Aktionen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin stärken Bewusstsein, bauen Berührungsängste ab und zeigen Fortschritte in der Behandlung
Der Internationale Kinderkrebstag hat auch in diesem Jahr am Universitätsklinikum Ulm (UKU) die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit einer Krebserkrankung und ihren Familien in den Mittelpunkt gerückt. Mit vielfältigen Aktionen setzte das UKU auch 2026 ein Zeichen der Solidarität und vermittelt zugleich eine wichtige Botschaft: Dank moderner Therapien bestehen heute sehr gute Heilungschancen – und neben der medizinischen Behandlung gehören Hoffnung, Zuversicht und Lebensfreude zum Alltag der jungen Patientinnen und Patienten.
Kinderklinik veranstaltete Mut-Mach-Tag bereits zwei Tage vor dem Aktionstag
Am 15. Februar wird weltweit der Internationale Kinderkrebstag begangen, um auf die besondere Situation betroffener Kinder und ihrer Familien aufmerksam zu machen. Auch die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKU beteiligte sich – bereits am 13. Februar – mit einem Mut-Mach-Tag, der Information, Austausch und Unterstützung vereint. Mitarbeitende gestalten gemeinsam mit Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen kreative Aktionen und Begegnungsmöglichkeiten. Goldene Luftballons und symbolische Schleifen stehen für Solidarität, während Ausstellungen, Bastelaktionen und persönliche Gespräche Raum für Zuversicht und Gemeinschaft schaffen. Ziel war es, Berührungsängste abzubauen, über kindliche Krebserkrankungen aufzuklären und betroffenen Familien zu zeigen, dass sie nicht allein sind.
Eine Krebsdiagnose bei einem Kind stellt das gesamte familiäre Leben auf den Kopf. Termine und Therapieabläufe bestimmen den Alltag, und neben den jungen Patientinnen und Patienten benötigen auch Eltern und Geschwister intensive Begleitung und Unterstützung. Das Team der Kinderonkologie begleitet Familien aus einem großen Einzugsgebiet, das von der Bodenseeregion, dem Allgäu bis hin nach Aalen und darüber hinaus reicht und bietet eine umfassende Betreuung, die medizinische Therapie mit psychosozialer Unterstützung verbindet. Neben der Behandlung selbst gehören alters- und entwicklungsgerechte Krankheitsaufklärung, die Einbindung der Angehörigen und die Begleitung über die gesamte Therapiedauer zu den zentralen Aufgaben.
Trotz schwieriger Situation soll Raum für Positives bleiben
Gleichzeitig hat sich die Prognose für krebskranke Kinder in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Heute können rund 80 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen geheilt werden. Fortschritte in der Diagnostik, moderne Therapiekonzepte und spezialisierte Behandlungsteams ermöglichen individuell abgestimmte Therapien für alle Formen kindlicher Krebserkrankungen. Dabei ist es dem Behandlungsteam besonders wichtig zu vermitteln, dass trotz der schwierigen Situation auch Raum für positive Erlebnisse bleibt. Lachen, Kreativität und gemeinsame Momente tragen wesentlich dazu bei, die Belastungen der Erkrankung zu bewältigen und neue Kraft zu schöpfen.
Der Internationale Kinderkrebstag am UKU verbindet medizinische Kompetenz mit menschlicher Nähe. Neben der bestmöglichen Therapie steht die ganzheitliche Betreuung der Kinder und ihrer Familien im Mittelpunkt. Mit den Aktionen am Kinderkrebstag möchte das Klinikum dazu beitragen, das Bewusstsein für kindliche Krebserkrankungen zu stärken, über Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und betroffenen Familien Mut und Hoffnung zu geben.
Hintergrundinformationen
Der Internationale Kinderkrebstag wird jedes Jahr am 15. Februar weltweit begangen. Ziel des Aktionstags ist es, die Öffentlichkeit für Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter zu sensibilisieren, Solidarität mit Betroffenen zu zeigen und auf die besonderen Herausforderungen für erkrankte Kinder und ihre Familien aufmerksam zu machen. Neben der medizinischen Versorgung ist die psychosoziale Begleitung ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung, da die Erkrankung das gesamte familiäre Umfeld betrifft und langfristige Unterstützung erfordert.
Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Ulm ist ein spezialisiertes Zentrum für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit schweren und chronischen Erkrankungen, darunter auch Krebserkrankungen. Das interdisziplinäre Team betreut Patientinnen und Patienten aus einem großen regionalen Einzugsgebiet und verbindet modernste medizinische Therapien mit umfassender psychosozialer Unterstützung für die gesamte Familie. Ziel ist eine ganzheitliche Versorgung, die medizinische Behandlung, Beratung und Begleitung gleichermaßen umfasst.




