Ärztliche Leitung

Leiter der Sektion

Profilbild von Prof. Dr. Helmut Hummler

Prof. Dr. Helmut Hummler

Leiter

Komm. Leiter

Dr. Wolfgang Lindner

Oberarzt

Schwerpunkte

Neonatologie

Oberärzte

Profilbild von Dr. Ortraud Beringer

Dr. Ortraud Beringer

Oberärztin

Profilbild von Dr. Marc Mendler

Dr. Marc Mendler

Oberarzt

Stationsleitung

Silvia Kunz

Stationsleitung

Profilbild von Dr. Jochen Essers

Dr. Jochen Essers

Oberarzt

Profilbild von Dr. Lisa Schiefele

Dr. Lisa Schiefele

Oberärztin

Profilbild von Dr. Eva-Maria Mair

Dr. Eva-Maria Mair

Oberärztin

 

Leistungsspektrum

  • Intensivmedizinische Versorgung von Kindern aller Altersgruppen mit akut lebensbedrohlichen Erkrankungen
  • Sämtliche Beatmungsformen inklusive Hochfrequenzbeatmung, Inhalation mit Stickstoffmonoxid
  • Verfahren zur Nierenersatztherapie (Hämofiltration)
  • Verfahren zur systemischen Kühlung nach Wiederbelebungsmaßnahmen
  • Beratung von Schwangeren zusammen mit der Frauenklinik bei drohender Frühgeburt
  • Neugeborenennotarztdienst
  • Konsiliarische Mitversorgung durch Spezialisten aus anderen Bereichen und Kliniken
  • Nachsorgeuntersuchungen in regelmäßigen Abständen durch die von Herrn Prof. Bode geleiteten Sektion Kinderneurologie und Sozialpädiatrisches Zentrum

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die uns anvertrauten Kinder. Unser engagiertes Team aus erfahrenen Ärztinnen und Ärzten, Schwestern und Pflegern sowie anderen unterstützenden Kräften steht für die Sicherheit und die bestmögliche Behandlung in einer kritischen Zeit zur Verfügung. Wir wollen Ihnen als Eltern Hoffnung und Sicherheit geben, damit wir gemeinsam optimistisch auf die Zukunft hin arbeiten bis Ihr Kind und Sie ohne unsere Hilfe zurechtkommen. Wir alle gehen auf Ihre Fragen, Sorgen und Bedürfnisse ein und reagieren auf jegliche auftretende Unsicherheiten und Probleme.

Feierliche Übergabe des Babynotarztwagens „Baby Muck“ durch den Förderkreis am 16. Dezember 2010 an das Deutsche Rote Kreuz.

Im März 2009 wurde das Projekt „Baby Muck“ unter der Schirmherrschaft von Herrn OB Gönner, Herrn OB Noerenberg, Herrn Landrat Seifert und Herrn Landrat Geßner ins Leben gerufen. Früh- und Neugeborene Kinder aus Ostwürttemberg und dem angrenzenden Bayern müssen immer wieder wegen extremer Frühgeburtlichkeit, speziellen Untersuchungen oder operativen Eingriffen in die Neonatologie der Kinderklinik Ulm verlegt werden. Weiterhin müssen unerwartet krank geborene Neugeborene von benachbarten Geburtskliniken in unsere Kinderklinik nach Ulm transportiert werden. Vorgeburtlich in das hochspezialisierte Perinatalzentrum des Universitätsklinikums Ulm verlegte Früh- und Neugeborene werden häufig nach überstandener Initialbehandlungsphase zur heimatnahen Weiterbetreuung zurück an Kinderkliniken, insbesondere im Bereich der neonatologischen Arbeitsgemeinschaft Ulm, transportiert.

 

22 Monate nach der Sammelaktion konnten die Anschaffungskosten von 250.000,00 Euro dank vieler kleiner und großer Spenden zusammengetragen werden. Am 16. Dezember 2010 konnte der „Baby Muck“ in einer feierlichen Stunde durch Frau Mathilde Maier (1. Vorsitzende des Förderkreises für intensivpflegebedürftige Kinder Ulm e.V). an das Deutsche Rote Kreuz Ulm übergeben werden.

Das Fahrgestell des Baby-Notarztwagens hat eine ganz spezielle auf modernsten Erkenntnissen basierende Luftfederung, die Erschütterungen abmildert und somit das Transportrisiko auch für kleinste Patienten minimiert. Das Fahrzeug ist mit der neuesten Funktechnik sowie mit einem hochtechnisierten Transportinkubator auf dem neuesten Stand der Technik ausgestattet. Weitere besondere Ausstattungsmerkmale des Babynotarztwagens bestehen in der Möglichkeit einer kontrollierten Kühlbehandlung für Neugeborene, die bei der Geburt eine Sauerstoffnot erlitten haben, sowie einem kleinen mobilen Sonographiegerät, welches zu diagnostischen Zwecken bei besonderen Kreislaufsituationen angeschafft wurde. Das medizinische Team besteht aus Fachärzten und erfahrenen Pflegekräften mit mehrjähriger Berufserfahrung der Universitätskinderklinik Ulm. Das Einsatzgebiet erstreckt sich auf ganz Ostwürttemberg sowie dem angrenzenden Bayern vom Bodensee bis Aalen.     

Die Neonatologie der Universitätskinderklinik hält 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche einen Neugeborenen-Notarzt vor, der über die Intensivstation kurzfristig abrufbar ist.

Telefon:  0731-500 57460 (Intensivstation)

              0731-500 57472 (1. Dienst)

Er dient für nicht vorhersehbare Notfälle außerhalb der Kinderklinik Ulm.  Durch großzügige Unterstützung seitens des Förderkreises intensivpflegebedürftiger Kinder und vielen Spendern der Region Ulm und Umgebung wurde im Dezember 2010 ein neues Fahrzeug angeschafft, welches sowohl technisch als auch von seiten der Ausstattung über modernste Möglichkeiten des Transportes von Früh- und Neugeborenen verfügt.

Wozu benötigt man ein Babynotarztwagen:

Die allermeisten Frauen mit Frühgeburtsbestrebungen können vorgeburtlich in unsere Klinik verlegt werden. Für die wenigen nicht vorhersehbaren Frühgeburten in auswärtigen Kliniken sowie unerwartet krank geborenen Neugeborenen steht das Fahrzeug zur Verfügung. Weiterhin benutzen wir dieses Fahrzeug für Verlegungsfahrten in spezialisierte Herzzentren, mit denen wir eng zusammenarbeiten bzw. vor allem für heimatnahe Rückverlegungen in Kinderkliniken in Ostwürttemberg und dem angrenzenden Bayern, die mit uns eng zusammenarbeiten. Informationen über diesen Neugeborenen-Notarztdienst können Sie jederzeit beim Leiter der Sektion (Prof. Hummler) anfordern. Umliegende Kliniken und Einrichtungen erhalten auf individuelle Nachfrage spezielle Notfallrufnummern, die rund um die Uhr immer durchgeschaltet und erreichbar sind.

Das Perinatalzentrum Ulm ist unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. H. Hummler (Neonatologie) und Herrn PD Dr. Reister (Geburtshilfe) ein großer Erfolg gelungen. Durch eine breit angelegte Initiative vieler Ärztinnen und Ärzte, Mitarbeiterinnen der Pflege und der Frauenklinik konnte die Rate an Hirnblutungen als Komplikation der Frühgeburtlichkeit entscheidend reduziert werden. Früher hatte das Ulmer Universitätsklinikum eine im Vergleich zum Land Baden-Württemberg durchschnittliche Rate an Hirnblutungen. Diese Rate konnte in den letzten 2 Jahren jedoch halbiert werden. Hirnblutungen bei Frühgeborenen führen oftmals zu einer bleibenden beeinträchtigten Entwicklung. Wir freuen uns daher sehr über diesen großartigen Erfolg.

Link zum Artikel

Jahrgang 2013 "Überleben von Frühgeborenen ohne schwere Erkrankung" Die Rate an überlebenden Frühgeborenen ohne schwere Erkrankung wird im Aqua-Institut (Internet) derzeit leider ohne Berücksichtigung heimatnah verlegter Kinder berechnet. Da das Perinatalzentrum Ulm im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Neonatologie Ulm Kinder besonders viele sehr unreife Frühgeborene behandelt, werden die von uns heimatnah in umliegenden Kinderkliniken zurückverlegte Kinder in dieser Statistik nicht berücksichtigt und fälschlicherweise als „krank entlassen“ gewertet. Die korrekten Behandlungsergebnisse unter Berücksichtigung aller behandelten Kinder (incl. der heimatnah verlegten Kinder) finden Sie hier.

Jahrgang 2012

Jahrgang 2011

Jahrgang 2010

Jahrgang 2009

Jahrgang 2008

 

Nachuntersuchung von extrem unreifen Frühgeborenen im Alter von 5 Jahren – Kinderklinik Ulm

 

Behandlungsergebnisse Frühgeborene am Perinatalzentrum Ulm 1974-2013

Behandlungsergebnisse Frühgeborene am Perinatalzentrum Ulm 1974-2015

Behandlungsergebnisse Frühgeborene am Perinatalzentrum Ulm 1974-2016

Behandlungsergebnisse Frühgeborene am Perinatalzentrum Ulm 1974-2017

Nachsorge bei der Entlassung nach Hause

Frühgeborene, kranke Neugeborene und ältere Kinder werden häufig mehrere Wochen stationär behandelt. Dabei sind Fachkräfte verschiedener Berufsgruppen täglich/rund um die Uhr auf Station und stehen für die medizinische, pflegerische, psychologische und sozialrechtliche Betreuung des Kindes und der Familie zur Verfügung.

Zu Hause gibt es dieses fachliche Team nicht mehr in allen Facetten und in diesem Umfang. Viele Familien fühlen sich dabei alleingelassen und sind mit der neuen Situation häufig völlig überfordert. Fragen zur Pflege und Versorgung kommen auf, die Hebammen oder Kinderärzte nicht immer beantworten können. Auch finanzielle, rechtliche, sozialpädagogische Fragen oder unerwartete Folgen für die Familie kommen bzw. treten nicht selten erst im Alltagsgeschehen zu Hause auf. 

Gemäß § 43 Abs. 2 SGB V haben Eltern schwerstkranker Kinder (bis zum 14. Lebensjahr, in Ausnahmefällen bis zum 18.Lebensjahr) direkt nach einen stationären Krankenhausaufenthalt Anspruch auf eine Sozialmedizinische Nachsorge.

Unsere Nachsorgeeinrichtung arbeitet primär an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung. Unser Nachsorgeteam ermöglicht einen fließenden Übergang von der intensiven stationären Behandlung zur ambulanten Versorgung.

Wir möchten unseren Patienten und deren Familien Sicherheit vermitteln und den Transfer in die eigenen vier Wände erleichtern. Wir möchten hierfür eine Brücke bauen und die Familien zu Hause einige Zeit (meist über 6-12 Wochen) begleiten bis alles wieder gut funktioniert. Die Familie hat so einen bekannten Ansprechpartner, der sie in der schwierigen Anfangssituation begleitet, unterstützt und berät. So helfen wir Ihnen Sicherheit im Alltag zu Hause zu gewinnen. Hierzu arbeiten wir eng mit Ihrem/r Kinderarzt/ärztin, Pflegediensten, Hebammen und sozialen Einrichtungen zusammen und sorgen für eine reibungslose Vernetzung.

Unser interdisziplinäres Team besteht aus Mitarbeiter/innen verschiedener Professionen der Kinderklinik. Die Entlassplanung durch unser Team beginnt schon während des stationären Aufenthaltes, so dass die Familie ihre(n) Ansprechpartner bereits vor der Entlassung gut kennt. Das schafft Sicherheit und Vertrauen.

Ärzte

Prof. Dr. Helmut Hummler  

  

Pflege / Förderverein

 Silke Bailer  

 Adelheid Ludwig  

 Sarah Schöffmann  

 Mathilde Maier  

Arbeitsgemeinschaft Neonatologie (ARGE Ulm)

Die Geburt Ihres/Ihrer Kinder ist einer der wichtigsten und zugleich aufregendsten Augenblicke in dem Leben Ihres Kindes und Ihrer gesamten Familie. Die in der Arbeitsgemeinschaft Neonatologie Ulm zusammengeschlossenen Kinderkliniken kümmern sich ganz besonders dann um Sie und Ihre Familie, wenn die Natur einen nicht ganz geradlinigen Verlauf für Ihre Schwangerschaft und/oder für die Geburt Ihres Kindes bzw. Ihrer Kinder vorgesehen hat. Es ist unser Anliegen, die Zeit der Schwangerschaft, der Geburt und der nachgeburtlichen Versorgung Ihres Kindes bzw. Ihrer Kinder so sicher und angenehm wie nur möglich zu gestalten und dabei auf die besonderen Bedürfnisse der Familie einzugehen. Diesem Ziel dient der Zusammenschluss unserer Kinderkliniken zu einer leistungsfähigen Arbeitsgemeinschaft, die eine risikoadaptierte Versorgung von Geburten mit und ohne Risiko möglichst heimatnah sicherstellt.

Die Kliniken führen einen regen aktiven Erfahrungsaustausch und wachen über die Ergebnisqualität in der gesamten Region. Insbesondere die vorgeburtliche Verlegung von Frühgeborenen mit höchstem Risiko in das Perinatalzentrum nach Ulm oder Stuttgart und die heimatnahe Rückverlegung in die entsprechenden Kinderkliniken nach überstandener Akutphase sind elementare Bestandteile unserer erfolgreichen Zusammenarbeit. Zu- oder Rückverlegungen werden durch ein erfahrenes Team mit einem im Dezember 2010 neu angeschafften Baby-Notarztwagen durchgeführt.

Die Regionalisierung von Hochrisiko-Früh- und Neugeborenen in unserer Region wird durch einen freiwilligen Zusammenschluss von mehreren Kinderkliniken zu einer Arbeitsgemeinschaft Neonatologie organisatorisch unterstützt. Diese Arbeitsgemeinschaft wurde von Herrn Prof. Pohlandt im Jahr 1988 initiiert. Derzeit nehmen folgende Kinderkliniken an der Arbeitsgemeinschaft Neonatologie Ulm teil:

- Sektion Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Ulm (Prof. Dr. H. Hummler, Vertr. Dr. W. Lindner)

- Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Ostalbklinikum Aalen (Dr. J. Riedel)

- Klinik für Kinder und Jugendliche, Klinikum Friedrichshafen (Dr. S. Kallsen)

- Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Klinik am Eichert, Kliniken des Landkreises Göppingen gGmbH (Dr. F. Kaßberger)

- Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Klinikum Heidenheim (Dr. A. Schneider)

- Abt. für Kinder- und Jugendmedizin der Oberschwabenklinik GmbH, Ravensburg (PD Dr. A. Artlich)

- Helios Klinikum Pforzheim GmbH (Prof. Dr. M. Mihatsch)

- Klinikum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Diakonoie-Klinikum Schwäbisch Hall (Prof. A. Holzinger)

Die Arbeitsgemeinschaft Neonatologie Ulm ist auch ein Forum für den intensiven Erfahrungs- und Gedankenaustausch zwischen allen beteiligten Kliniken. Die Ziele der Arbeitsgemeinschaft bestehen in der kontinuierlichen Verbesserung der neonatologischen Versorgungsqualität, dem Austausch von wissenschaftlichen Informationen, der Intensivierung des persönlichen Austausches (durch Beratung, praktische Erfahrung, Hospitationen), Weiterbildung und der Förderung von Kooperationen zwischen den Verwaltungen der einzelnen Kliniken. Die Arbeitsgemeinschaft Neonatologie Ulm arbeitet nach einer eigenen Geschäftsordnung.

Verlegungskriterien für die Rückverlegung von Ulm zugewiesenen Patienten in andere Häuser der neonatologischen Arbeitsgemeinschaft Ulm wurden durch gemeinsame Beschlüsse in den Jahren 2005 und 2006 festgelegt.