Trapped in the Feed

Schlagworte
Social Media, digitaler Stress, Ecological Momentary Assessment (EMA), Smartphone-Sensing, Jugendliche, junge Erwachsene, psychische Gesundheit, Kindheitsbelastungen
Leitung
Verbundpartner
Trapped in the Feed (TIF) ist Teil des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG) und dort eingebettet in das Verbundprojekt LIKES. Dieser Verbund vereint sechs Universitätsstandorte in Deutschland, an dem Ulm als einer der Standorte aktiv beteiligt ist. Gemeinsam widmet sich der Verbund der Frage, wie digitale Medien die psychische Gesundheit von Menschen beeinflussen.
Projektlaufzeit
bis 30.08.2028
Projektbeschreibung
Soziale Medien sind heute ein fester Bestandteil des Alltags junger Menschen. TikTok, Instagram, YouTube und ähnliche Plattformen bieten ständige Verfügbarkeit von Inhalten, und permanente soziale Vernetzung, und verändern damit grundlegend, wie junge Erwachsene Stress erleben, kommunizieren und sich selbst wahrnehmen. Empirische Studien belegen konsistente Zusammenhänge zwischen problematischer Social-Media-Nutzung und psychischer Belastung, insbesondere Depression, Angst und Stress. Was bislang jedoch fehlt, ist eine alltagsnahe Methode, die erfasst, wann genau, unter welchen Bedingungen und für wen diese negativen Effekte entstehen. Genau hier setzt TIF an.
TIF Studie untersucht situative Stressreaktionen Jugendlicher und junger Erwachsener (16–29 Jahre) während realer Social-Media-Nutzung im Alltag und fragt dabei gezielt, welche individuellen Vulnrebailitätsfaktoren diese Zusammenhänge moderieren. Methodisch setzt TIF dafür auf einen eigens entwickelten trigger-basierten EMA-Ansatz, wo Kurzabfragen automatisch ausgelöst werden und erfassen so Stress, Stimmung und Nutzungserleben direkt im Moment der Nutzung. Die Erkenntnisse sollen eine empirische Grundlage für zielgruppenspezifische Präventionsangebote und digitale Schutzfunktionen schaffen.
Die Studie besteht aus zwei Teilen, die sich gegenseitig ergänzen: In einem kürzeren intensiven Teil wird erfasst, wie Social-Media-Nutzung im Alltag unmittelbar mit Stress und Wohlbefinden zusammenhängt. In einem längeren Verlaufsteil über ein Jahr wird untersucht, ob und bei wem sich diese Zusammenhänge langfristig auf die psychische Gesundheit auswirken.
Kontaktadresse
Jun.-Prof. Dr. Ann-Christin Haag
Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Universitätsklinikum Ulm,
Steinhövelstraße 5, 89075 Ulm
Tel.: 0731-500 62642 | E-Mail: ann-christin.haag[at]uniklinik-ulm.de
Doktorandin: Maryam Elhaidary | E-Mail: maryam.elhaidary[at]uniklinik-ulm.de
Gefördert von:

Deutsches Zentrum fü r Psychische Gesundheit (DZPG) / Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMFTR)
Verbundprojekt LIKES
