Austausch auf Augenhöhe: Polizei und Patienten im Dialog

Wie erleben Menschen in Krisensituationen den Kontakt mit der Polizei? Dieser Frage gingen Ausbilder der Polizeihochschule Biberach gemeinsam mit Mitarbeitenden und Patienten der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm nach. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, angehende Polizist*innen besser auf den Umgang mit Menschen in Krisensituationen vorzubereiten.

Am 13. Mai 2026 begrüßte die Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm unter der Leitung von Prof. Dr. Manuela Dudeck neun Ausbilder der Polizeihochschule Biberach zu einem fachlichen Austausch. Die Veranstaltung wurde von den Mitarbeitenden Alisha-Lynn Winter und Ferdinand Bortenschlager organisiert.

Nach einer Führung durch die Klinik erhielten die Gäste Einblicke in die rechtlichen Grundlagen sowie in die Praxis der Unterbringung im Maßregelvollzug. Anschließend wurde das in der Klinik etablierte PAIR-Training vorgestellt, ein Präventionsprogramm zur Verringerung und Deeskalation von Aggressionen.

Den Schwerpunkt des Besuchs bildeten Gesprächsgruppen mit Patienten. In einem offenen und durch Mitarbeitende moderierten Dialog wurden sowohl positive Erfahrungen als auch Herausforderungen im Umgang mit Polizeikräften reflektiert. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmenden, welche Verhaltensweisen in Einsatzsituationen hilfreich sind und wo Verbesserungsmöglichkeiten bestehen.

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen künftig in die Ausbildung von Polizist*innen einfließen. Ziel ist es, Einsatzkräfte noch besser auf Begegnungen mit Menschen in Krisensituationen vorzubereiten und so zu einem sicheren, respektvollen und professionellen Umgang in herausfordernden Situationen beizutragen.

Das Foto zeigt Ausbilder der Polizeit und Mitarbeitende der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Universtität Ulm