur Wirksamkeit von Lebensstilumstellung (körperliche Aktivität und Ernährung) bei Frauen mit erblicher Belastung für Brust- und Eierstockkrebs

Wichtige Einschlusskriterien: Nachgewiesene BRCA 1 oder BRCA 2 Mutation, Gesunde oder an Brust- und Eierstockkrebs erkrankte Frauen, Alter > 18 Jahre, Keine Fernmetastasen

Sponsor: Deutsche Krebshilfe

Weiterführende Informationen: Flyer zur LIBRE-Studie

Ansprechperson

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Dr. Elena Leinert

Oberärztin | Leiterin Tumorrisikosprechstunde

Geburtsmedizin

Durch die Teilnahme an internationalen Multicenterstudien tragen wir zum Fortschritt in der Betreuung von Risikoschwangeren bei. Die PETN-Studie untersucht eine Therapie zur Vermeidung einer Wachstumsverzögerung.

Titel: PETN-Multicenterstudie zur Sekundärprophylaxe der schweren intrauterinen Wachstumsretardierung (IUGR)

Studiendesign: Prospektiv randomisiert, national, multizentrisch, doppelblind und Placebo-kontrolliert, Phase III-Studie; Patientin erhält entweder PETN oder Placebo

Indikation: Pathologische utero-plazentare Perfusion in 2. Trimenon

Wichtige Einschlusskriterien: 19+0 - 22+6 SSW, Einlingsgravidität, Pathologische Doppler der Aa. uterinae mit einem mittleren PI (links und rechts) > 1.6 oder > 95 % Perzentile nach Gomez 2008, Patientin > 18 Jahre

Substanz: NO-Donor Pentaerytrithyltetranitrat (PETN) - Pentalong®

Sponsor: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), AG für Geburtshilfe und Pränatalmedizin (AGG) in der DGG

Weiterführende Informationen: https://www.uniklinikum-jena.de/geburtsmedizin/Forschung+_+Wissenschaft/PETN_Studie.html

Ansprechpersonen

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Prof. Dr. Frank Reister

Leiter Sektion Geburtshilfe

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Prof. Dr. Ulrike Friebe-Hoffmann

Oberärztin

Durch die Teilnahme an internationalen Multicenterstudien tragen wir zum Fortschritt in der Betreuung von Risikoschwangeren bei. Die PREMOD2-Studie vergleicht verschiedene Techniken der Abnabelung bei Frühgeborenen, um Hirnblutungen besser vermeiden zu können.

Titel: PREMOD2 – Premature Infants Receiving Milking or Delayed Cord Clamping: Randomized Controlled Multicenter Non-Inferiority Trial

Studiendesign: Randomized Controlled Multicenter Non-Inferiority Trial

Wichtige Einschlusskriterien: Premature Infants 23+0 – 31+6 SSW, Infants without known major congential malformations prior to delivery, Multiples (unless monochorionic)

Sponsor: Eunice Kennedy Shriver National Institute of Child Health and Human Development

Weiterführende Informationen: http://www.Premod2.org

Ansprechperson

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Prof. Dr. Frank Reister

Leiter Sektion Geburtshilfe

Urogynäkologie

Titel: Randomisierte Studie zur Evaluierung von professionell angeleitetem Beckenbodentraining postpartal mit dem Einfluss auf die Sexualität und Lebensqualität bei Müttern und deren Partner

Studiendesign: Unizentrisch, randomisiert; Frauen werden nach Entbindung eingeschlossen und randomisiert in die Gruppe mit professionell angeleitetem Beckenbodentraining oder in die Gruppe, welche Beckenbodentraining selbständig zuhause durchführt. Das Beckenbodentraining beginnt dabei 6 Monate nach der Entbindung. Vor und nach dem Training werden die Frauen und deren Partner bezüglich der Sexualität und der Lebensqualität befragt und es erfolgt bei den Frauen eine klinische Untersuchung des Beckenbodens.

Indikation: Paare nach Spontangeburt eines Kindes

Wichtige Einschlusskriterien: Spontanpartus, Einwilligung

Ansprechperson

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Dr. Miriam Deniz

Oberärztin | Leiterin Beckenbodenzentrum

Ratgeber und Links