Sektion Forensisch-psychiatrische Versorgungsforschung (Leitung Frau Dr. Streb)

  • gefördert durch: Porticus Düsseldorf GmbH
  • Förderzeitraum: 2022
  • Studienleitung: Frau Prof. Dudeck, Frau Dr. Streb
  • Kooperation mit: Prof. Jud und Prof. Fegert, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie,
  • Universitätsklinik Ulm
  • gefördert durch: Vitos Weil-Lahn gemeinnützige GmbH
  • Förderzeitraum: 2021-2023
  • Studienleitung: Herr Lutz, M.Sc., Frau Dr. Streb, Frau Prof. Dudeck
  • gefördert durch: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg   
  • Förderzeitraum: August 2020-Januar 2021
  • Studienleitung: Frau Titze, M.Sc., Frau Dr. Streb, Frau Prof. Dudeck
  • Kooperation mit: Herrn Igor Galynker, Department of Psychiatry, Mount Sinai Beth Israel, New York, USA, Frau Jenelle Richards, Department of Psychiatry, Mount Sinai Beth Israel, New York, USA, Frau Xenia Anatolyevna Chistopolskaya, Federal Medical Research Centre of Psychiatry, Moscow, Russia, Frau Fatma Kantas Yilmaz und Frau Elif Cinka, Health Sciences University, Erenköy Mental and Neurological Diseases Education and Research Hospital, Kadıköy, İstanbul, Turkey, Frau Shira Barzilay, Department of Psychiatry, Schneider Children’s Medical Center of Israel, Tel Aviv University, Tel Aviv, Israel, Herrn Sungeun You, Department of Psychology, Chungbuk National University, Cheongju, Chungbuk, Korea, Herrn Oskar Kuśmirek, SENS Mental Health Laboratory, Szczecin, Poland, Frau Samira da Silva Valvassori, Health Sciences Academic Unit, University of the Far South of Santa Catarina, Criciúma, Spain, Frau Maria Valeria Contreras, Department of Psychobiology, National University of Tucumán, Tucumán, Argentinien, Frau Claudia I. Astudillo García, Psychiatric Care Services, Ministry of Health, Mexico City, Mexico, Herrn Ming-Been Lee, Taiwan Suicide Prevention Center, Taipei, Taiwan, Herrn Chia-Yi Wu, Department of Nursing, College of Medicine, National Taiwan University, Taipei, Taiwan, Herrn Shih-Cheng Liao, Department of Psychiatry, National Taiwan University Hospital, Taipei,Taiwan, Herrn Vikas Menon, Department Psychiatry, Jawaharlal Institute of Post Graduate Medical Education and Research, Puducherry, India, Herrn Ishrat Husain, Department of Psychiatry, University of Toronto, Toronto, Canada, Frau Sarah assidy, School of Psychology, University of Nottingham, Science Park, Nottingham, United Kingdom
  • gefördert durch: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
  • Förderzeitraum: 2020-2022
  • Studienleitung: Herr Büsselmann, M.Sc., Frau Dr. Cardenas-Morales, Frau Prof. Dudeck
  • gefördert durch: Erzbistum Hamburg
  • Förderzeitraum: 2020-2022
  • Studienleitung: Frau Rinser, M.A., Frau Dr. Streb, Frau Prof. Dudeck
  • gefördert durch: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
  • Förderzeitraum: 2019-2021
  • Studienleitung: Frau Titze, M.Sc., Frau Dr. Streb, Frau Prof. Dudeck
  • gefördert durch: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
  • Förderzeitraum: 2018-2021
  • Studienleitung in Taufkirchen: Frau Klein, Frau Wolf, M.Sc., Frau Steiner, M.Sc., Frau Dipl. Psych. Mayer, in Günzburg: Herr Dr. Rothe, Frau Dr.Streb, Frau Prof. Dudeck
  • gefördert durch: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
  • Förderzeitraum: 2018-2021
  • Studienleitung in Taufkirchen: Frau Klein, Frau Wolf, M.Sc., Frau Steiner, M.Sc., Frau Dipl. Psych. Mayer, in Günzburg: Herr Dr. Rothe, Frau Dr.Streb, Frau Prof. Dudeck

 

  • gefördert durch: Vitos GmbH Gießen/Hadamar
  • Förderzeitraum: 2017-2021
  • Studienleitung: Herr Lutz, M.Sc., Frau Dr. Streb, Frau Dr. Franke, Frau Prof. Dudeck
  • Studienleitung: Frau Nigel, M.Sc., Herr Lutz, M.Sc., Frau Dr. Streb, Frau Prof. Dudeck, Frau Heinrich

 

  • gefördert durch: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
  • Förderzeitraum: 2017-2020
  • Studienleitung: Herr Montiel, M.Sc., Frau Dr. Streb, Frau Dr. Franke, Frau Prof. Dudeck

Zusammenfassung: Im Frühjahr 2017 wurde an der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie am Bezirkskrankenhaus in Kaufbeuren eine neue Behandlungsstruktur implementiert. Ziel der Maßnahme war die Verbesserung der Beziehungskonstanz zwischen Patienten und deren Therapeuten und Pflegern. Dazu wurden je zwei geschlossene und eine offene Station für Patienten, die gemäß § 64 StGB untergebracht waren, zu einer Behandlungsabteilung zusammengefasst. Wo zuvor beim Übergang in die Entlassvorbereitung eine Anbindung des Patienten an neues Personal mitsamt neuer oberärztlicher Zuständigkeit erfolgte, konnte so ein durchgehender Behandlungsprozess von Aufnahme bis Entlassung mit Kontinuität der Arbeitsbeziehungen gewährleistet werden. Es wurde angenommen, dass eine hohe Beziehungskonstanz zu besseren Behandlungsbedingungen und -ergebnissen führt. Zur Überprüfung der Wirksamkeit der Umstrukturierungsmaßnahme erfolgte eine wissenschaftliche Begleitung. Es fand zu vier Zeitpunkten in regelmäßigen Intervallen eine Datenerhebung mittels Fragebögen bei Patienten und Mitarbeitern statt. Insgesamt nahmen 192 gem. § 64 StGB untergebrachte Patienten teil, weitere 6 waren gem. § 126 a StPO untergebracht. Insgesamt nahmen 98 Mitarbeiter teil, 77% davon gehörten der Berufsgruppe der Pflege an. Unter Berücksichtigung einer geringen Variabilität an Therapeutenwechsel zu den Messzeitpunkten bei geringer Ausprägung und fehlender Vergleichbarkeit zu den Behandlungsbedingungen vor der Umstrukturierung sprechen die Ergebnisse nicht dafür, dass ein (organisatorischer) Wechsel der bezugstherapeutischen Zuständigkeit einen starken Einfluss auf den therapeutischen Prozess und den Therapieerfolg hatte.

  • gefördert durch: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
  • Förderzeitraum: 2017-2019
  • Studienleitung: Frau Dr. Otte, Herr Büsselmann, M.Sc., Frau Prof. Dudeck

Zusammenfassung: Die Zielsetzung des Projektes bestand in der Entwicklung einer Skala zur Vorhersage des akuten Suizidrisikos bei Aufnahme und Entlassung von Maßregelvollzugspatientinnen und -patienten. Dazu wurde in einem ersten Schritt das Suicide Crisis Inventory (SCI; Galynker et al., 2017) ins Deutsche übersetzt und an die Gegebenheiten des deutschen Maßregelvollzuges adaptiert. Das Suicide Crisis Inventory - German wurde 255 Forensikpatienten vorgelegt. Zur Validierung der psychometrischen Eigenschaften berechneten wir Reliabilitätsanalysen, bestimmten die Schwierigkeitsindizes der Items, die Trennschärfe und testeten die Kriteriums- Konstrukt- sowie Faktorenvalidität. Reliabilitätsanalysen ergaben sehr gute bis ausgezeichnete Werte für Cronbachs Alpha (0,832 ≥ r ≥ 0,950). Die Itemschwierigkeiten und Trennschärfen waren sehr gut. Die Berechnung der Kriteriumsvalidität ergab, dass Patienten mit höheren Werten auf dem Suicide Crisis Inventory - German mehr Suizidversuche begangen hatten. Die Berechnung der Konstruktvalidität zeigte Korrelationen mit dem Beck Depressions-Inventar II, der Beck Hoffnungslosigkeits-Skala, der Beck Suizidgedanken-Skala und mit der Barratt Impulsiveness Scale. Als Ergebnis steht ein Fragebogen zur Verfügung, mithilfe dessen das individuelle Suizidrisiko für einzelne Patientinnen und Patienten bei Aufnahme und Entlassung ermittelt werden kann.

 

  • gefördert durch: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
  • Förderzeitraum: 2017-2019
  • Studienleitung: Frau Dr. Streb, Frau Dr. Franke, Herr Büsselmann, M.Sc., Frau Prof. Dudeck

Zusammenfassung: Im Rahmen dieses Projektes wurde ein Fragebogen für psychisch kranke Straftäter entwickelt, der die Lebensqualität im Maßregelvollzug misst. Als Basis stand ein mittlerweile in vielen Ländern der Welt eingesetzter Fragebogen von Liebling et al. (2011) zur Verfügung, der für den Gebrauch in Justizvollzugsanstalten entworfen wurde. Dieser Fragebogen wurde im Rahmen des Projektes übersetzt, an die Lebensbedingungen im Maßregelvollzug adaptiert und um Fragen zur therapeutischen Unterstützung ergänzt. Zur psychometrischen Evaluation des Instrumentes erfolgte eine einmalige Erhebung an 13 Maßregelvollzugseinrichtungen in Bayern. Die Reliabilität des Fragebogens zur Messung der Lebensqualität im Maßregelvollzug kann zusammenfassend mit sehr gut bewertet werden. Die Faktorenstruktur wurde im Rahmen einer konfirmatorischen Faktorenanalyse überprüft und konnte bestätigt werden. Es finden sich signifikante Unterschiede zwischen den 13 bayerischen Maßregelvollzugseinrichtungen in den Subskalen Aufnahme in den Maßregelvollzug, Gleichbehandlung, Qualität der Unterbringung und therapeutische Angebote. Die Bedeutsamkeit der Lebensqualität im Maßregelvollzug zeigt sich unter anderem auch daran, dass eine gute Lebensqualität dazu beiträgt, die psychische Belastung der Patientinnen und Patienten zu verringern.

 

  • gefördert durch: Ethikkommission der Universität Ulm
  • Förderzeitraum: 2017-2018
  • Studienleitung: Frau Dr. Franke, Herr Speiser, B.Sc., Frau Dr. Streb, Frau Prof. Dudeck      

Zusammenfassung: Mental health care professionals deal with complex ethical dilemmas that involve the principles of autonomy, justice, beneficence, and non-maleficence. Such dilemmas are even more prominent in forensic mental health care, where the restriction of personal rights is legitimated not only by patient well-being but also by public safety interests. Little is known about either the use of formal ethics support services or specific ethical needs in forensic mental health care. Knowledge about the current structures and how they compare with those in general psychiatry would help to identify the most important ethical issues and to analyze whether there are unmet needs that might require specific ethics support. We performed a survey study in all general psychiatric and forensic psychiatric inpatient departments in Germany. The aims were to compare the availability and functioning of clinical ethics structures and to identify specific ethical needs in inpatient forensic and general mental health care. Clinical ethics support was available in 74% of general psychiatric hospitals but in only 43% of all forensic psychiatric hospitals and 25% of those offering treatment for offenders with substance use disorders. Most ethics support services were interdisciplinary. The most frequently requested retrospective and prospective ethics consultations were on issues of omission and termination of treatment, coercive measures, and advance directives.  Among the hospitals without access to ethics support, 71% indicated a need for training in ethics. Our results show that ethics consultation is well established in general psychiatry, but less so in forensic psychiatry. Mental health care professionals in forensic psychiatry seem to have a need for ethics support and training in clinical ethics. We also found a difference in access to ethics structures between hospitals that treat mentally disordered offenders and those that treat offenders with substance use disorders. Further research should focus on how ethics support can be comprehensively implemented in forensic mental health care and how this might improve treatment quality and patient and staff well-being.

  • gefördert durch: Bayerisches Staatsministerium der Justiz
  • Förderzeitraum: 2016-2018
  • Studienleitung: Frau Dr. Tippelt, Frau Prof. Dudeck, Frau Dr. Franke, Frau Dr. Streb

Zusammenfassung: Das Bayerische Staatsministerium der Justiz erteilte den Auftrag zur Überprüfung der Wirksamkeit der Psychotherapeutischen Fachambulanzen für Sexualstraftäter in Bayern. Die Rückfallraten (i.e. erneute Einträge in das Bundeszentralregister) der Patienten der Fachambulanzen (n=393) innerhalb des Beobachtungszeitraumes von durchschnittlich dreieinhalb Jahren wurden mit denen einer Kontrollgruppe (n=353) verglichen. Darüber hinaus wurde überprüft, ob dynamische Risikovariablen (gemessen mit dem Stable-2007) durch die therapeutischen Interventionen in den Fachambulanzen positiv beeinflusst werden. In der Gruppe der Fachambulanzpatienten kam es signifikant seltener zu delinquenten Rückfällen im Allgemeinen und zu Rückfällen mit einem Gewaltdelikt als in der Gruppe der Kontrollprobanden. Für Rückfälle mit einem Sexualdelikt, die in beiden Gruppen selten auftraten, fanden sich keine signifikanten Unterschiede zwischen der Therapie- und der Kontrollgruppe. Durch die Behandlung in der Fachambulanz kam es zu einer signifikanten Abnahme dynamischer Risikomerkmale.

  • gefördert durch: Studiendekanat Humanmedizin der Universität Ulm
  • Förderzeitraum: April 2016-Dezember 2016
  • Studienleitung: Frau Dr. Otte, Frau Prof. Dudeck
  • gefördert durch: Europäische Union
  • Förderzeitraum: 2007-2009
  • Studienleitung: Frau Prof. Drenkhahn, Frau Prof. Dudeck, Herr Horsfield, Herr Prof. Dünkel
  • Studienleitung in Günzburg: Frau Nigel, M.Sc., Frau Dipl.-Psych. Rasche, Frau Prof. Dudeck, in Konstanz: Herr Prof. Weierstall, Herr Dr. Moran

 

Zusammenfassung: Appetitive aggression (AA) is complementary to reactive aggression (RA) and evoked by the rewarding cues of the aggressive act itself, as the perpetration of violence is experienced as appealing and pleasurable. Previous findings in healthy populations have suggested a role for the right temporal/parietal region in AA. This area is hypothesized to be sensitive to fetal testosterone and associated with theory of mind and empathy towards others, thereby influencing the amount of pleasure people take in violence. However, AA as measured in forensic and combatant populations has not been combined with functional neural activity. In the current study, we measured trait level aggression using the Appetitive and Facilitative Aggression Scale (AFAS) and analyzed resting-state EEG activity in 36 male forensic inpatients sentenced to mandatory drug treatment. Our results indicate that appetitive and reactive aggression are highly correlated and linked to an asymmetry in EEG activation. AA showed a significant right parietal cluster on the delta band, while RA showed a similar activation, but did not reach statistical significance. These results show that previous findings of a link between right temporal/parietal activity and AA in healthy populations can be generalized to individuals with a criminal history. This extends the ecological validity of tests of AA and has potential to deepen our understanding of models of forensic psychology, such as criminal recidivism.