Seit Mitte Juli 2026 ist Prof. Dr. Robert Christian Wolf neuer Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie III am Universitätsklinikum Ulm (UKU). Der renommierte Psychiater und Wissenschaftler kehrt an seine frühere Wirkungsstätte zurück: Nach seiner ärztlichen Weiterbildung am UKU war er zuletzt Leitender Oberarzt an der Klinik für Allgemeine Psychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg. Mit der hohen Expertise in der Versorgung schwerer psychischer Erkrankungen und seiner klinisch-translational ausgerichteten Forschung bringt Prof. Wolf wichtige Erfahrungen für die weitere Entwicklung des neuropsychiatrischen Schwerpunktes am Universitätsklinikum Ulm ein.
Prof. Dr. Robert Christian Wolf war bereits zu Beginn seiner ärztlichen Laufbahn am UKU tätig. Von 2004 bis 2009 war er als Assistenzarzt an den Kliniken für Psychiatrie III und Neurologie tätig. Nach seiner Zeit in Ulm führte ihn sein Weg zunächst als Oberarzt an die Klinik für Allgemeine Psychiatrie der Universität Heidelberg. Anschließend war er Leitender Oberarzt am Universitätsklinikum des Saarlandes, bevor er 2016 an die Klinik für Allgemeine Psychiatrie der Universität Heidelberg zurückkehrte. Dort war er zuletzt als Leitender Oberarzt und stellvertretender Ärztlicher Direktor tätig und verantwortete zudem die Sektion Kognitive Neuropsychiatrie. Nun ist er als Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie III ans UKU zurückgekehrt.
„Ulm verfügt über hervorragende Voraussetzungen, um klinische Exzellenz, neurowissenschaftliche Forschung und innovative Versorgungsmodelle eng miteinander zu verbinden“, sagt Prof. Wolf. „Ich freue mich besonders darauf, gemeinsam mit den Mitarbeitenden, den universitären Partnerfächern und den bestehenden Forschungsgruppen die zukünftige Entwicklung der Klinik aktiv mitzugestalten.“
Prof. Wolfs klinische und wissenschaftliche Schwerpunkte liegen vor allem in der Versorgung komplexer psychischer Erkrankungen sowie in der klinisch-translationalen Forschung. Einen besonderen Fokus seiner Arbeit bildet die Versorgung von Menschen mit schweren und häufig therapieresistenten psychischen Erkrankungen. Dazu zählen vor allem Psychosen, affektive Erkrankungen sowie Angst- und Zwangsstörungen. Dabei verbindet Prof. Wolf moderne, leitliniengerechte und genesungsorientierte Behandlungskonzepte mit innovativen Methoden der Neurostimulation, Psychotherapie und digitalen Verfahren.
„Im Mittelpunkt steht für mich, moderne, leitliniengerechte und genesungsorientierte Behandlungsansätze mit innovativen Verfahren der Neurostimulation, Psychotherapie und digitalen Anwendungen zu verbinden“, sagt Prof. Wolf. Ein weiterer wichtiger Bestandteil seines Verständnisses einer modernen Psychiatrie ist die enge Zusammenarbeit mit Betroffenen, Angehörigen und verschiedenen Fachdisziplinen. „Die Psychiatrie steht heute vor der Aufgabe, exzellente Patientenversorgung, innovative Forschung, gelebte Interdisziplinarität und Trialog miteinander zu verbinden. Im Mittelpunkt unseres Handelns steht dabei stets der einzelne Mensch in seiner Individualität“, sagt Prof. Wolf.
Eine zentrale Aufgabe für die kommenden Jahre sieht Prof. Wolf in der Weiterentwicklung der Klinik zu einem modernen Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie: „Mein Ziel ist es, die Klinik gemeinsam mit den Mitarbeitenden zu einem modernen Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie weiterzuentwickeln, das exzellente Versorgung, innovative Forschung und hochwertige Lehre eng miteinander verbindet“, betont Prof. Wolf.
Dabei möchte er unter anderem sektorenübergreifende Versorgungsangebote stärken, spezialisierte Behandlungskonzepte für Menschen mit schweren und komplexen psychischen Erkrankungen weiterentwickeln und genesungsorientierte Ansätze fördern, die Betroffene und Angehörige aktiv einbeziehen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der klinisch-translationalen Forschung. Prof. Wolf möchte die neurowissenschaftlichen Stärken des Standorts Ulm nutzen und diese mit innovativen Forschungsansätzen in Bereichen wie multimodaler Bildgebung, Neurostimulation, Psychotherapieforschung sowie digitalen Verfahren zur Untersuchung und Behandlung psychischer Erkrankungen verbinden.
„Mit Prof. Wolf gewinnt die Universitätsmedizin Ulm einen umfassend erfahrenen Kliniker und Wissenschaftler mit ausgewiesener Expertise in der Versorgung schwer psychisch erkrankter Menschen, der die klinisch-translationale Forschung in Ulm stärken wird“, sagt Prof. Dr. Udo X. Kaisers, Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Ulm. „Seine klinische Erfahrung und sein wissenschaftliches Profil werden wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des neuropsychiatrischen Schwerpunkts in Ulm geben. Wir heißen Prof. Wolf herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit.“
Zur Person
Prof. Dr. Robert Christian Wolf studierte Humanmedizin an der Universität Ulm und war anschließend von 2004 bis 2009 als Assistenzarzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie III sowie der Klinik für Neurologie der Universität Ulm tätig. 2010 führte ihn sein Weg an das Universitätsklinikum Heidelberg, wo er zunächst als Oberarzt und seit 2016 als Leitender Oberarzt an der Klinik für Allgemeine Psychiatrie tätig war. Zudem leitete er dort die Sektion Kognitive Neuropsychiatrie.
