Am 12.Mai wurde eine neue Bezeichnung für das polycystische Ovarsyndrom (PCOS) im Thelancet publiziert (https://www.thelancet.com/action/showPdf?pii=S0140-6736%2826%2900717-8). Das polyendokrine metabolische Ovarialsyndrom (PMOS) ist die neue Bezeichnung für eine Erkrankung, die weltweit jede achte Frau betrifft. Der ursprüngliche Name PCOS reduzierte diese komplexe endokrinologische und metabolische Störung auf eine Funktionsstörung der Eierstöcke und führte zu dem Missverständnis bei Betroffenen und Behandelnden, dass es sich um Zysten des Ovars handelt. Stattdessen führt die neue Bezeichnung besser auf die damit zusammenhängenden Veränderungen hin: das PMOS ist durch Hormonschwankungen gekennzeichnet, die sich auf das Gewicht, den Stoffwechsel und die psychische Gesundheit, sowie die Haut und das Fortpflanzungssystem auswirken.
Mehr als 50 Patientinnen- und Fachorganisationen waren an der Entwicklung der neuen Bezeichnung beteiligt. In den folgenden drei Jahren soll die neue Bezeichnung in die Praxis überführt werden, um 2028 in der Überarbeitung und Aktualisierung der aktuellen internationalen Leitlinie (https://www.eshre.eu/Guidelines-and-Legal/Guidelines/Polycystic-Ovary-Syndrome) und deutschen Leitlinie (https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/089-004) vollständig etabliert zu sein.

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