Im Rahmen der Studie zur Aufarbeitung und Dokumentation des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen in der Katholischen Kirche im Raum Mecklenburg wurden bisher 716 Akten aus dem Erzbistum Hamburg durchgesehen:

  • Hamburg (Diözesanarchiv, Geheimarchiv, Referat Prävention und Intervention, Personalreferat)
  • Pfarrarchiv Neubrandenburg
  • Archiv des Erzbischöflichen Amts Schwerin (Heinrich-Theissing-Institut)

Die Akten werden verdachtsunabhängig gesichtet. Sie sind dem Forschungsteam frei zugänglich und werden nicht vorab von Kirchenmitarbeitern ausgewählt. Die Aktensichtung ist nicht abgeschlossen.

Gespräche wurden bislang mit neun Betroffenen, neun Vertretern der Kirche und mit zwei unabhängigen Fachexperten geführt.

Gerne können sich weiterhin Betroffene für ein persönlichen Gespräch melden oder sich via Online-Fragebogen an der Studie beteiligen. Die Teilnahme an dem Fragebogen unter www.soscisurvey.de/missbrauch-kirche-mecklenburg/ mittels Kennwort "Aufarbeitung" wurde bis zum 31.07.2021 verlängert. Weitere Gespräche sind in Planung.

Für Rückfragen steht Frau Prof. Dr. Manuela Dudeck gern zur Verfügung (Tel.: 08221/96-25851; E-Mail: Manuela.Dudeck@bkh-guenzburg.de)

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte hier.

Forschungsteam der Universität Ulm bittet Betroffene: „Melden Sie sich bei uns“
Aufarbeitung & Dokumentation des sexuellen Missbrauchs innerhalb der Katholischen Kirche in Mecklenburg zwischen 1946 und 1989

Das unabhängige Forschungsteam der Universität Ulm unter Leitung von Frau Prof. Dr. Manuela Dudeck sucht im Rahmen der Studie „Aufarbeitung und Dokumentation des sexuellen Missbrauchs von katholischen Priestern und anderen im Dienst der Katholischen Kirche stehenden Personen an Minderjährigen in Mecklenburg im Zeitraum 1946 - 1989“ weiter Personen, die solchen Missbrauch zwischen 1946 und 1989 als Minderjährige in Mecklenburg erleben mussten. „Wir bitten Betroffene, sich etwas Zeit zu nehmen und uns ihre Erlebnisse, Erfahrungen und ihren Lebensweg durch die Beantwortung unseres Fragebogens und/oder in einem persönlichen Gespräch zu schildern. Wir sind uns bewusst, dass das nicht leicht ist. Aber nur mit den Betroffenen selbst kann eine Aufbereitung funktionieren“.

Der Fragebogen ist unter folgendem Link bis 31.07.2021 abrufbar: www.soscisurvey.de/missbrauch-kirche-mecklenburg/ Bitte verwenden Sie hierfür das Kennwort: Aufarbeitung

Die Studie will dazu beitragen, das Leid der Betroffenen sichtbar zu machen sowie begünstigende gesellschaftliche und kirchlich-institutionelle Bedingungen zu untersuchen. Es werden Gespräche mit ehemaligen (u. a. der damaligen Bistumsleitung) und derzeitigen Kirchenvertretern sowie mit Betroffenen, die zwischen 1946 und 1989 als Minderjährige in Mecklenburg missbraucht worden sind, geführt. Gleichzeitig wurden bereits über 200 Akten in Archiven und Einrichtungen durchgesehen, in denen Material zur Aufarbeitung zu erwarten ist.

Für Rückfragen oder Interesse zur Teilnahme steht Frau Prof. Dr. Manuela Dudeck gern zur Verfügung (Tel.: 08221/96-25851; E-Mail: Manuela.Dudeck@bkh-guenzburg.de).

Die Teilnehmerinformation entnehmen Sie bitte unserem Einladungsschreiben.