Studie zu den Auswirkungen von "Social Media – Detox" auf die psychische Gesundheit

Projektleitung

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    Prof. Dr. med. Jörg M. Fegert

    Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Projektkoordination

Projektteam

Hintergrund zur Studie

Soziale Medien sind im Alltag vieler Jugendlicher und junger Erwachsener fest verankert. Laut der ARD/ZDF-Medienstudie 2025 gaben 38 % der 11- bis 23-jährigen Befragten an, soziale Medien mindestens vier Stunden täglich zu verwenden. Soziale Medien sind aus dem Leben von jungen Menschen kaum mehr wegzudenken.

Die aktuelle Forschungslage liefert zunehmend Hinweise, dass ein übermäßiger Konsum sozialer Medien die psychische Gesundheit junger Menschen beeinträchtigen kann, vor allem im Hinblick auf das Auftreten von depressiven- und Angstsymptomen sowie Schlafproblemen (Ahmed et al., 2024; Du et al., 2024; Jing et al., 2025; Shiferaw et al., 2025). Diese Daten beziehen sich lediglich auf korrelative Befunde zwischen sozialen Medien und psychischer Gesundheit. Da ein problematischer Konsum sozialer Medien jedoch ein mögliches Risiko für die psychische Gesundheit darstellt – dem viele junge Menschen ausgesetzt sind – kann eine freiwillige, temporäre Reduktion ein vielversprechender Präventionsansatz zur Gesundheitsförderung in dieser Zielgruppe sein.

Das Ziel der Studie war es demnach, die Bildschirmzeit und Nutzung sozialer Medien von jungen Menschen über einen Zeitraum von vier Wochen zu reduzieren und die Auswirkungen davon auf eine Reihe von Indikatoren zur psychischen Gesundheit zu untersuchen. Die Ergebnisse sollen dabei helfen, Empfehlungen für einen psychisch gesunden Smartphone- bzw. Social Media Konsum zu formulieren sowie niedrigschwellige Strategien für den Lebensalltag zu entwickeln.

Studienbeschreibung

Bei der Social Media Detox-Studie handelt es sich um eine randomisierte, kontrollierte Studie mit zwei Interventionsgruppen. Studienteilnehmende wurden zufällig unterschiedlichen Bedingungen zugeteilt. In der ersten Bedingung durften die Teilnehmenden über einen Zeitraum von 4 Wochen lang soziale Medien nur noch eine Stunde am Tag nutzen (Gruppe 1). In der zweiten Bedingung setzten sich die Teilnehmenden ebenfalls für 4 Wochen lang selbst ein tägliches Zeitlimit für soziale Medien (Gruppe 2). Eine weitere Gruppe (Gruppe 3) diente als Kontrollgruppe, die im Anschluss an die 4 Wochen ebenfalls die Bedingung der Gruppe 1 erhielten. Die Intervention startete Ende März 2026 und endete mit der letzten Nachbefragung Anfang Juli 2026.

Zu Studienbeginn wurden 131 Personen zwischen 16 und 29 Jahren aus Deutschland in einer der drei Gruppen zugeteilt. Die Einschlusskriterien lauteten: 1.) Alter: 16-29 Jahre, 2.) Wohnort in Deutschland, 3.) Besitz eines eigenen Smartphones und 4.) eine Nutzungszeit sozialer Medien von im Durchschnitt mindestens vier Stunden täglich. Eine gegenwärtige psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung stellte ein Ausschlusskriterium für die Teilnahme an der Studie dar. 

Die Intervention wurde im privaten Umfeld durchgeführt. Währenddessen fanden mehrmals Online-Befragungen zur Bildschirmzeit, zur psychischen Gesundheit, körperlichen Aktivität und zur Schlafqualität statt, sowie einmalig 8 Wochen nach Ende der Intervention. Außerdem erhielten die Teilnehmenden einen Fitnesstracker (Armbanduhr) zur Messung der Bewegung und des Schlafs, den sie über die gesamte Studiendauer trugen und nach erfolgreichem Abschluss der Studie behalten durften.

Berichterstattungen zur Studie

Erste Ergebnisse zur Studie wurden in folgenden Medien berichtet:

 

Kontakt

Für Fragen steht das Projektteam gerne zur Verfügung
E-Mail-Adresse: socialmedia.kjp[at]uniklinik-ulm.de

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