Hüftdysplasie

Bei der Hüftdysplasie (auch als Hüft-, Hüftpfannen- oder Pfannendachdysplasie bezeichnet) führt eine nicht ausreichende Überdachung durch die knöcherne Hüftgelenkspfanne zu einer erhöhten Druck- und Scherbelastung des knöchernen und weichteiligen Pfannenrandes, die sich zunächst als Schmerzen äußern und u. U. einen sehr raschen Gelenkverschleiß einleiten kann. Der Zusammenhang zwischen knöcherner Minusvariante der Hüftgelenkspfanne und Hüftgelenkarthrose-Entwicklung ist seit langem bekannt.

Die operative Therapie der Pfannendachdysplasie zielt auf eine Reduktion der Druck- und Scherbelastung des knöchernen und weichteiligen Pfannenrandes. Hierzu führen wir eine Dreifach-Beckenosteotomie (die sog. Triple-Osteotomie nach Tönnis und Kalchschmidt) durch, bei der die Hüftgelenkspfanne aus dem Beckenknochen durch drei „Knochenschnitte“ herausgelöst, in eine biomechanisch günstigere Position gedreht und in dieser mit Schrauben fixiert wird. Dieser Eingriff zieht eine verbesserte Hüftkopfüberdachung nach sich.

In besonders gelagerten Fällen muss dieser Eingriff mit einer sog. intertrochantären bzw. subtrochantären Osteotomie, einem „Knochenschnitt“ am Oberschenkelknochen, verknüpft werden, um eine noch günstigere Biomechanik für das betroffene Hüftgelenk zu erzielen.