Allgemeine Gynäkologie

Frauenheilkunde

Die Frauenheilkunde (Gynäkologie) umfasst sämtliche Veränderungen am inneren (Gebärmutter/Eierstöcke/Eileiter und umgebendes Gewebe) und äußeren Genitale (Scheide, Schamlippen) sowie der Brust(drüse). Die gynäkologische Ambulanz ist häufig eine erste Anlaufstelle für unsere Patientinnen – entweder in einer Notfallsituation oder durch die Überweisung Ihrer Frauenärztin bzw. Ihres Frauenarztes. Über unser ambulantes Case Management erhalten Sie einen Termin in der gynäkologischen Ambulanz oder in einer unserer Spezialsprechstunden.

Kontakt & Terminvergabe

Telefon 0731 500-58688

Telefax 0731 500-58645

Sie erreichen uns telefonisch:
Mo bis Do: 07.30 - 16.00 Uhr
Fr: 07.30 - 14.00 Uhr

Sprechstunden / Ambulanzen » 

Für Notfälle ist eine Versorgung rund um die Uhr gesorgt.

Gutartige gynäkologische Erkrankungen

Es gibt eine Reihe von gutartigen Veränderungen und Erkrankungen, die untersucht und behandelt werden sollten. Die jährliche Vorsorge (Gebärmutter-Abstrich) und die allgemeinen Untersuchungen werden von Ihrem niedergelassenen Frauenarzt durchgeführt. Wenn dieser allerdings Auffälligkeiten feststellt, die er zusätzlich bei uns abklären lassen möchte, kommen Sie zu uns in die gynäkologische Ambulanz. Wir sehen uns als Partner Ihres Frauenarztes und bieten die weitere Abklärung und ggf. Therapie bei Auffälligkeiten an, die im Rahmen einer Untersuchung aufgetreten sind.

Folgende Vorstellungsgründe könnte es geben:

Blutungsstörungen sind einer der häufigsten Gründe, warum Frauen einen Frauenarzt aufsuchen. Je nach Alter kommen unterschiedliche Ursachen für die Blutungsstörungen in Frage, die jeweilige Diagnostik wird entsprechend angepasst. Sie können uns helfen und ein „Blutungstagebuch“ führen – mit Erfassung der Häufigkeit, Stärke und Dauer der Blutungen. Dies ist ein wichtiger Baustein bei der Ursachenforschung.

Mögliche gutartige Ursachen:
  • Organische Gründe (z. B. Schleimhautpolypen, Myome, Entzündungen oder Gefäße am Gebärmutterhals (Ektopien))
  • Hormonelle Faktoren (Störungen im Hormonhaushalt, insbesondere in den Wechseljahren)
  • Mechanische Faktoren (Traumata oder Fremdkörper, wie z. B. Intrauterinpessare = Spiralen)

Neben zahlreichen gutartigen Erkrankungen können in seltenen Fällen auch bösartige Veränderungen des weiblichen Genitaltraktes verantwortlich für vaginale Blutungen sein. Wir raten Ihnen daher, Blutungsstörungen bei Ihrem Frauenarzt abklären zu lassen. Dieser wird Sie bei Auffälligkeiten zu uns schicken.

Menopause bezeichnet die letzte durch physiologische Hormonproduktion verursachte Menstruationsblutung einer Frau. Durch eine bis zu zehn Jahre andauernde Phase der Hormonumstellung mit unregelmäßigen Zyklen stellen die Ovarien den Großteil ihrer Hormonproduktion ein. Bleibt die Periodenblutung mindestens zwölf Monate aus, gilt dieser Umstellungsprozess als abgeschlossen und es sollten keine weiteren Blutungen auftreten.

Kommt es in der Postmenopause, also über ein Jahr nach der letzten Periodenblutung, dennoch zu einer vaginalen Blutung, kann dies ein Zeichen für eine bösartige Entartung der Gebärmutterschleimhaut sein und sollte daher über eine kleine Operation mit feingeweblicher Sicherung untersucht werden. Im Rahmen der Abklärung können weitere Blutungsursachen, wie eine Blutung aus dem Darm oder der Blase, ausgeschlossen werden.

Insbesondere in der Frühschwangerschaft ist ein normaler Verlauf Grundlage für die weitere physiologische Entwicklung des ungeborenen Kindes. Bereits kleine Fehlsteuerungen können zu einem Entwicklungsstopp oder zum Verlust der Schwangerschaft führen. Dies wird Fehlgeburt oder Abort genannt.

In wenigen Fällen kommt es zur Einnistung und Entwicklung der Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter, z. B. in den Eileitern oder im Bauchraum. Dies kann unter Umständen zu einer lebensbedrohlichen Situation führen. Daher sollten Sie im Falle von Schmerzen und/oder Blutungen in der Frühschwangerschaft unmittelbar Ihren Frauenarzt aufsuchen. Dieser kann dann entscheiden, ob eine weitergehende Untersuchung in unserer Notfallsprechstunde notwendig ist.

Chronische Unterbauch- und Genitalschmerzen können viele verschiedene Ursachen haben und bedürfen daher einer genauen Diagnostik.

Mögliche gutartige Ursachen:
  • Organische Faktoren (z. B. Myome, Zysten am Eierstock, Endometriose)
  • Infektion mit bakteriellen oder viralen Erregern
  • Pilzinfektion
  • Verwachsungen durch vorangegangene Operationen
  • Psychische Faktoren

Im Rahmen der Abklärung gehören neben einer ausführlichen Anamneseerhebung auch eine vaginalsonographische Untersuchung sowie die Abstrichentnahme zu den Basismaßnahmen. Darüber hinaus ist in einigen Fällen eine diagnostische Bauchspiegelung erforderlich, um die Ursache der Beschwerden abzuklären.

Als Vulvitis bezeichnet man Entzündungen im Bereich des äußeren weiblichen Genitales (große und kleine Schamlippen, Scheideneingang sowie die Bartholin-Drüsen). Mögliche Erreger sind sowohl Bakterien und Viren als auch verschiedene Pilzarten. Eine gestörte Vaginalflora – z. B. durch zu intensive Intimhygiene – kann dabei eine begünstigende Rolle spielen. Häufige Symptome sind Juckreiz, Schmerzen und ein veränderter Ausfluss.

Die Ausbildung von Abszessen ist ebenfalls möglich. Durch lokale Ausbreitung kann eine Infektion in das innere weibliche Genitale (Gebärmutterhals, Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke) aufsteigen. Eine ausführliche Anamneseerhebung samt sorgfältiger klinischer und sonographischer Untersuchung sowie eine mikrobiologische Untersuchung sind wegweisend für die Diagnosefindung.

Eierstöcke setzen sich aus verschiedenen Gewebearten zusammen. Dementsprechend können Raumforderungen an den Eierstöcken unterschiedlichen Ursprungs sein. Hierbei muss man zwischen physiologischen funktionellen Veränderungen am Eierstock und anderen Neubildungen, die größtenteils ebenfalls gutartig sind, unterscheiden. Zyklusbedingte Veränderungen sind zum Beispiel Follikel, Follikelzysten oder Gelbkörperzysten. Daneben sind gutartige zystische Veränderungen, wie z. B. Zystadenome, möglich.

Raumforderungen am Eierstock sind oft Zufallsbefunde während der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Frauenarzt. Teilweise verursachen diese jedoch unspezifische Unterbaucheschwerden oder -schmerzen und können auch zu Blutungsunregelmäßigkeiten führen, sodass deswegen ein Frauenarzt aufgesucht wird. In der Regel können Veränderungen am Eierstock über einen gewissen Zeitraum beobachtet und kontrolliert werden. Manchmal bilden sich diese Veränderungen von selbst wieder zurück.

Bei Größenzunahme, Beschwerden oder auffälligen Merkmalen in der Ultraschalluntersuchung kann eine operative Entfernung der Befunde zur weiteren Abklärung bzw. feingeweblichen Untersuchung erforderlich sein. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass ein betroffener Eierstock komplett entfernt werden muss. Diese Entscheidung hängt unter anderem vom Alter der Patientin, spezifischen Merkmalen der Raumforderungen und zuletzt auch vom Befund während der Operation ab.

Myome sind gutartige Knoten der Gebärmuttermuskulatur und gehören zu den häufigsten Tumoren der weiblichen Geschlechtsorgane. Bis zu 20 Prozent aller Frauen haben Myome, doch nur ein Bruchteil davon wird behandlungsbedürftig. Eine Behandlung sollte in der Regel nur erfolgen, wenn Myome Beschwerden verursachen oder die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch darstellt. Die genaue Ursache für die Entstehung von Myomen ist nicht bekannt, eine hormonelle Abhängigkeit wird angenommen. Daher kommt es häufig zu einem Wachstum während der Schwangerschaft oder während der Wechseljahre.

Diagnostik & Therapie

Myome können sehr gut mittels Ultraschall dargestellt und kontrolliert werden, eine andere bildgebende Untersuchung ist in der Regel nicht notwendig. Die Therapie richtet sich nach der Größe, dem Aussehen, dem Wachstumsmuster, der Lage der Myome, ob ein Kinderwunsch besteht und natürlich nach Ihrem Alter. In Abhängigkeit von den individuellen Faktoren kann eine medikamentöse oder eine operative Therapie erfolgen.

Gynäkologische Ambulanz

Die gynäkologische Ambulanz ist häufig eine erste Anlaufstelle für unsere Patientinnen. Als Notfallambulanz ist sie rund um die Uhr besetzt (24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche), sodass wir jederzeit eine gynäkologische Notfallversorgung gewährleisten können. Darüber hinaus erfolgt hier auch der Erstkontakt, falls Ihr Frauenarzt eine zusätzliche Untersuchung empfiehlt. Daher überweist Sie im Regelfall Ihr Frauenarzt zur weiteren Diagnostik und Therapieplanung in unsere gynäkologische Ambulanz. Wir betreuen Patientinnen mit gutartigen oder bösartigen Veränderungen des weiblichen Genitaltraktes sowie mit komplexen bzw. therapieresistenten gynäkologischen Erkrankungen.

Diagnostik und Therapie

Als Erstes erfolgt ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden und den Grund Ihres Besuchs sowie die Einschätzung Ihres bisherigen Krankheitsverlaufs. Bitte bringen Sie zum Termin alle aktuellen Untersuchungsbefunde mit. Nach dem Gespräch führen wir eine ärztliche Untersuchung auf dem gynäkologischen Untersuchungsstuhl und eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter und Eierstöcke durch. Anschließend werden je nach Erkrankung weitere Untersuchungen in die Wege geleitet oder bereits ein individuelles Therapiekonzept für Sie erstellt. Hierbei stehen unsere erfahrenen Ambulanzärzte in stetigem Kontakt mit unserem Klinikdirektor und unseren Oberärzten, sodass jede Patientin, falls erforderlich, unmittelbar dem jeweiligen Spezialisten vorgestellt werden kann.

Profilbild von Dr. Miriam Deniz

Dr. Miriam Deniz

Oberärztin | Leiterin Beckenbodenzentrum

Profilbild von Prof. Dr. Christoph Scholz

Prof. Dr. Christoph Scholz

Leitender Oberarzt | Stv. Klinikdirektor

Bei speziellen Fragestellungen erfolgt im Rahmen Ihrer weiteren Betreuung eine Weiterleitung an eine der Spezialsprechstunden unserer Klinik. Oberste Priorität ist es für uns, Ihnen eine optimale Betreuung, speziell an Ihr Krankheitsbild angepasst, zu gewährleisten.

Da wir neben einer regulären gynäkologischen Sprechstunde auch Notfälle versorgen, kann es manchmal zu sehr langen Wartezeiten kommen. Wir bitten dies zu entschuldigen. Sie können sich sicher sein, dass wir uns viel Zeit für Sie und Ihre individuellen Beschwerden nehmen.

Unser Netzwerk

Als Universitätsklinik steht uns das gesamte interdisziplinäre Netzwerk des Universitätsklinikums Ulm für ein ganzheitliche Betreuung und Behandlung zur Verfügung. Bei entsprechender Notwendigkeit ist in Zusammenarbeit mit der Frauenklinik jederzeit eine Mitbetreuung durch andere Fachdisziplinen möglich.

Operative Gynäkologie

Je nach Krankheitsbild und Beschwerden werden wir mit Ihnen alle therapeutischen Möglichkeiten besprechen, die für die Behandlung Ihrer Erkrankung in Frage kommen. Häufig ist hierbei eine Operation sinnvoll und notwendig. Meist werden die speziellen Operationen, wie z. B. Brustoperationen, Operationen bei bösartigen Erkrankungen, Endometriose- oder Myomoperationen, Operationen am Gebärmutterhals oder bei Senkungsbeschwerden in den dafür spezialisierten Sprechstunden mit Ihnen besprochen. Auch in unserer gynäkologischen Ambulanz klären wir Sie ausführlich über kleinere Eingriffe wie beispielsweise eine Ausschabung oder eine Bauchspiegelung zur Entfernung von Eierstockzysten auf.

Das komplette Spektrum moderner operativer Verfahren

In unserer Klinik stehen Ihnen alle modernen Operationsverfahren sowie erfahrene Operateure zur Verfügung. Von großen Operationen im Bauch, über plastische Eingriffe an der Brust bis hin zu roboterunterstützter Operation bieten wir Ihnen immer den für Sie passenden Operationsweg an. Nach einer Operation werden Sie von unseren Pflegekräften und Ärzten auf unseren Stationen kompetent betreut, bis wir Sie wieder nach Hause entlassen können.

Ambulante Operationen

Für ambulante Operationen steht uns das Ambulante Operationszentrum (AOZ) am Oberen Eselsberg zur Verfügung, in dem wir Ihnen bei kurzen Eingriffen, nach denen Sie im Anschluss wieder nach Hause gehen können, eine Versorgung in angenehmer und professioneller Umgebung bieten können.

Sie haben Fragen?

Für unsere Patientinnen stellen sich im Vorfeld einer Operation viele persönliche Fragen, die wir individuell beantworten. Bei allen Fragen rund um Ihren Klinikaufenthalt können Sie sich gerne an unser Case Mangement wenden.

Dysplasiesprechstunde

Dysplasie bezeichnet verschiedene Zellveränderungen des inneren und äußeren Genitales. Häufig werden sie durch Humane Papillomviren (HPV) verursacht. Zur weiteren Abklärung und Therapie der üblicherweise bei Ihrem niedergelassenen Frauenarzt im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung entdeckten krankhaften Zellveränderungen können Sie sich in unserer Dysplasiesprechstunde vorstellen. Neben einer exzellenten medizinischen Betreuung liegt uns besonders am Herzen, eventuelle Sorgen oder Ängste unserer Patientinnen durch eine umfassende Beratung abzubauen. Durch sorgfältige Diagnostik und schonende Therapie lassen sich eventuelle Krebsvorstufen sicher und schonend entfernen. Das Konzept der Behandlung aus einer Hand wird durch unser eigenes Zytologielabor im Bereich der Diagnostik und von erfahrenen Operateuren des Gynäkologischen Tumorzentrums gewährleistet.

Profilbild von Dr. Emanuel Bauer

Dr. Emanuel Bauer

Oberarzt | Leiter Dysplasiesprechstunde

Diagnostik und Therapie

Der Besuch in unserer Sprechstunde beginnt mit einem Kennenlernen Ihrer Vorgeschichte. Anschließend betrachten wir den auffälligen Befund nach Anfärbung mit einer Lupe (Kolposkop) und entnehmen bei Bedarf eine kleine Gewebeprobe (Biopsie). Nach der feingeweblichen Untersuchung dieser Probe in unserer Pathologie besprechen wir die Ergebnisse mit Ihnen und legen anschließend den weiteren Ablauf der Behandlung fest. Für die weitere Behandlung stehen neben Medikamenten, oberflächlichen Behandlungen mit Essig, auch Lasertherapie und operative Verfahren zur Verfügung.

Unsere operative Bandbreite reicht, angepasst an die individuelle Situation jeder Patientin, von einem kleinen in örtlicher Betäubung durchgeführten Kegelschnitt (Konisation) über die regionale Probeentnahme bis hin zur Bauchspiegelung (Laparoskopie) mit Lymphknotenentfernung oder, wenn notwendig, auch radikale Tumorchirurgie. Zeigen sich auffällige Abschnitte am Muttermund ist die weitere Diagnose durch einen gewebesparenden Kegelschnitt möglich. Bei kompletter Entfernung des auffälligen Areals stellt dieser Schritt gleichzeitig die Therapie dar. Vor allem bei jungen Frauen erfolgt der Eingriff im Hinblick auf eine mögliche Familienplanung sehr gewebesparend. Um die Beeinträchtigung durch die Operation so gering wie möglich zu halten, führen wir den Eingriff sehr häufig ambulant und in örtlicher Betäubung durch.

Sollte bei Ihnen während der Schwangerschaft eine Krebsvorstufe diagnostiziert werden, betreuen wir Sie kompetent über die weitere Schwangerschaft. Mit der Therapie kann in der Regel bis nach der Entbindung abgewartet werden, ohne negative Folgen für Mutter und Kind.

Kinder- und Jugendgynäkologie

Mädchen jeden Alters – vom Säugling, Kleinkind bis zum pubertären Mädchen – gehören zum Kreis der Patientinnen unserer Sprechstunde für Kinder- und Jugendgynäkologie. In dieser Sprechstunde haben wir Zeit für einen einfühlsamen Umgang mit dem Kind sowie für Gespräche mit besorgten Eltern. Mittwochnachmittags sind unsere erfahrenen Ärztinnen um Dr. Annette Handke-Vesely für die Kinder da.

Unsere intensive und fachkundige Beratung steht Ihnen zur Verfügung bei:
  • Vaginalen Blutungen
  • Vaginalem Ausfluss
  • Juckreiz
  • Verklebung der Schamlippen
  • Fehlbildungen der weiblichen Geschlechtsorgane
  • Störungen des Hormonhaushaltes
  • Störungen der Pubertätsentwicklung
  • Fremdkörper in der Scheide
  • Störungen der Geschlechtsentwicklung
  • Verdacht auf sexuellen Missbrauch
Profilbild von Dr. Annette Handke-Vesely

Dr. Annette Handke-Vesely

Oberärztin | Leiterin Sprechstunde für Kinder- und Jugendgynäkologie

Diagnostik und Therapie

Die Vorstellung in unserer Sprechstunde ist zumeist der erste Kontakt mit der Frauenheilkunde. Da sich die Mädchen in einer besonders sensiblen Phase ihrer Entwicklung befinden, bedarf es hier viel Zeit, Einfühlungsvermögen und Verständnis. Kinder und junge Mädchen benötigen spezielle Techniken zur behutsamen Untersuchung, geeignete Instrumentarien sowie einen spezialisierten Ultraschall. Dabei werden die Eltern gerade bei kleinen Kindern in die Untersuchung und Behandlung integriert. Wir nehmen uns in ruhiger Atmosphäre ausführlich Zeit für die Anliegen von Kind und Eltern.

Diagnostische Maßnahmen, wie zum Beispiel Scheidenabstrich, Vaginoskopie, kolposkopische Beurteilung oder transabdominaler Ultraschall, führen wir bei Bedarf durch. Im individuellen Fall erarbeiten wir für unsere jungen Patientinnen spezifische Therapiekonzepte gemeinsam mit dem Hormonzentrum UniFee der Frauenklinik und mit der Klink für Kinder- und Jugendmedizin.

Hilfe bei sexueller Gewalt

Sexuelle Gewalt ist eine schwerwiegende körperliche und seelische Verletzung. Was Ihnen geschehen ist, ist ganz sicher nicht Ihre Schuld – es passiert vielen Frauen und Mädchen, unabhängig von Verhalten, Aussehen, Alter und sozialer Herkunft. Egal, ob Sie Anzeige erstatten möchten oder nicht: Sie sollten sich schnellstmöglich medizinisch untersuchen lassen, auch wenn Sie keine sichtbaren Verletzungen haben. Dies ist wichtig, damit Sie innere Verletzungen, eine Infektion oder eine mögliche Schwangerschaft ausschließen können.

Vertrauliche Untersuchung

An der Ulmer Frauenklinik können Sie rund um die Uhr durch eine kostenlose und vertrauliche Untersuchung mögliche Beweismittel der Tat sichern lassen. Die gesicherten Spuren werden zwei Jahre lang in der Frauenklinik aufbewahrt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie Anzeige erstatten möchten oder sich dazu momentan nicht in der Lage fühlen, können Sie zu einem späteren Zeitpunkt auf die gesicherten Beweismittel zugreifen.

Vertrauliche Beratung

Direkt nach der Tat steht Ihnen die örtliche Frauenberatungsstelle für klärende und unterstützende Gespräche zur Verfügung. Die Beratung erfolgt vertraulich und kostenlos und kann sowohl persönlich als auch zunächst telefonisch stattfinden.

Frauen helfen Frauen e.V.
Olgastr. 143 | 89073 Ulm
Telefon: 0731 619906
Weitere Informationen: www.fhf-ulm.de

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
Telefon: 08000 116 016
Weitere Informationen: www.hilfetelefon.de

Kriminalpolizei Ulm
Münsterplatz 47 | 89073 Ulm
Telefon: 0731 1880