Allgemeinpsychiatrie

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Die ADHS ist charakterisiert durch Unaufmerksamkeit, Überaktivität und Impulsivität. Meist entwickeln sich diese Symptome bereits in den ersten fünf Lebensjahren und führen zu deutlichem Leidensdruck und Beeinträchtigungen in der sozialen oder schulischen bzw. später beruflichen Funktionsfähigkeit. Obwohl die ADHS zunächst eine Störung des Kindesalters darstellt, bestehen bei einigen der Betroffenen die beschriebenen Symptome auch im Erwachsenenalter fort (=ADHS des Erwachsenenalters). In unserer Ambulanz wird eine spezifische Diagnostik zur Abklärung einer ADHS angeboten. Diese Diagnostik umfasst eine ausführliche psychiatrische Untersuchung, das Ausfüllen von Fragebögen durch die Patienten/den Patienten und ggf. Angehörige, die Untersuchung von Grundschulzeugnissen sowie ggf. eine ausführliche neuropsychologische Untersuchung. Auf der Basis dieser Untersuchungsergebnisse werden spezifische Therapiemöglichkeiten (z. B. Pharmakotherapie oder Psychotherapie) erläutert. Die entsprechende Therapie erfolgt in der Regel nicht in unserer Ambulanz. Es besteht auch die Möglichkeit zur Teilnahme an Studien im Zusammenhang mit ADHS.

 

 

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Dr. med. Markus Kölle

Ambulanzarzt

Affektive Störungen

Diese Störungen sind durch Veränderungen der Stimmung oder der Affektivität entweder zur Depression oder zur gehobenen Stimmung charakterisiert. Im Wesentlichen gehören zu diesen Störungen depressive Störungen und bipolare Störungen („manisch-depressive Störung"). In unserer Klinik erfolgt eine sorgfältige Diagnostik und leitliniengerechte Behandlung dieser Störungen entweder im ambulanten oder stationären bzw. teilstationären (Tagesklinik) Rahmen. Alle Phasen der Therapie der affektiven Störungen (Akut-, Erhaltungs- und Langzeit- bzw. Rezidivprophylaxe) werden durchgeführt oder in die Wege geleitet. Medikamentöse Behandlung und Psychotherapie kommen dabei entweder alleine oder in Kombination zur Anwendung. Bei besonders schwerem Krankheitsverlauf oder schwer behandelbaren Störungen werden auch Verfahren wie die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) oder andere Hirnstimulationsverfahren (z. B. transkranielle Magnetstimulation) angeboten. Auch Lichttherapie und Wachtherapie („Schlafentzugstherapie") könne durchgeführt werden.

 

 

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Prof. Dr. med. Carlos Schönfeldt-Lecuona

Stellvertretender Leitender Oberarzt

Organisch bedingte psychische Störungen

Unter organisch bedingten psychischen Störungen versteht man Hirnfunktions-störungen aufgrund einer benennbaren zerebralen oder systemischen körperlichen Erkrankung. So können zahlreiche körperliche Erkrankungen zu einer primären oder sekundären Funktionsstörung des Gehirns führen und sich in einem komplexen klinischen Bild mit Beeinträchtigungen von sensorischer Wahrnehmung, Motorik, autonomen Funktionen, Sprache, Aufmerksamkeit und Gedächtnis, Denken, Verhalten und Emotionen äußern.

Ein Schwerpunkt unserer Klinik liegt in der umfassenden körperlichen Diagnostik zum Nachweis oder Ausschluss einer zerebralen oder systemischen körperlichen Erkrankung, die für die psychischen Symptome verantwortlich sein könnte.

Neben einer internistischen Basisdiagnostik (laborchemische Routineuntersuchung, Elektrokardiographie, etc.) kommen unter anderem folgende weitere diagnostische Verfahren zum Einsatz:

  • Laborchemische Untersuchung von Serum und Urin (einschließlich umfassender infektiologischer Abklärung und dem Nachweis von Stoffwechselerkrankungen)
  • Magnetresonanz- oder Computertomographie
  • Nuklearmedizinische Verfahren
  • Liquorpunktionen (Basisdiagnostik, Bestimmung von Neurodegenerationsmarker, Nachweis von unspezifischen, spezifischen und onkoneuronalen Autoantikörper)
  • Elektroenzephalographie

 

 

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Priv.-Doz. Dr. med. Heiko Graf

Oberarzt, Qualitätsmanagement-Beauftragter

Psychotische Störungen

Diese Störungen sind durch grundlegende Beeinträchtigungen des Denkens, der Wahrnehmung oder der Affektivität gekennzeichnet. Symptome wie Halluzinationen („Stimmenhören") oder wahnhaftes Erleben („Realitätsverkennung") sind typisch. Im Wesentlichen gehören zu diesen Störungen die Schizophrenien, die schizotype Störung, die wahnhaften Störungen, die akuten vorübergehenden psychotischen Störungen sowie die schizoaffektiven Störungen. In unserer Klinik erfolgt eine sorgfältige Diagnostik und leitliniengerechte Behandlung dieser Störungen entweder im ambulanten oder im stationären bzw. teilstationären (Tagesklinik) Rahmen. Medikamentöse Behandlung und Psychotherapie kommen dabei zur Anwendung, wobei insbesondere in der Akutphase oder bei der Behandlung der sog. „Positivsymptome" (z. B. „Stimmenhören") häufig zunächst ein Schwerpunkt auf der medikamentösen Behandlung liegt. Die Sicherstellung einer adäquaten Behandlung nach der stationären Behandlung oder Akuttherapie ist dabei besonders wichtig und wird durch die Vermittlung geeigneter Anschlussmaßnahmen sichergestellt.

 

 

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Prof. Dr. med. Roland Freudenmann

Oberarzt

Substanzbezogene psychische und Verhaltensstörungen

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Klinik liegt in der Behandlung psychischer Störungen, die im Zusammenhang mit dem Gebrauch von psychotropen Substanzen auftreten.

Im Rahmen eines multidisziplinären Behandlungsteams behandeln wir vorwiegend folgende Erkrankungen:

  • Intoxikationen mit Alkohol oder andere psychotropen Substanzen (sofern keine internistische Überwachung erforderlich ist)
  • Entzugssyndrome (vorwiegend Alkohol, sofern keine internistische Überwachung erforderlich ist)
  • Substanzinduzierte psychotische Störungen

Der Schwerpunkt unserer Klinik liegt dabei auf der qualifizierten Entgiftung von Alkohol und Benzodiazepinen. Langzeit-Entwöhnungen werden in unserer Klinik nicht angeboten.

 

Ambulante Behandlung:

Kontakt Psychiatrische Institutsambulanz

Stationäre Behandlung (oder ausserhalb der Ambulanzsprechzeiten):

Kontakt Station Bleuler

 

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Prof. Dr. med. Roland Freudenmann

Oberarzt

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Priv.-Doz. Dr. med. Heiko Graf

Oberarzt, Qualitätsmanagement-Beauftragter