Studie: “Selektive Abreicherung des C-reaktiven Proteins mittels therapeutischer Apherese (CRP-Apherese) beim ischämischen Schlaganfall“

Die CRP-Apherese wird in dieser Studie erstmalig zur Behandlung des Schlaganfalls angewendet.

Nach fast jedem Schlaganfall kommt es zu einem im Blut messbaren Anstieg des sogenannten C-reaktiven Proteins (CRP), einem Eiweiß des angeborenen Immunsystems. Bei Erkrankungen, die mit einer erhöhten CRP-Konzentration im Blut einhergehen, steht das CRP im Verdacht das Entzündungsgeschehen nicht nur anzuzeigen, sondern auch aktiv an seiner Entstehung beteiligt zu sein. Somit stellt die CRP-Erhöhung einen Risikofaktor für diese Erkrankungen dar.

Forschungsergebnisse der letzten Jahre haben gezeigt, dass der weitere Heilungsverlauf und der Gewebeschaden des Gehirns unter anderem mit der im Blut vorhandenen Menge an CRP zusammenhängen. In den meisten Fällen haben Patienten mit niedrigeren CRP-Spiegeln im Blut eine bessere Heilungsaussicht (Prognose) als Patienten mit hohen Konzentrationen. Mit Apheresen werden Verfahren bezeichnet, bei denen einzelne Substanzen aus dem Blut oder dem Plasma in einem extrakorporalen, das heißt einem außerhalb des Körpers durchgeführten Verfahren entfernt werden. Bei der CRP-Apherese genannten Behandlung wird das Blut über eine Art Filter (Adsorber) geleitet und dabei das schädigende Eiweiß (CRP) abgefangen. Danach wird das „gereinigte“ Blut wieder in den Körper zurückgeführt. Für diese CRP-Apherese kommt ein neu entwickeltes Medizinprodukt zum Einsatz, der Adsorber PentraSorb® CRP. Die CRP-Apherese wird in dieser Studie erstmalig zur Behandlung des Schlaganfalls angewendet.