Sie haben einen Kinderwunsch? Dann sind Sie bei uns richtig – In unserem Kinderwunschzentrum erhalten Sie eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung.

Wir nehmen uns Zeit für Sie und Ihren Kinderwunsch. Im Kinderwunschzentrum UniFee bieten wir Ihnen modernste Diagnostik und Therapie auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft. Wir ersparen Ihnen unnötige Wege, indem Sie alle diagnostischen und therapeutischen Schritte innerhalb des Universitätsklinikums Ulm vornehmen können. Dabei entsteht meist ein vertrautes Verhältnis zwischen Ihnen und uns und wir können einen individualisierten Plan für Sie erstellen.

Wir bieten Hormonanalysen, spezialisierte Sonographie (Ultraschall) oder einen Fertilitätscheck. Wir können ambulant Gebärmutterspiegelungen durchführen oder die Eileiterdurchgängigkeit bei einem minimalinvasiven Eingriff überprüfen. In unserem Labor erstellen wir Spermiogramme und können in enger Kooperation mit der Urologie des Universitätsklinikums Spermien direkt aus Hoden oder Nebenhoden gewinnen.

Wir bieten Ihnen eine auf Sie abgestimmte Behandlung zur Erfüllung Ihres Kinderwunsches an:
  • Zyklusmonitoring
  • Insemination
  • Künstliche Befruchtung mittels IVF und ICSI
  • Natural Cycle IVF
  • Blastozystentransfer
  • Einfrieren von befruchteten Eizellen – Kryokonservierung
  • Einfrieren von unbefruchteten Eizellen – Social Freezing
  • Erhalt der Fruchtbarkeit vor einer Chemotherapie oder Bestrahlung – FertiProtekt
  • Endometrial Scratching

 

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Prof. Dr. Katharina Hancke

Geschäftsführende Oberärztin | Leiterin UniFee

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Unerfüllter Kinderwunsch – Warum klappt es nicht?

Von ungewollter Kinderlosigkeit spricht man, wenn nach ca. einem Jahr ohne Verhütung keine Schwangerschaft eingetreten ist. Die Gründe dafür können bei beiden Partnern liegen. Bei Frauen kommen als Hauptursachen Verschlüsse der Eileiter, Störungen des Hormonhaushaltes oder Endometriose in Frage. Bei Männern ist die Qualität der Samenzellen für den Eintritt einer Schwangerschaft entscheidend. Gelegentlich lassen sich weder bei der Frau noch beim Mann Gründe für die Kinderlosigkeit finden. Man spricht dann von idiopathischer Infertilität.

Mögliche Gründe für unerfüllten Kinderwunsch:

Tubenverschluss

Der Tubenverschluss wird meistens durch eine aufsteigende Infektion der Scheide verursacht oder durch eine Infektion der Eileiter und der Eierstöcke (z. B. mit Chlamydien). Durch diese Entzündung kann es zu Verklebungen im Eileiter kommen. Auch Endometriose kann zu einem Verschluss der Eileiter führen. Wenn ein Eileiterverschluss vorliegt, so ist in vielen Fällen eine künstliche Befruchtung die Therapie der Wahl.

Hormonelle Veränderungen

Häufig ist ungewollte Kinderlosigkeit bei Frauen hormonell bedingt. Ein unregelmäßiger, verkürzter oder verlängerter Zyklus bzw. die ganz ausbleibende Menstruation weisen auf eine hormonelle Veränderung hin. Das Spektrum möglicher Hormonveränderungen ist breit und kann von uns durch Messung der Hormonkonzentrationen im Verlauf des Zyklus bestimmt werden. Diese Messungen erfolgen idealerweise kurz nach der Menstruationsblutung (2. bis 5. Zyklustag). Falls überhaupt keine Blutung auftritt, kann die Messung jederzeit durchgeführt werden.

Endometriose

Bei Endometriose handelt es sich um Gebärmutterschleimhaut, die sich außerhalb der Gebärmutter an anderen Stellen im Bauchraum ansiedelt und dort zyklusbedingt Schmerzen verursacht. Die Endometriose ist eine häufige Ursache für ungewollte Kinderlosigkeit. Die leichten Formen bleiben oft unbemerkt und beeinflussen die Fruchtbarkeit vermutlich nicht. Die mittelgradigen Formen können wahrscheinlich die Fruchtbarkeit beeinflussen. Eine schwere Endometriose beeinträchtigt in vielen Fällen die Erfüllung des Kinderwunsches. Unser Kinderwunschzentrum arbeitet eng mit dem Endometriosezentrum zusammen. Wir stimmen uns interdisziplinär ab, um Ihnen die bestmögliche Beratung und Therapie zu ermöglichen.

Ausführliche Informationen zum Thema Endometriose finden Sie auf der Seite des Endometriosezentrums.

Wiederholte Fehlgeburten

Als habituelle Aborte bezeichnet man drei Fehlgeburten und mehr in Folge. Ursache hierfür können unter anderem genetische Faktoren, aber auch hormonelle Veränderungen oder Veränderungen der Blutgerinnung sein. Für eine korrekte Diagnose sollten seit der letzten Fehlgeburt mindestens drei Monate vergangen sein.

Um die Fertilität beim Mann zu überprüfen, sollte immer eine Analyse der Samenzellen erfolgen (Spermiogramm). Neben der Samenanalyse in unserem Kinderwunschzentrum ist zusätzlich eine Vorstellung bei einem Männerarzt (Urologen/Andrologen) erforderlich, um die Organe Hoden, Nebenhoden, Samenleiter etc. zu untersuchen.

Bei der Beurteilung der Samenqualität spielen drei Parameter eine Rolle:
  •  Anzahl der Samenzellen pro ml (Konzentration)
  •  Beweglichkeit in % (Motilität)
  •  Aussehen/Form (Morphologie)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Grenzwerte für eine normale Samenqualität definiert (WHO 2010).

Eine Normozoospermie (normale Samenqualität) liegt vor, wenn im Spermiogramm folgende Werte gemessen werden:
  • Konzentration: > 15 Millionen/ml
  • Motilität: ≥ 32 Prozent (WHO A+B)
  • Morphologie: ≥ 4 Prozent normal geformte Spermien

Bei einer Azoospermie fehlen die Spermien in der Samenflüssigkeit völlig. Dies bedeutet aber nicht, dass es mit der Erfüllung des Kinderwunsches überhaupt nicht klappen kann. Mittels einer TESE (testikuläre Spermienextraktion) können möglicherweise Spermien aus dem Hoden entnommen werden, um diese anschließend bei einer Kinderwunschbehandlung zu verwenden.

Diagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch

Der erste Termin

Bei Ihrem ersten Termin bei uns möchten wir zunächst wissen, wie lange Sie schon einen Kinderwunsch haben und wie Ihre individuelle Vorgeschichte ist. Gerne können Sie zur Vorbereitung den Anamnesebogen (PDF) ausdrucken, ausfüllen und zum ersten Termin bei uns mitbringen. Falls bei Ihnen bereits Untersuchungen oder Therapien durchgeführt wurden, nehmen Sie die Ergebnisse oder Arztbriefe bitte ebenfalls zu Ihrem ersten Termin mit. Meistens führen wir nach dem Gespräch eine vaginale Sonographie der Gebärmutter und der Eierstöcke durch, entnehmen Blut für eine Hormonanalyse und bieten eine Spermiogramm-Analyse an.

Der ideale Zeitpunkt für die Blutentnahme ist kurz nach dem ersten Tag der Monatsblutung (Menstruationsblutung). Hierzu müssen Sie nicht nüchtern zu uns kommen. Da aber der Zyklustag für diese Untersuchung wichtig ist, rufen Sie idealerweise mit dem Beginn der Menstruationsblutung bei uns an – Sie erhalten ganz kurzfristig einen Termin in unserem Zentrum zur Blutentnahme. Anschließend vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin zur Besprechung der Ergebnisse (ca. zwei Wochen nach der Entnahme).

Wenn Sie weniger als eine Stunde von unserem Zentrum entfernt wohnen, können Sie die Samenprobe nach vorheriger Ankündigung von zu Hause mitbringen. Wir bieten Ihnen die Gewinnung der Samenprobe aber auch in unseren Räumlichkeiten an. Rufen Sie uns an, wir geben Ihnen gerne Termine, auch kurzfristig und unabhängig von den weiteren Terminen. Die Analyse der Samenprobe (Spermiogramm) erfolgt in unserem andrologischen Labor nach den WHO-Richtlinien, das Ergebnis liegt in der Regel bereits nach 45 bis 60 Minuten vor.


Nach dem ersten Termin – Wie geht es weiter?

Wenn uns die Ergebnisse der Hormonanalyse und der Spermienanalyse vorliegen, erstellen wir mit Ihnen gemeinsam einen individualisierten Plan zur Erfüllung Ihres Kinderwunsches.

In einigen Fällen sind vor der Planung einer Kinderwunsch-Therapie noch weitere Untersuchungen sinnvoll:

Am wenigsten körperlich belastend und ohne jegliche Narkose können wir die Eileiterdurchgängigkeit per Sonographie (Hysterokontrastsonographie, HyCoSy) überprüfen. Hierbei wird über einen kleinen Plastikkatheter Flüssigkeit (Gas-/Wassergemisch), die im Ultraschall gut zu erkennen ist, in die Gebärmutter gespritzt. Das Abfließen der Flüssigkeit über die Eileiter lässt sich meist problemlos darstellen. Idealerweise sollte die Untersuchung zwischen dem siebten und zehnten Zyklustag durchgeführt werden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten dieser Untersuchung von rund 200 Euro allerdings nicht.

Die Bauchspiegelung ist ein operativer Eingriff im Sinne der minimalinvasiven Chirurgie. In der Regel sind nur zwei bis vier sehr kleine (5 - 8 mm) Hautschnitte am Bauchnabel und in der Bikinizone notwendig, um mit speziellen Instrumenten die Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke und den gesamten Unterleib untersuchen zu können. Wir können diese Operation mit einer sogenannten Chromopertubation zur sicheren Beurteilung der Durchgängigkeit der Eileiter kombinieren. Dafür wird mit Hilfe eines Katheters blaue Flüssigkeit durch die Gebärmutter in die Eileiter und anschließend in die Bauchhöhle gespritzt. Wir führen den Eingriff in Vollnarkose und in der Regel ambulant durch, d. h. Sie können am Abend des Eingriffs die Klinik wieder verlassen. Sie dürfen allerdings nicht selbst Auto fahren.

Eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) kann wie die Bauchspiegelung ambulant in einer kurzen Vollnarkose vorgenommen werden. Mit dieser Untersuchung überprüfen wir anatomische Veränderungen in der Gebärmutter (Myome, Polypen, Verwachsungen, Septum etc.). Darüber hinaus kann während des Eingriffs eine Probe der Schleimhaut entnommen und feingeweblich (histologisch) untersucht werden.


Termine während der Kinderwunschbehandlung

Da die Ultraschalluntersuchungen von Ihrem persönlichen individuellen Zyklus abhängig sind, erhalten Sie bei uns zeitnahe und kurzfristige Termine (ganzjährig, fünf Tage pro Woche). Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass nicht immer Ihre Wunschärztin oder immer die gleiche Ärztin die Untersuchungen durchführt. Wir besprechen alle Untersuchungen im Team und garantieren einen regelmäßigen Informationsaustausch, so dass keine Informationen verloren gehen.

Diese kurzfristigen Termine sind in der Regel täglich von 07.30 bis 09.30 Uhr und sehr kurz (5 bis 15 Minuten). Falls Sie einen ausführlichen Termin wünschen oder mit einer bestimmten Ärztin sprechen möchten, fragen Sie gezielt danach. Unser Team versucht selbstverständlich, Ihnen diese Termine zu ermöglichen.

Ich möchte nur einen Fertilitätscheck – Ist dies möglich?

Als Fertilitätscheck bezeichnet man die Beurteilung der ovariellen Reserve (Abschätzung der ungefähren Eizellmenge im Eierstock). Hierfür ist die Bestimmung des AMH-Wertes (als Maß für die ovarielle Reserve) wichtig. Im Rahmen des Fertilitätschecks bieten wir Ihnen außerdem eine Ultraschalldiagnostik, eine ausführliche Anamnese und eine individuelle Beratung an. Die Termine können Sie jederzeit bei uns vereinbaren.

Therapiemöglichkeiten

Unser Kinderwunschzentrum UniFee kann als universitäres Zentrum alle Behandlungen aus einer Hand anbieten – dadurch ersparen wir Ihnen unnötige Wege. Oft genügt eine niedrig dosierte Hormontherapie zur Erfüllung Ihres Kinderwunsches.

Falls die Hormontherapie nicht zum gewünschten Erfolg führt, erhalten Sie bei uns eine individualisierte Therapie mit allen modernen Möglichkeiten der Kinderwunschbehandlung – von der Insemination (IUI) über die künstliche Befruchtung (IVF ggf. kombiniert mit ICSI) bis hin zur möglichst narbenlosen Fertilitätschirurgie. Bei Myomen, Endometriose, unklarer Eileiterdurchgängigkeit, Verwachsungen sowie Veränderungen innerhalb der Gebärmutter können wir mit der chirurgischen Behandlung gute Erfolge erzielen.

Um die gewünschte Schwangerschaft zu erzielen, führt oftmals schon eine Zyklusüberwachung mit Festlegung des optimalen Zeitraums für den Geschlechtsverkehr zum Erfolg. Durch eine Zyklusüberwachung können wir die Entwicklung des Eibläschens bis zum Eisprung sowie die nachfolgende Umwandlung zum Gelbkörper durch Ultraschalldiagnostik und Hormonkontrolle während des Zyklus kontrollieren, insbesondere wenn eine Eizellreifungsstörung oder hormonelle Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch vermutet werden. Dadurch ist es möglich, die Eizellreifung und den Eisprung genau zu erkennen und die Gelbkörperfunktion zu überprüfen. Der Gelbkörper ist für die Einnistung der Eizelle und den Verlauf der Frühschwangerschaft wichtig.

Das Zyklusmonitoring kann zur Unterstützung der Eizellreifung mit einer Hormontherapie kombiniert werden. Die hormonelle Therapie erfolgt in Form von Tabletten oder Spritzen. Wir empfehlen dabei die Verwendung einer „Eisprung-Auslöse-Spritze“ (Ovulationsinduktion). Die zweite Zyklushälfte kann außerdem mit Progesteron unterstützt werden. Wir überprüfen den Erfolg der hormonellen Stimulation anhand von Ultraschall- und Blutuntersuchungen. Die auf Sie abgestimmte optimale Behandlungsform besprechen wir in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen.

Eine Inseminationsbehandlung ist bei leichten Einschränkungen der Spermienqualität sinnvoll. Das gewonnene und speziell aufbereitete Ejakulat wird mit einem dünnen Katheter direkt in die Gebärmutterhöhle gespritzt. Um den optimalen Zeitpunkt zu treffen, kombinieren wir die Insemination mit einem Zyklusmonitoring – mit oder ohne Durchführung einer Stimulationsbehandlung. Die Eileiterdurchgängigkeit sollte bei dieser Behandlungsmethode im Vorfeld geprüft werden.

Bei der künstlichen Befruchtung findet eine Befruchtung der Eizelle außerhalb des Körpers (in-vitro) statt. Um die Erfolgschancen dieser Methode zu erhöhen, werden die Eierstöcke durch eine Stimulationsbehandlung zur Bildung mehrerer Eizellen angeregt. In der Regel erfolgt dies mit Hormonspritzen, die Sie sich selber verabreichen können. Das Wachstum der Eibläschen kontrollieren wir anhand von Ultraschallkontrollen und Blutuntersuchungen.

Die Eizellentnahme führen wir nach Auslösen des Eisprungs in einer kurzen Narkose durch. Anschließend werden in unserem IVF-Labor die gewonnenen Eizellen außerhalb des Körpers mit den Spermien des Mannes in einer Nährlösung zusammengebracht. Die Spermien befruchten die Eizellen entweder ohne weitere Hilfestellung (IVF) oder mit Hilfe der sogenannten intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI). Die so entstandenen Embryonen übertragen wir einige Tage nach der Punktion in die Gebärmutterhöhle.

Wenn mehr als fünf Embryonen entstehen, kann eine sogenannte verlängerte Embryonenkultur im Labor stattfinden und der Embryotransfer wird erst fünf bis sechs Tage nach der Eizellentnahme vorgenommen. Zum Teil können dadurch höhere Schwangerschaftsraten erzielt werden. Dies trifft aber nicht auf alle Paare zu und die Methode wird normalerweise auch nicht beim ersten Versuch durchgeführt. Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch zu diesem Thema und stehen Ihnen bei Fragen zur Verfügung.

In Deutschland dürfen höchstens drei Embryonen in die Gebärmutter zurückgesetzt werden, um das Risiko für Drillinge oder Mehrlinge zu reduzieren. In der Regel werden nur ein oder zwei Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt.

Erhält man mehr als zwei befruchtete Eizellen durch die Stimulationstherapie und Entnahme, bieten wir in unserem Zentrum die Möglichkeit an, diese befruchteten Eizellen durch ein spezielles Verfahren einzufrieren, die sogenannte Kryokonservierung (von griechisch: cryo = Kälte und lateinisch: conservare = erhalten, bewahren). Diese Eizellen können wir in einem späteren Zyklus auftauen und nach erfolgter Weiterentwicklung ohne erneute Stimulationsbehandlung in die Gebärmutter zurücksetzen.

Um die Fruchtbarkeit zu bewahren, können wir bei Frauen eine hormonelle Stimulation durchführen und die Eizellen entnehmen und unbefruchtet einfrieren. Die Methode entspricht dem Ablauf einer Kinderwunschbehandlung im Rahmen einer IVF-Therapie – mit dem Unterschied, dass unbefruchtete Eizellen eingefroren werden. Wir bieten die zeitlich unbegrenzte Aufbewahrung und Lagerung der Eizellen an, so dass Sie die Erfüllung Ihres Kinderwunsches in eine andere Lebensphase verschieben können.

Die Kosten werden weder von den gesetzlichen noch den privaten Krankenkassen getragen. Um realistische Chancen auf mindestens ein Kind, ggf. mehrere Kinder zu haben, sollten 30 bis 60 Eizellen entnommen werden. Dies bedeutet, dass die hormonelle Stimulation und Eizellentnahme möglicherweise mehrfach erfolgen muss.

Auch wenn es zunächst bei der Diagnose einer Krebserkrankung um die spezifische Therapie und Heilung der Erkrankung geht, ist für viele Frauen und Männer wichtig, nach ihrer Behandlung Eltern werden zu können. Da einige Medikamente in der Anti-Tumortherapie eine Einschränkung der Fruchtbarkeit (Fertilität) sowohl bei Frauen als auch bei Männern verursachen können, bieten wir Betroffenen schon vor der Krebsbehandlung Zeit und Raum für Beratungen zu diesem Thema an.

Möglichkeiten bei Frau und Mann

Bei Frauen ist zum Beispiel neben der Entnahme von Eizellen die Entnahme von Eierstockgewebe (Ovargewebe) möglich. Das Eierstockgewebe kann wie die befruchteten und unbefruchteten Eizellen eingefroren und später wieder in den eigenen Körper eingesetzt werden, eine sogenannte Re-Transplantation. Dadurch ist nach Ausheilung der Krebserkrankung häufig eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege möglich. Bei betroffenen Männern können Spermien oder auch Hodengewebe eingefroren werden, um diese zu einem späteren Zeitpunkt für eine Kinderwunschbehandlung zu nutzen.

Kurzfristige Beratung

Da die Behandlung der Krebserkrankung im Vordergrund steht und im Vorfeld häufig nicht viel Zeit bleibt, behandeln wir dies wie einen Notfall und ermöglichen Ihnen sehr kurzfristige Termine in unserem Zentrum (Terminvergabe: 0731 500-58663).

Finden sich im Ejakulat keine Spermien, besteht die Möglichkeit, aus dem Hodengewebe Samenzellen zu gewinnen. Hierzu wird in einem kurzen operativen Eingriff in Narkose eine kleine Gewebeprobe aus dem Hoden gewonnen. Lassen sich darin Spermien finden, können diese eingefroren und für eine ICSI-Behandlung verwendet werden.

Beim Endometrial Scratching wird Gewebe der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) vor einer Stimulationsbehandlung gewonnen und untersucht. Der Nutzen dieser Methode ist wissenschaftlich noch nicht endgültig bewiesen. Möglicherweise kann diese in besonderen Fällen die Chancen auf eine Schwangerschaft positiv beeinflussen. Gerne beraten wir Sie, ob die Durchführung dieser Behandlung bei Ihnen sinnvoll ist.

Wissenswertes

Qualität & Leitlinien

D.I.R – Deutsches IVR-Register
Das DIR dient als wichtigstes Instrument im Qualitätsmanagement (QM) – auch unser Zentrum nimmt am deutschlandweiten QM teil. Erfahren Sie mehr über das Deutsche IVF-Register: www.deutsches-ivf-register.de

FertiPROTEKT - Netzwerk für fertilitätsprotektive Maßnahmen
Das FertiPROTEKT-Netzwerk steht für höchste Qualität in der Beratung und Behandlung fertilitätserhaltender Maßnahmen. Unser Zentrum ist langjähriges Mitglied im deutschsprachigen Netzwerk – sprechen Sie uns an oder erfahren Sie mehr auf den Internetseiten des Netzwerkes mit ausführlichen Informationen zu sämtlichen Möglichkeiten des Fertilitätserhaltes: fertiprotekt.com

Unser Zentrum ist inhaltlich an folgenden Leitlinien beteiligt:
–  Diagnostik und Therapie von Frauen mit wiederholten Spontanaborten
–  Diagnostik und Therapie vor einer assistierten reproduktionsmedizinischen Behandlung (ART)
Erfahren Sie mehr unter: www.awmf.org/leitlinien