Die aktuelle Erhebung des DigitalRadars bestätigt die Fortschritte des Universitätsklinikums Ulm (UKU) im Bereich der Digitalisierung. Der Digitalisierungsscore des Klinikums konnte von 35 Prozent im Jahr 2021 auf aktuell 72 Prozent gesteigert werden. Damit liegt das UKU über dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe (55 Prozent). Dennoch besteht weiterhin Raum für Verbesserungen.
In den Ergebnissen des UKU sticht das Themenfeld „klinische Prozesse“ hervor: Hier erhöhte sich der Reifegrad seit 2021 von 38 Prozent auf 78 Prozent. Die Resultate spiegeln insbesondere den Abschluss zentraler Digitalisierungsprojekte im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) wider. Durch umfangreiche Investitionen von Bund und Ländern wird die digitale Weiterentwicklung der Krankenhäuser gezielt vorangetrieben. „Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass wir wichtige Maßnahmen erfolgreich umgesetzt haben und unsere digitale Ausgangsbasis deutlich verbessern konnten“, erklärt Robert Mahnke, Chief Information Officer (CIO) am UKU. „Dazu zählen unter anderem die Einführung der digitalen Kurve und Medikation, der Aufbau eines Patientenportals sowie diverse Fortschritte in der IT-Sicherheit.“
Positive Entwicklung seit 2021
Die Ergebnisse des UKU im DigitalRadar zeigen seit der ersten Erhebung 2021 eine kontinuierlich positive Entwicklung:
| 1. Erhebung | 2. Erhebung | 3. Erhebung |
UKU | 35 % | 48 % | 72 % |
Vergleichsgruppe | 33 % | 42 % | 55 % |
Während das UKU zu Beginn noch im Mittelfeld lag, liegt es mittlerweile deutlicher über dem Durchschnitt der Vergleichseinrichtungen.
Fokus auf nachhaltige Nutzung und weitere Integration
Die bisherigen Fortschritte bilden eine solide Grundlage für die weitere Digitalisierung des Klinikums. Der erreichte Digitalisierungsgrad ist ein wichtiger Zwischenschritt. Die Transformation und die kontinuierliche Anpassung an neue Gegebenheiten bleibt eine Priorität. In vielen Bereichen gilt es nun, digitale Prozesse weiter in bestehende Strukturen zu integrieren, die geschaffenen Strukturen zu stabilisieren und die Anwendungen bestmöglich an den Bedürfnissen von Mitarbeitenden und Patient*innen auszurichten. Von einem erhöhten Digitalisierungsgrad profitieren Mitarbeitende und Patient*innen gleichermaßen. Beispielsweise stehen relevante Daten ohne Zeitverzögerung zur Verfügung, wodurch die interdisziplinäre Zusammenarbeit erleichtert wird. „Die erreichten Fortschritte sind ein wichtiges Signal. Gleichzeitig bleibt es unsere zentrale Aufgabe, die Digitalisierung konsequent weiterzuentwickeln und im Interesse der Gesundheitsversorgung wirksam und sicher zu gestalten“, so CIO Robert Mahnke.
Über DigitalRadar
In der Gesundheitsversorgung bieten digitalisierte Prozesse neue Möglichkeiten, unter anderem in Kommunikation, Verwaltung und Patientenversorgung. Um die Digitalisierung von Krankenhäusern und Kliniken beurteilen und optimieren zu können, wurde 2021 das Konsortium „DigitalRadar Krankenhaus“ durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ins Leben gerufen, welches sich gemäß §14b KHG mit der Bewertung digitaler Reifegrade befasst. Die Ergebnisse schaffen Transparenz über bestehende Stärken und Entwicklungspotenziale und unterstützen Krankenhäuser dabei, ihre digitale Transformation strategisch weiterzuentwickeln.
