„Pink October“ 2026: UKU klärt mit Aktionsstand in Ulmer Innenstadt über Brustkrebs auf

Team des Brustzentrums informiert über Mythen und Fakten zum Thema Brustgesundheit

Pink als Zeichen für Brustkrebs-Aufklärung: Ärztliches und pflegerisches Team der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Ulm (UKU) hat am Samstag, 17. Oktober 2026, auf dem Ulmer Wochenmarkt über Brustgesundheit und Früherkennung informiert. Mit einem Aktionsstand beteiligte sich das Team am internationalen „Pink October“ und räumte mit verbreiteten Mythen rund um Brustkrebs auf.

Brustkrebs ist in Deutschland die am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung. Jährlich erkranken hierzulande zwischen 70.000 und 75.000 Frauen und rund 700 Männer erkranken jedes Jahr. Bei jeder zehnten Frau wird im Laufe ihres Lebens ein Mammakarzinom entdeckt. Die frühzeitige Erkennung von Brustkrebs ist entscheidend für die Prognose der Betroffenen. Wird ein Tumor in einem frühen Stadium entdeckt, bestehen häufig bessere Behandlungsmöglichkeiten. „Je früher wir einen Tumor entdecken, desto höher stehen die Heilungschancen und desto schonender ist die Behandlung“, sagt Dr. Visnja Fink, Leiterin des Brustzentrums. „Und daher plädieren wir für regelmäßige Vorsorge und Teilnahme an dem Mammographiescreening. Prävention und Früherkennung gehören zu den wirksamsten Maßnahmen im Kampf gegen Krebs“, ergänzt Prof. Dr. Wolfgang Janni, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am UKU.

Rund um das Thema Brustgesundheit kursieren allerdings nach wie vor zahlreiche Mythen. Ist Brustkrebs immer tastbar und schmerzhaft? Brauche ich immer eine Chemotherapie? Ist es besser, wenn man die ganze Brust entfernt? PD Dr. MUDr. Stefan Lukac, MHBA, Oberarzt der Ulmer Frauenklinik, stellt klar: „Die Antwort auf all diese Fragen lautet ganz klar nein.“

Umso wichtiger ist es, über Brustkrebs aufzuklären und falsche Vorstellungen abzubauen. Mit dem Informationsstand auf dem Ulmer Wochenmarkt wollte die Frauenklinik das Bewusstsein für Brustgesundheit stärken und mit Interessierten ins Gespräch kommen. „Es freut mich sehr, dass wir mit unserem Stand so viele Menschen erreicht haben und über das Thema aufklären konnten. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei“, so Dr. Lukac.

„Pink October“ am UKU

Der „Pink October“ ist der internationale Brustkrebs-​Aktionsmonat. Ziel ist es, das Bewusstsein für Brustkrebs zu stärken, über Prävention und Früherkennung aufzuklären und Patient*innen sowie ihre Angehörigen zu unterstützen. Als Zeichen dafür wird die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des UKU während des gesamten Oktobers in den Abendstunden pink beleuchtet. Damit reiht sich das UKU in die weltweiten Aktionen ein, bei denen öffentliche Gebäude, Institutionen und Wahrzeichen Pink erstrahlen, um Solidarität mit Betroffenen zu zeigen und Mut zu machen.

Über das Brustzentrum

Das interdisziplinäre Brustzentrum des Universitätsklinikums Ulm vereint alle wesentlichen Fachbereiche für Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von Brusterkrankungen unter einem Dach. Zum Leistungsspektrum gehören moderne Verfahren der Brustdiagnostik und Brustchirurgie, medikamentöse Tumortherapien einschließlich klinischer Studien sowie genetische Beratungsangebote. Durch die enge Zusammenarbeit von ärztlichen und pflegerischen Expert*innen aus Frauenklinik, Radiologie, Nuklearmedizin, Strahlentherapie, Pathologie, Medizinischer Onkologie und Psychoonkologie erhalten Patient*innen eine individuell abgestimmte Betreuung nach aktuellen wissenschaftlichen Standards. Ergänzt wird das Angebot durch ein umfassendes Netzwerk an Beratungs- und Unterstützungsleistungen.

Das Team der Frauenklinik des UKUs klärte in der Ulmer Innenstand über Mythen und Fakten rund um das Thema Brustgesundheit auf.