Nachfolgeprojekt "Dazugehören BaWü"

Projektleitung

  • Profilbild von Prof. Dr. med. Jörg M. Fegert

    Prof. Dr. med. Jörg M. Fegert

    Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

  • Profilbild von PD Dr. Franziska Köhler-Dauner

    PD Dr. Franziska Köhler-Dauner

    M.A.

    Schwerpunkte

    Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Wissenschaftliches Team aus Ulm

  • Lena PeterM.Sc. Psychologie, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm
  • Krists PlendiskisM.A. Pädagogik, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm
  • Therese Hiller Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm

Projektlaufzeit

März 2025 bis Mai 2026
(Projektverlängerung ist beantragt)

Projektüberblick

Das Nachfolgeprojekt „Dazugehören BaWü – Individuelle Unterstützung für benachteiligte Jugendliche im Übergang zum Erwachsenenalter an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Eingliederungshilfe“ knüpft unmittelbar an die Ergebnisse des abgeschlossenen Projekts Dazugehören BaWü an.

Ziel ist die Weiterentwicklung, Erprobung und Vorbereitung der flächendeckenden Implementierung des Instruments TiDA, um Übergangsprozesse systematisch, partizipativ und praxisnah zu unterstützen.

Zielsetzung des Nachfolgeprojekts

Zentrale Ziele des Projekts sind:
  • Weiterentwicklung der Instrumente TiDA und THI 2019 auf Basis der Rückmeldungen aus der Praxis
  • Unterstützung einer strukturierten, partizipativen Bedarfserfassung im Übergang zwischen Jugendhilfe und Eingliederungshilfe
  • Verbesserung der Kooperation zwischen den beteiligten Trägerschaften durch ein gemeinsames, anschlussfähiges Instrument
  • Vorbereitung einer flächendeckenden Implementierung einer digitalen Systemlösung zur Unterstützung von Übergangsprozessen
Weiterführende Ziele sind:
  • die Ermöglichung eines möglichst niederschwelligen und reibungslosen Übergangs,
  • eine klare fachliche Orientierung für Fachkräfte beider Systeme,
  • sowie die Stärkung der Selbstbestimmung junger Menschen im Übergangsprozess.

Instrumente und Interventionen

TiDA – Instrument zur Unterstützung von Übergangsprozessen

TiDA dient der strukturierten Bedarfserfassung und der systematischen Gestaltung von Übergangsprozessen zwischen Jugendhilfe und Eingliederungshilfe. Das Instrument unterstützt Fachkräfte beider Systeme bei der gemeinsamen Planung und fördert die Beteiligung junger Menschen am Übergangsprozess.
Die Erprobung wird derzeit vorbereitet und wird im Rahmen ausgewählter Modellstandorte umgesetzt.

Gruppenintervention „Grown“

Die Gruppenintervention „Grown“ zielt darauf ab, die aktive Partizipation von Adoleszenten im Übergangs- bzw. Transitionsprozess zu stärken. Im Fokus stehen die Förderung von Selbstbestimmung, Verantwortungsübernahme und Mentalisierungsfähigkeiten als Vorbereitung auf die Beteiligung im Erwachsenenalter.

Vorgehen und Projektphasen

Das Projekt ist in mehrere aufeinander aufbauende Phasen gegliedert:

Phase 1: Praxisphase

TiDA wird an ausgewählten Modellstandorten erprobt. Derzeit werden entsprechende Modellstandorte rekrutiert,

Phase 2: Analysephase

Die Erfahrungen aus der Anwendung von TiDA werden mittels qualitativer und quantitativer Methoden ausgewertet.

Phase 3: Weiterentwicklung und technische Vorbereitung

Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Überarbeitung des Instruments ein. In Zusammenarbeit mit Softwareentwicklern wird eine konkrete Implementierungsstrategie erarbeitet.

Phase 4: Standardisierung und Implementierungfahrplan

Auf Basis der Praxiserfahrungen wird ein standortunabhängiger Fahrplan für die Einführung des Instruments entwickelt, um eine flächendeckende Nutzung zu ermöglichen.

Phase 5: Evaluation und Abschluss

Abschließend erfolgt eine umfassende Evaluation aller Projektphasen, die Erstellung eines Abschlussberichts sowie eine Abschlussveranstaltung mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Praxis und Trägerschaften.

Begleitend werden Beiratssitzungen geplant, um den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis sicherzustellen.

Weiterführende Informationen

Das Projekt versteht sich als öffentlich gefördertes Vorhaben. Die entwickelten Instrumente sollen perspektivisch niedrigschwellig zur Verfügung stehen und die Praxis an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Eingliederungshilfe nachhaltig unterstützen.