Altersabhängige Makuladegeneration

Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Die altersabhängige Makuladegeneration ist eine häufige Erkrankung des zentralen Augenhintergrundes ab dem 50. Lebensjahr, wobei das Risiko zu erkranken mit zunehmendem Alter steigt. Betroffen ist das Netzhautareal mit der größten Fotorezeptordichte, die so genannte Makula. Verschiedene Risikofaktoren wie beispielsweise Lebensalter, genetische Veranlagung und Umweltfaktoren (Rauchen) spielen eine Rolle. Die Erkrankung verläuft in mehreren Stadien. Während eine frühe oder intermediäre AMD meist mit keinen oder nur milden Symptomen einhergeht, können die Spätstadien, geographische Atrophie (GA) und neovaskuläre AMD, zum Verlust des zentralen Sehens führen.

Geographische Atrophie bei AMD

Die „trockene“ Spätform der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) ist die geographische Atrophie (GA). Dabei kommt es im Bereich der Makula zum allmählichen Untergang von Fotorezeptoren, retinalem Pigmentepithel (der Ernährungszellschicht der Netzhaut) und der innersten Aderhautschicht (Choriocapillaris). Ist die Stelle des schärfsten Sehens, die Fovea, mitbetroffen, resultiert ein Verlust der zentralen Sehschärfe. Weltweit gibt es über 5 Millionen Betroffene.
Während bis vor kurzem keine zugelassene Therapie für die GA bei AMD zur Verfügung stand, wurden 2023 in den U.S.A. zwei Wirkstoffe aus der Gruppe der Komplementinhibitoren zur Behandlung der GA bei AMD durch die FDA  zugelassen. Eine EMA -Zulassung wurde beantragt.
Ziel der Behandlung ist eine Verlangsamung des Atrophiewachstums, um das Sehen zu stabilisieren und eine Verschlechterung hinauszuzögern. Bei den künftigen GA-Therapien handelt es sich um intravitreale operative Medikamenteneingaben (IVOM). Dabei wird der Wirkstoff direkt in den Glaskörper eingebracht, der das Augeninnere ausfüllt.
Ob tatsächlich eine GA bei AMD vorliegt und eine intravitreale Behandlung in Frage kommen wird, kann durch eine umfassende augenärztliche Untersuchung entschieden werden. An der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Ulm gibt es für Patientinnen und Patienten mit geographischer Atrophie eine Spezialsprechstunde für alle Fragestellungen rund um Diagnose, Therapieindikation und Verlaufsbeurteilung, in der Sie sowohl klinisch als auch mittels modernster, hochauflösender Bildgebung untersucht werden.

Sprechzeiten

Donnerstag: 08:00 – 15:30 Uhr

Feuchte (neovaskuläre) Spätform der AMD

Bei der feuchten Spätform, der neovaskulären AMD, bilden sich kleine, krankhafte Blutgefäße, die zu Flüssigkeitsansammlungen und Blutungen im Bereich der Makula führen. Diese Veränderungen können eine plötzliche Sehverschlechterung verursachen. Die häufigste ambulante Behandlung erfolgt mittels spezieller Wirkstoffe, die wiederholt in den Glaskörperraum des Auges gespritzt werden (intravitreale operative Medikamenteneingabe, IVOM). Dadurch kann zwar keine vollständige Heilung erreicht werden, aber es kommt zur Stabilisierung der Erkrankung.
Die Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Ulm bietet eine Makulasprechstunde an und ist mit modernster Diagnostik speziell auf diese Diagnose ausgerichtet. Die Behandlung erfolgt im hochspezialisierten Zentrum für intravitreale Therapien (ZiT). 

Sprechzeiten Makulasprechstunde

Montag bis Mittwoch: 08:00 – 15:30 Uhr
Freitag: 08:00 – 13:00 Uhr

Spezialdiagnostik und modernste Bildgebung bei AMD

  • Weitwinkel- / Fundusfotografie
  • Spectral-Domain Optische Kohärenztomografie (SD-OCT)
  • OCT-Angiografie (OCT-A)
  • Fundusautofluoreszenz (FAF)
  • Nahinfrarot-Bildgebung
  • Weitwinkel-Fluoreszein-/Indocyaningrün-Angiografie
  • Mikroperimetrie

 

Ihre AnsprechpartnerInnen

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Prof. Dr. med. Armin Wolf

Ärztlicher Direktor der Klinik für Augenheilkunde

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PD Dr. med. Almut Bindewald-Wittich

Oberärztin

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Dr. med. Adnan Kilani

Oberarzt